Netzstabilität: Nach Netflix reduziert auch Apple TV+ die Bildqualität in Europa

23. März 2020 17:30 Uhr - Redaktion

Home-Office und #WirBleibenZuhause sind, wann immer möglich, die Gebote der Stunde. Um einer Überlastung der europäischen Netze vorzubeugen, haben namhafte Videostreaming-Anbieter damit begonnen, die Bildqualität bei Übertragungen innerhalb von Europa zu reduzieren.

Nach Netflix, Amazon Prime Video und YouTube hat sich nun auch Apple zu diesem Schritt entschlossen. AppleTV+ sendet seit dem Wochenende in Europa nur noch in reduzierter Qualität. Damit kommen die Dienste einer Anfrage der Europäischen Union nach. Diese hatte um entsprechende Maßnahmen gebeten, um den gestiegenen Datenverkehr aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation etwas abzufedern. Da viele Menschen momentan ganztägig zu Hause sind (oder sein müssen), werden entsprechend mehr Serien und Filme angeschaut, wodurch der Traffic erhöht wird.

 
Apple TV+

 

Coronavirus-Krise: Apple TV+ sendet momentan mit reduzierter Bildrate in Europa.
Bild: apple.com.

 

"Zusätzlich zu der geringeren Auflösung erscheinen die Ströme stark komprimiert mit sichtbar blockigen Artefakten. Die Verschlechterung der Videoqualität ist sehr auffällig, und noch mehr auf den Fernsehern mit einer Größe von mehr als 40 Zoll, die die meisten Menschen heutzutage in ihren Wohnzimmern haben. Die geringere Qualität ist weit entfernt von den detailreichen 4K-HDR-Inhalten, die Apple TV+ normalerweise anbietet", schreibt 9to5Mac über die aktuelle Situation bei Apple TV+ in Europa.

Aufgrund der sich weltweit verschärfenden Situation dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Reduzierung der Videostream-Qualität auch in Nordamerika und anderen Märkten eingeführt wird, um die weltweite Netzstabilität zu gewährleisten und um genügend Kapazitäten für wichtige und dringende Verbindungen (etwa für den medizinischen, staatlichen und wirtschaftlichen Bereich) bereitzuhalten.