Neuer Mac Pro: Lieferprobleme halten an, deutsche Handbücher veröffentlicht

14. Febr. 2020 15:00 Uhr - Redaktion

Zwei Monate nach der Markteinführung des neuen Mac Pro hat Apple weiterhin mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Gegenüber Mitte Januar sind die Wartezeiten für Bestellungen im Apple-Online-Shop sogar noch gestiegen - von drei auf vier Wochen. In Apples Ladengeschäften ist die Profi-Workstation weiterhin nicht zu bekommen, der Fachhandel rechnet frühestens ab Mitte März mit Lieferungen. Unterdessen hat Apple die deutschsprachige Mac-Pro-Dokumentation veröffentlicht.

Im Apple-Books-Store stehen seit kurzem die E-Books "Mac Pro - Grundlagen" und "Mac Pro - Grundlagen (Rack)" zum Download bereit. "Das Handbuch 'Mac Pro Grundlagen' enthält alles, was du wissen musst, um deinen neuen Mac Pro einzurichten und zu verwenden. Erfahre Näheres über das Montieren des Mac Pro in einem Rack, die Sicherheits- und Speicherfunktionen des Mac Pro, das Anschließen von Peripheriegeräten, das Konfigurieren eines Pro Display XDR, das Installieren von Komponenten, die vom Benutzer eingerichtet werden können, das Verwenden der mit dem Mac Pro gelieferten Apps und vieles mehr", beschreibt Apple die rund 100seitigen Handbücher.

 

 

Es wird aktuell darüber spekuliert, ob die längeren Lieferzeiten mit der Ausnahmesituation in China zusammenhängen - dort sind viele Produktionsstätten geschlossen. Viele der Mac-Pro-Komponenten werden in dem Land gefertigt, zudem erfolgt dort die Montage des Rechners für den europäischen Markt. Apple kommentiert die Lieferproblematik beim Mac Pro nicht.

Kurz nach dem Auslieferungsbeginn hat der Hersteller eine neue Konfigurationsoption für den Mac Pro ergänzt: Eine SSD mit acht TB Speicherkapazität. Demnächst soll die Radeon Pro W5700X mit 16 GB GDDR6 VRAM als zusätzliche Grafikoption angeboten werden. Der neue Mac Pro ist direkt bei Apple zu Preisen ab 6499 Euro erhältlich. Die seit kurzem erhältliche Rack-Ausführung zum Einbau in Server-Schränke gibt es ab 7199 Euro.

Bei den Mac-Pro-Preisen ist grundsätzlich die Zielgruppe der Workstation zu berücksichtigen: Alle Einsatzbereiche, für die es nie genug Rechenleistung geben kann. Angefangen von der professionellen Audio- und Videoproduktion in höchsten Auflösungen mit vielen Spuren und Effekten über Rendering und Animation komplexer Szenen und anspruchsvolles 2D- und 3D-Design bis hin zur Berechnung riesiger wissenschaftlicher Datenmengen, Erstellung von Virtual-Reality-Inhalten sowie Spiele- und Programmentwicklung.

MacGadget-Berichterstattung zum neuen Mac Pro und zum Pro Display XDR:

• Neuer Mac Pro: Apple gibt Startschuss für Rack-Version (15. Januar)

• Externe Grafikkarten Blackmagic eGPU und Blackmagic eGPU Pro jetzt mit Pro Display XDR kompatibel (30. Dezember)

• Neuer Mac Pro: Auslieferung läuft, längere Lieferzeiten, weitere Benchmarks, Fertigung auch in China (19. Dezember)

• Pro Display XDR läuft am iMac Pro - allerdings nicht mit voller Auflösung (16. Dezember)

• Apple gibt Startschuss für neuen Mac Pro: Bestellungen ab sofort möglich, Auslieferung startet in Kürze (11. Dezember)

• Apple: High-End-Bildschirm Pro Display XDR ab sofort verfügbar (11. Dezember)

• Details zum neuen Mac Pro: Gesockelter Prozessor, austauschbare SSDs, SATA-Anschlüsse (11. Juni)

• Apple stellt neuen Mac Pro vor: Xeon-Prozessoren mit bis zu 28 Kernen, bis zu 1,5 TB RAM, acht PCIe-Slots, High-End-Grafik (03. Juni)

• Apple kündigt 32-Zoll-Bildschirm mit 6K-Auflösung, Pivot-Modus und hoher Helligkeit an (03. Juni)

• Namhafte Softwarehersteller loben den neuen Mac Pro und unterstützen die Apple-Grafikengine Metal (03. Juni)

Kommentare

Es wird aktuell darüber spekuliert, ob die längeren Lieferzeiten mit der Ausnahmesituation in China zusammenhängen - .... Apple kommentiert die Lieferproblematik beim Mac Pro nicht.

Vor der endgültigen Entscheidung, den MacPro (auch) in den USA zu fertigen hieß es immer wieder, dass Foxconn nicht genügend qualifizierte Kräfte dafür finden konnte. Vielleicht ist es Apple auch nicht gelungen. Die mehrheitlich strunzblöden Trumpanhänger sind ja für ihre Selbstüberschätzung bekannt. Vielleicht kommentiert Apple die Situation deshalb nicht weiter.