US-Medien: macOS Catalina erhält Pro-Modus für mehr Leistung

14. Jan. 2020 00:15 Uhr - Redaktion

Apple arbeitet offenbar an einer interessanten Neuerung für das Mac-Betriebssystem. Übereinstimmenden Berichten zweier US-Medien zufolge soll es sich dabei um einen Pro-Modus zur Erhöhung der Leistung handeln. Entdeckt wurde die Funktion in der Betaversion des seit einiger Zeit in der Entwicklung befindlichen Betriebssystemupdates macOS 10.15.3.

Der Pro-Modus soll in die Lüftersteuerung eingreifen und die regulären Drehzahlbeschränkungen außer Kraft setzen, schreibt 9to5Mac unter Berufung auf Referenzen, die in einer Datei von macOS 10.15.3 entdeckt wurden. "Apps may run faster, but battery life may decrease and fan noise may increase", ist dort unter anderem zu lesen.

Offenbar laufen im zuschaltbaren Pro-Modus die Lüfter bei Bedarf (Volllast) schneller als normal üblich, um eine bessere Kühlung zu gewährleisten. Dadurch wären im Rahmen der Turbo-Boost-Funktion von Intel-Prozessoren höhere Taktraten möglich – auf Kosten eines höheren Energieverbrauchs zulasten der Akkulaufzeit bei Mobilmacs. Zudem bedeuten schneller drehende Lüfter natürlich auch einen höheren Geräuschpegel.

 
macOS Catalina
 
macOS Catalina: Offenbar Pro-Modus für Performance-Boost in Arbeit.
Bild: Apple.

 

Informationen von MacRumors zufolge soll der neue Pro-Modus jedoch nicht nur Mobilmacs vorbehalten bleiben, sondern in Zukunft auch auf dem Mac Pro (und möglicherweise anderen Desktops) zur Verfügung stehen. Da in der aktuellen Betaversion von macOS 10.15.3 noch keine Oberflächensteuerung für den Pro-Modus zu finden ist, bleibt abzuwarten, ob das Feature rechtzeitig fertig wird oder erst zum Mid-Cycle-Update im März (.4) Einzug hält.

Schon heute ist es möglich, mit Programmen wie Macs Fan Control die Lüfterdrehzahlen des Macs zu erhöhen. Da Apple jedoch die genauen Spezifikationen der verbauten Lüftermodelle kennt (und sicherlich auch entsprechende Belastungstests durchgeführt hat), dürfte der Pro-Modus effizienter darin sein, das Potential der Lüfter bei Bedarf optimal auszuschöpfen (Stichwort Höchstdrehzahlen) als eine händische Nachjustierung seitens des Nutzers.

MacGadget meint: Der Pro-Modus wäre sehr zu begrüßen, um das Leistungspotential moderner Macs besser auszunutzen. Apple sollte bei dieser Thematik dann aber noch einen Schritt weitergehen und für mobile Macs zusätzlich einen Stromsparmodus einbauen, der gezielt die Turbo-Boost-Funktion und – falls vorhanden – den AMD-Grafikchip deaktiviert, um mehr Akkulaufzeit herauszukitzeln, wenn keine hohe Leistung benötigt wird. Auch dies ist bereits heute mit Tools möglich, eine direkte Integration in macOS wäre jedoch zu bevorzugen, da Apple derartige Funktionen besser optimieren kann.

Kommentare

Ich denke das Apple die mögliche Höchstdrehzahl der Lüfter jetzt schon nutzt, und nur die Einschalttemperaturen auf Wunsch verschoben werden können. Mit Mac Fan Control kann man die von Apple genutzte Höchstdrehzahl nicht erhöhen, jedenfalls nicht beim MacBook. (Bei diesem Beispiel 6200 U/min)

Was viel ausmacht sind die momentanen Drehzahlen z.B. bei 93C an den CPU Messpunkten. Die werden bei einer Raumtemperatur von 32C schon bei der Wiedergabe von einem Video schnell erreicht, und da dreht der Lüfter gerade mal ca. 2800 U/min. (ca.68C bei 21C Raumtemperatur und 2000 U/min). Die 93C sind langfristig keine gesunde Temperatur. Bei 6200 U/min dauert es dann bis zu 10 min bis er bei 85C ist. Tiefer geht es dann nicht mehr.

„Leise“ war immer mit ein berechtigtes Verkaufsargument von Apple. Kompaktere leise Geräte haben jedoch ihren Preis. Das geht bis zu defekten Lötstellen z.B. am Graphikprozessor (MacBook) oder beim IMac am Netzteilkabel. Bei den dementsprechenden Raumtemperaturen !

 

 

 

Erstmal: Fände es gut, wenn so was kommen würde!

Lüfter: Das ist spekulativ, ob die jetzt schon am Anschlag laufen (dürfen). Wie du schon schreibst, hat der leise Betrieb eine hohe Priorität bei Apple, da gehts um dB-Werte. Ich glaube z. B. nicht dass Third-Party-Tools die exakten Spezifikationen der integrierten Lüfter "wissen". Vielleicht sind über den kommenden Pro-Modus noch höhere Drehzahlen, zumindest über kürzere Zeiträume, möglich.

