Freier E-Mail-Client Thunderbird: Update verbessert Unterstützung für Exchange-Accounts, schließt Sicherheitslücken

10. Jan. 2020 10:30 Uhr - Redaktion

Der kostenlose E-Mail-, Usenet-, RSS- und Chat-Client Thunderbird steht ab sofort in der Version 68.4.1 zum Download bereit. Das Update bietet mehrere Verbesserungen für die Einrichtung und Verwaltung von Exchange-Accounts sowie verbesserte Erkennung von Office-365-Postfächern. Insgesamt soll das Zusammenspiel mit Microsoft Exchange und Office 365 nun flüssiger laufen.

In Thunderbird 68.4.1 wurden nach Angaben der Entwickler mehrere, zum Teil als kritisch eingestufte Sicherheitslücken geschlossen. Darüber hinaus sind verschiedene weitere Fehlerkorrekturen vorgenommen worden, die unter anderem IMAP-Ordner, die Benutzeroberfläche und den Kalender betreffen. Thunderbird 68.4.1 kann über die integrierte Aktualisierungsfunktion heruntergeladen werden. Das komplette Installationspaket steht auf dieser Web-Seite zum Download bereit.

 
Thunderbird
 
Screenshot von Thunderbird bei aktiviertem Dunkelmodus.
Bild: Mozilla.

 

Die Software läuft ab OS X Mavericks, gilt als sehr robust und zuverlässig und zeichnet sich durch viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten aus. Thunderbird hat weltweit viele Millionen Nutzer, ist für macOS, Linux und Windows erhältlich und bietet zudem einen RSS-Newsreader, einen Kalender sowie einen Usenet- und Chat-Client. Der Funktionsumfang kann über Add-ons ergänzt werden, beispielsweise mit einer Später-senden-Funktion, OpenPGP-Verschlüsselung (Enigmail) sowie Anbindung an Google-Kalender und -Kontakte.

Thunderbird ist zwar Teil der Mozilla Foundation, die Entwicklung des Open-Source-Programms findet aber unabhängig von Firefox statt. Dadurch hat das Thunderbird-Projekt die volle Kontrolle. Um die Weiterentwicklung kümmern sich sowohl Freiwillige als auch etliche Vollzeitmitarbeiter, die größtenteils aus Spenden finanziert werden. Im nächsten Jahr soll die OpenPGP-Verschlüsselung serienmäßig in Thunderbird eingebaut werden - der Enigmail-Entwickler hilft dabei mit.