VMware gibt Verfügbarkeit von Fusion 12 bekannt: Für Privatnutzung ab sofort kostenfrei

15. Sep 2020 11:30 Uhr - Redaktion

VMware hat die Version 12 der Virtualisierungssoftware Fusion auf den Markt gebracht, die volle Unterstützung für das kommende Betriebssystem macOS Big Sur bietet. Dazu hat der Hersteller seinen Hypervisor umgeschrieben, so dass dieser nun ohne die Installation von Kernel-Extensions auskommt. Beim Lizenzierungsmodell gibt es ebenfalls Neuigkeiten.

"VMware führt den Fusion 12 Player ein, der dem gleichen Preis- und Lizenzierungsmodell wie der Workstation Player folgen wird - d. h. er ist für den Privatgebrauch kostenlos erhältlich - und für die kommerzielle Nutzung ist eine Lizenz erforderlich. Neue [kommerzielle] Lizenzen von VMware Fusion 12 Player und Workstation 16 Player werden für $149 erhältlich sein, Upgrade-Lizenzen sind für $79 erhältlich", ließ das Unternehmen heute verlauten.

Privatanwender, Studenten sowie Mitarbeiter von Open-Source-Projekten und gemeinnützigen Organisationen können Fusion 12 in der Standardausführung also völlig kostenlos nutzen (dies gilt generell für den gesamten nichtkommerziellen Bereich).

 
VMware Fusion
 
Virtualisierungssoftware Fusion 12 unter macOS Big Sur.
Bild: VMware.

 

Fusion 12 ist nicht nur unter macOS Big Sur lauffähig, es ermöglicht auch die Einrichtung von macOS Big Sur als Gastsystem. Zu den weiteren Neuerungen in Fusion 12 gehören Unterstützung für externe, via Thunderbolt angeschlossene Grafikkarten für verbesserte Leistung, Anbindung an vSphere 7, erhöhte Sicherheit durch Sandbox-Grafikrendering und Unterstützung für DirectX 11, OpenGL 4.1 sowie USB 3.1 in Gastsystemen.

Fusion 12 Player (löst Fusion 11.5 Standard ab) und Fusion 12 Pro (löst Fusion 11.5 Pro ab) sind ab sofort verfügbar. Fusion 12 Pro kostet 199 US-Dollar (Vollversion) bzw. 99 US-Dollar (Upgrade). Wer Fusion 11.5 Standard/Pro nach dem 15. Juni 2020 erworben hat, erhält Fusion 12 Player/Pro bei Verfügbarkeit kostenfrei. Die neue Virtualisierungssoftware läuft ab macOS Catalina.

Ob VMware die Virtualisierungssoftware künftig auch in einer ARM-nativen Ausführung für die kommenden Macs mit Apple-Prozessoren anbieten wird, ist noch nicht bekannt. ARM-basierte Macs werden laut Apple über eine integrierte Virtualisierungstechnologie verfügen, um ARM-Betriebssysteme als Gastsysteme zu nutzen. Auf der WWDC20-Keynote demonstrierte dies Apple bereits mit dem VMware-Konkurrenten Parallels Desktop und der Linux-Distribution Debian. Windows gibt es ebenfalls für ARM-basierte Prozessoren - ob Microsoft diese Version für ARM-Macs anbieten wird, wird die Zukunft zeigen.

Kommentare

Ich hätte es versucht, bekomme aber nur eine 60 Tage Lizenz ausgewiesen. Eine Seriennummer habe ich nicht bekommen.

Kann es also nicht einmal installieren.

Bei der Kontoerstellung werden massig Daten abgefragt. Typisch US Firmen.

Ich habe wieder alles deaktiviert und lege das Thema AdActa.

... und sie leben doch!