Und vielleicht geht der Pro-Modus auch über die reine Lüftersteuerung hinaus - sowohl 16" MBP als auch Mac Pro haben ein komplett neues thermales System, vielleicht wird da der Pro-Modus direkt darauf abgestimmt. Warten wir's ab. Schön jedenfalls, dass Bewegung reinkommt.

Apple sollte nicht an den Symptomen schlampiger Fertigung kurieren, sondern zuerst dort ansetzen. Über mehrere Generationen MBP wurden die CPU/GPU mit Massen minderwertigster Wärmeleitpaste auf die Heatpipes geklebt, was regelmäßig und erwartbar zu Überhitzungsproblemen führte. Dass war kein Zufall, sondern Failure-by-Design und weist auf fundamentale Mängel im Grundlagenwissen der für die Fertigungskette verantwortlichen Personen hin. Das war nicht "Pro" sondern Kreisklasse. An den Lüfterdrehzahlen zu manipulieren ist nicht besser. Wenn die Hardware nicht auf höhere Leistung ausgelegt ist, sind schneller drehende Lüfter nur proletenhaftes Auspufftuning.

@mac.maniac: Kannst du dafür Quellen nennen? Ich habe davon bislang nichts mitbekommen. Ist das tatsächlich so?

Das war mal bei 2-3 Baureihen zu Beginn des letzten Jahrzehnts der Fall.

Das sind wahrlich alte Kamellen, dazu noch völlig offtopic mit grenzwertiger Wortwahl. 👎

Wäre diese so schlampig, und nicht Industrie konform, dann würde es Apple nicht mehr geben. Darüberhinaus kann der Fehler auch beim Hersteller der Paste gewesen sein, oder beim Zulieferer der Einzelkomponenten zum Pastenhersteller. Ständig werden die Bestimmungen für die Zulassung chemischer Stoffe geändert, und die zugelassenen Höchstwerte einzelner chemischer Komponenten je nach neusten Erkenntnissen tiefer gesetzt, oder ganz verboten. Der Hersteller ist dann bemüht ein Ersatzprodukt zu finden um die gleiche oder sogar eine bessere Qualität des Endprodukts herzustellen. Dabei spielt der Preis auch noch eine Rolle...u.s.w. Dies kann also immer wieder passieren. 

Ein kleiner Lüfter der länger als 3 Jahre bei ständiger Beanspruchung 3-6t Umdrehungen lebt ist schon für sich eine kleine technische Meisterleistung, und hat die Garantiezeit überlebt. Ja ich weiß das es eine Glühbirne gibt die seit 100 Jahren brennt.

Ja es geht schneller und kleiner: 9x9x3mm, bis 17 400 U/min mit 1.17l/min und 25db (z.B. von Sunon). Doch das „Drumherum“ muss ja auch noch passen.

Immer diese Kommentare....ne,ne,ne😉

Der Beitrag ist absolut ontopic, weil er wie der Artikel auf das Wärmemanagement Bezug nimmt. Es kann wohl nicht allzu schwierig sein, diesen Zusammenhang herzustellen.

Grenzwertig finde ich hingegen, dass direkt Mimimi-Geweine losgeht, sobald jemand etwas farbigere Worte gebraucht. Es muss schon ziemlich schwer sein, von der eigenen Linie abweichende Meinungen anderer auszuhalten.

....Ich will aber jetzt ein MacBook mit den klitze kleinen Sunon Lüftern, jetzt wo ich weiß das es diese gibt......im frei geworden Platz will ich dann ein Fach für die Beruhigungspillen wenn die Frischluft nicht.reicht, und der Weg zur leeren Kühltruhe, um mich rein zu legen zu weit ist😈😂

@mac.maniac: Kannst du dafür Quellen nennen? Ich habe davon bislang nichts mitbekommen. Ist das tatsächlich so?

Bei einer Internetsuche nach "MacBook Pro Thermal Paste" findet man sehr viele Hinweise
https://hackernoon.com/how-to-improve-macbook-pro-performance-and-therm…
oder
https://www.reddit.com/r/apple/comments/2xfzzi/if_you_havent_already_ch…

Das dort genannte 2015 MBP ist nur ein Beispiel.  Schon bei meinem MBP 3.1 aus 2008 war der gleiche Fehler vorhanden, was zum Entlöten der GPU durch Überhitzung führte. Die Qualität der WLP (billigster Mist) aber vor allem deren Menge (viel zu viel) waren ursächlich. Beide Fehlerursachen wurden über Jahre beibehalten.

Es ist also ein weit größeres Problem als einige Fanboy Kommentare vermitteln möchten. Wer das MBP natürlich nur benutzt hat, um im angesagten Cafe mit einem leuchtenden Apfel auf dem Deckel Eindruck zu machen, wird keine Probleme gehabt haben.

 

Mit Reparaturanleitung! Hab den letzten Sommer schon „gekämpft“! Die Firma CDX lötet wenn nötig übrigens neu!

