macOS Big Sur auf nicht unterstützter Hardware: Patcher macht Fortschritte

14. Juli 2020 15:00 Uhr - Redaktion

Mit macOS Big Sur hebt Apple die Systemanforderungen an: Das 2012er MacBook Air, die MacBook-Pro-Baureihen Mitte 2012, Ende 2012 und Anfang 2013, die 2012er und 2013er iMacs und der 2012er Mac mini erhalten das neue Betriebssystem nicht und verbleiben offiziell bei macOS Catalina, das noch bis zum Sommer 2022 mit Sicherheits- und Safari-Updates versorgt wird (d. h. bedenkenlos weitergenutzt werden kann). Die gute Nachricht: Es gibt einen Patcher, der diese Beschränkungen aufhebt.

Eine erste Version des Big-Sur-Patchers ist auf dieser Web-Seite zu finden. Er ermöglicht die Installation von macOS Big Sur auf den eingangs erwähnten Rechnern, die offiziell nicht mit dem neuen Betriebssystem kompatibel sind. Momentan besteht allerdings eine gewichtige Einschränkung: Auf den meisten Macs funktioniert die WLAN-Schnittstelle noch nicht, so dass derzeit auf eine Ethernet-Verbindung zurückgegriffen werden muss.

 
macOS Big Sur
 
macOS Big Sur auf nicht unterstützten Rechnern: Patcher in Arbeit.
Bild: Apple.

 

Die Patcher-Community arbeitet jedoch bereits an der Behebung der WLAN-Problematik. Mit einer Lösung wird für die kommenden Wochen gerechnet. Dann dürfte auch das Patcher-Urgestein dosdude eine eigene Software bereitstellen. Die aktuellen Entwicklungen stimmen jedenfalls optimistisch, dass die bei Big Sur aus dem Support gefallenen Rechner vollständig (inklusive WLAN) unterstützt werden können.

Bei Rechnern Baujahr 2011 und älter sieht es hingegen weitaus schwieriger mit macOS Big Sur aus, Stichwort Metal-Unterstützung, die zwingend 2012er oder neuere Hardware benötigt. Es ist anzunehmen, dass es für diese Modelle keinen Big-Sur-Patcher geben wird. Da macOS Catalina noch zwei Jahre lang in der Softwareupdate-Versorgung bleibt, dürfte dies aber zu verschmerzen sein.

Wie immer gilt: Die gesamte Prozedur (Installation von neueren Systemversionen auf offiziell nicht unterstützter Hardware) ist nur experimentierfreudigen, technisch versierten Anwendern, die der englischen Sprache mächtig sind, zu empfehlen. Die Nutzung der Patcher erfolgt auf eigene Gefahr, es gibt keinerlei Support durch Apple! Wer kritische Daten auf dem Gerät hat, sollte vor der Aktualisierung sicherheitshalber ein vollständiges Backup anlegen.

Kommentare

iOS 13 z.B. würde ich mir nie mehr auf meine iPhones SE laden, es war in Sachen Performance und Akkulaufzeit ein großer Rückschritt. Leider ist ein Downgrade nicht möglich. Am Mac zwar grundsätzlich schon, aber mittlerweile sehr aufwändig. Um von Catalina auf High Sierra zurück zu kommen, musste ich für meinen Arbeitsrechner eine externe Platte über ein MacBook Air 11 bespielen, auf dem High Sierra läuft. Alle anderen Versuche steckten irgendwann fest, spätestens beim Versuch, gekaufte Apps aus dem Appstore in einer älteren Version zu laden. Am meisten zufrieden bin ich tatsächlich mit High Sierra sowie mit El Capitan auf einem älteren Mini. Auf meinem Arbeitsrechner (Mini 2012) war Mojave am schlimmsten, wegen häufiger Systemabstürze. Vieles versucht, nichts hatte geholfen. Mit Catalina wurde das endlich behoben, doch zu viel daran gefällt mir nicht, von APFS bis zu "Fotos" oder "Musik". Mit den älteren OS-Versionen kann ich weiterhin Aperture nutzen und z.B. das uralte Stone Create, das ich nach wie vor sehr schätze. Auf diesem Stand werden die meisten meiner Macs nun bis zu ihrem Ruhestand bleiben. Lediglich auf einem werde ich spaßeshalber noch den Upgradezirkus mitmachen 😉

Bei mir auf meinem iMac late 2012 ist es Mojave ☺️ Absolut stabil, ich kann nicht klagen und werde dabei bleiben. Vielleicht Glück, oder es hängt von der genutzten Software ab.

Apple schickt mal wieder aus Marketinggründen gut funktionierende Rechner aufs Altenteil. Das ist genauso wenig "grün" wie die mangelnde Reparierbarkeit neuerer Rechner. Ich werde mir Big Sur mit dem Patcher sicher anschauen, aber dann wohl bei Mojave bleiben.

Apple schickt mal wieder aus Marketinggründen gut funktionierende Rechner aufs Altenteil.

 Dein iMac wird bis 2022 versorgt. Das sind 10 Jahre Support. Genügt das nicht?

Es geht nicht um die Zeit. Mein iMac ist ein QuadCore i7, 3,4 GHz, interne SSD. Was braucht man für Big Sur wirklich mehr?

Auf meinem MacBook Pro 5,1 aus 2009 habe ich unter Bootcamp Windows 10 installiert. Läuft gut. Beim Mac ist mit El Capitan Schluss.

Ich bleibe bei Marketing

Mit High Sierra hatte ich mehr Probleme als mit Mojave. Catalina hatte zu Beginn auch so seine Probleme, aber inzwischen läuft es - jedenfalls für mich - genauso gut wie Mojave.

Ich denke dass viel von der installierten Hard- und Software abhängt. Ein nicht regelmäßig vom Hersteller gepflegter Treiber hat mir schon so manches System zerlegt.

Mit jedem Update bringt Apple nur neuen absolut unnötigen Pipifax, den kein Mensch braucht. Viel interessanter ist da die Frage, was sie denn diesmal wieder im Betriebsystem eliminiert haben, sodaß technisch einwandfreie Rechner kaputt geupdatet werden. Gerade gestern erlebt. Ein MacBook Pro mit Mojave installiert. Viele Programme liefen nicht mehr. Den Grafikkarten Treiber von HighSierra geladen. Alles läuft einwandfrei. So wird man vom Apple Marketing weiter getrieben das nächste Gerät zu kaufen und das in einer Zeit, wo Müllberge und CO2 den ganzen Planeten vernichten. Alle wird zugeklebt, unreparierbar gemacht, mit Updaten unbenutzbar gemacht. Aus technischer Notwendigkeit, für den Fortschritt? Nein pure Geldgier. Es zählt nur die Aktionäre zufrieden zu stellen. Umwelt ist egal.