Parallels deutet Unterstützung für ARM-Windows auf Macs mit Apple-Prozessoren an

12. Nov. 2020 14:00 Uhr - Redaktion

Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC20 zeigte Apple die Virtualisierungssoftware Parallels Desktop in einer nativen Prototyp-Version für ARM-basierte Macs. Nun teilte Parallels weitere Einzelheiten zur Zukunft der Software mit und machte eine interessante Anmerkung zur ARM-Version von Windows.

"Seit der WWDC hat unsere neue Version von Parallels Desktop, die auf Mac mit Apple M1-Chip läuft, enorme Fortschritte gemacht. Wir haben Parallels Desktop auf Universal Binary umgestellt und den Virtualisierungscode optimiert; und die Version [...] sieht sehr vielversprechend aus", ließ das Unternehmen verlauten.

Mit Parallels Desktop werden sich ARM-basierte Betriebssysteme auf Macs mit Apple-Prozessoren virtualisieren lassen. Apple demonstrierte dies auf der WWDC20 bereits mit Linux-Gastsystemen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich die Frage, wie es mit Windows aussieht.

 

 

Microsoft bietet das hauseigene Betriebssystem bereits seit längerer Zeit in einer nativen Version für ARM-Prozessoren an - inklusive der Möglichkeit, 32-Bit-Intel-Software zu emulieren. Parallels lässt in diesem Zusammenhang mit folgender Aussage aufhorchen:

"Parallels ist auch begeistert über die Nachricht von Microsoft über die Unterstützung von x64-Anwendungen in Windows auf ARM". Tatsächlich kündigte Microsoft im September an, dass die ARM-Version von Windows künftig auch 64-Bit-Intel-Software emulieren kann.

Dies führt zur Frage: Wird es künftig möglich sein, die ARM-Version von Windows auf Macs mit Apple-Prozessoren via Parallels Desktop zu virtualisieren? Inklusive der Möglichkeit, 32-Bit- und 64-Bit-Intel-Windows-Software zu emulieren?

Eine abschließende Antwort gibt es darauf nicht. Noch nicht - technisch spricht jedenfalls nichts dagegen. Emulation im Rahmen einer Virtualisierung bedeutet zwar erhebliche Einbußen bei der Performance, aber für bestimmte Windows-Spezialsoftware, die es auf dem Mac nicht gibt, würde dies im Hinblick auf die enorme Leistung des M1-Chips (und seiner Nachfolger) vermutlich mehr als genügen. Und zweitens intensiviert Microsoft gerade seine Bemühungen, das eigene Ecosystem verstärkt auf ARM auszurichten, d. h. Microsoft forciert die Portierung von bestehender Windows-Software auf die ARM-Architektur. Es bleibt also spannend.