 

@mac.maniac: Danke für die Info. War mir nicht bekannt. (Habe nicht ge-mimimit, sondern nachgefragt)

Allerdings wundere ich mich, dass es kein großes Presse-Bashing, keinen Rückruf, keine Petition o.ä. gab, wie es sonst bei Apple Serienfehlern der Fall ist. Kann es sein, dass es sich um ein Phänomen handelt, das nur einzelne Chargen und/oder thermisch extrem beanspruchte Macs betrifft? Bei uns in der Agentur sind seit 2001 parallel immer bis zu 5 Macbooks im Einsatz und ich  selber besaß privat auch schon 5 Stück über die Jahre. Davon hatte (abgesehen vom Powerbook Titanium) keins irgendein Problem.

Kann es sein, dass es sich um ein Phänomen handelt, das nur einzelne Chargen und/oder thermisch extrem beanspruchte Macs betrifft?

Ich kenne keine Ausfallquoten wegen dieses Fehlers. Meine Erfahrung mit Produkten aus hoch automatisierter Serienfertigung ist, das auch Fehler in Serie gefertigt werden. Witcomp (hat damals mein MBP repariert) hätte sich nicht für "bedauerliche Einzelfälle" darauf spezialisiert.
http://www.witcomp.de/de/news/apple-macbook-pro-reparatur.html

Vielleicht ist bei thermisch gering beanspruchten Geräten den Fehler seltener ursächlich für Ausfälle. Aber kaufe ich ein Pro-Gerät, um damit Solitär zu spielen?

Mein MBP Late 2011 hat auch so einen Serienfehler, habe jetzt das vierte Mainboard drin und dieses zur Abwechslung mal neu  verlöten lassen, das hält endlich länger als 6 Monate. Einen externen Bildschirm werden ich nicht mehr anschließen, damit es auch so bleibt. https://sadaghian.com/macbook-grafikreparatur/ - Es wäre schön, wenn diese Missstände in Zukunft nicht mehr vorkommen, schließlich sind die Rechner teuer genug.

Mal davon abgesehen gebe ich MG recht, ein halbwegs selbsterklärender Wg, die Leistung an seine Bedürfnisse anzupassen, wäre eine wesentlich schönere Lösung, als mit irgendwelchen fremden Tools herumzuexperimentieren.

...es geht hier noch immer originär um einen evtl. kommenden Pro-Modus in macOS und nicht um Wärmeleitpaste beim MBP.

Das war Anfang des letzten Jahrzehnts tatsächlich ein Problem bei bestimmten MBP-Modellen, das zu Ausfällen führte (und zu einem Apple-Reparaturprogramm). Bei späteren MBP-Modellen gab es diese Probleme nicht mehr. Auch nicht beim 2015er - hier hat ein Hacker sein Teil aufgeschraubt und irgendwelche Mittelchen aufgetragen. Ist wie Rumschrauben am Motor eines Autos - irgendwas geht immer, halt auf eigene Gefahr.

Bei einigen Usern gewinnt man den Eindruck, dass sie gar keine Macs mehr nutzen, sondern einfach nur reinkommen, um ihren Frust oder sogar Hass gegenüber Apple abzulassen. Threads kapern und positive Stimmen als Fanboys hinstellen. Furchtbar.

Hier laufen 100+ Macs, von mir und Kollegen betreut, seit vielen Jahren fast gänzlich ohne Hardware-Probleme, die Mehrzahl MBP. Ausfallquote unter 2% auf 10 Jahre gesehen. Aber unsere User sind natürlich nur Leute, die mit dem Apfel im angesagten Café angeben wollen, und nichts ernsthaft mit den Geräten arbeiten.

*kopfschüttel*

Ausfallquote unter 2% auf 10 Jahre gesehen. 

Jaja, so ist das Elend mit der Statistik. Hier melden sich zufällig alle bedauerlichen Einzelfälle und  Du hast kein Problem. Da frage ich mich doch wirklich, worauf das Geschäftsmodell von Witcomp beruht.

... wie sie denn die Leistung rauskitzeln wollen. Kann eigentlicher über höhere Lüfterdrehzahlen bzw. auch später einsetzende Drosselung des Chips gehen. Bin gespannt.

 

Naja, die Leistung sollte man definitiv drosseln, bevor die Chips gegrillt werden. Wir wollen ja alle, dass unsere Macs mindestens 10 Jahre halten und nicht infolge überhöhter thermischer Belastung vorzeitig verglühen.

Ich frage mich auch ... wie sie denn die Leistung rauskitzeln wollen. Kann eigentlicher über höhere Lüfterdrehzahlen bzw. auch später einsetzende Drosselung des Chips gehen. Bin gespannt.

Denke ich auch.

Vielleicht gibts ja auch einen Regler:

Pro-Modus = Maximale Performance (schnellerer, lauterer Lüfter, höherer Energieverbrauch usw.) 

Normaler Modus = wie bisher

Stromspar-Modus = Turbo Boost aus, bestimmte Systemprozesse aus (Updates, Indexierung...), dGPU aus, Helligkeit runter.

Das wäre doch ganz stimmig, oder?