Sicher surfen mit dem Mac

21. Dez. 2020 08:00 Uhr - Redaktion

Der Schutz der eigenen Privatsphäre sollte von jedem Internetnutzer ernst genommen werden. Schließlich geht es dabei nicht darum, sich vor Geheimdiensten zu verstecken, sondern sich möglichst unsichtbar für Konzerne, Hacker und andere Datensammler zu machen. Ohne einen entsprechenden Schutz der Internetverbindung lassen sich problemlos Nutzerprofile erstellen sowie die Interessen und Surfgewohnheiten von Internetnutzern erkennen. VPNs, virtuelle private Netzwerke, bieten einen guten Schutz der eigenen Daten. Entsprechende Angebote sind nicht nur Windows-Nutzern vorbehalten, auch Mac-User können von den Vorteilen eines virtuellen privaten Netzwerks profitieren.

Die unterschätzte Gefahr

Noch immer gehen die allermeisten Internetnutzer zu sorglos mit ihrem Surfverhalten um. Viele schalten bei gewissen Aktivitäten zwar den privaten Modus des Browsers ein, dies bringt allerdings nur einen bedingten Schutz. Das grundlegende Problem ist, dass eine Internetverbindung zwischen einem Server und dem eigenen Browser relativ gleichberechtigt in Bezug auf den Datenaustausch. So wie der Internetnutzer Daten vom Server erhalten kann, erhält der Server wiederum auch Daten vom Nutzer. Bei klassischen Medien wie etwa Radio oder Fernsehen ist dies nicht der Fall gewesen. Insbesondere drei Arten von Daten spielen dabei eine große Rolle:

Die IP-Adresse. Bei jeder Verbindung im Internet, sei es ein Seitenaufruf oder ein Dateidownload, wird die IP-Adresse an den entsprechenden Server gesendet. Nur so kann dieser wissen, wohin er die entsprechenden Daten senden soll. Die IP-Adresse kann recht genau dazu verwendet werden, von welchem Ort aus die entsprechende Internetverbindung hergestellt wurde. Bei statischen IP-Adressen lässt sich der jeweilige Standpunkt sehr genau zurückverfolgen.

 
macOS Big Sur
 
macOS Big Sur: Sicherheit beim Surfen mit VPN-Dienst erhöhen.
Bild: Apple.

 

Verbindungsdaten. Sobald eine Internetverbindung hergestellt wird, werden die Verbindungsdaten vom Anbieter gespeichert. Dazu zählen neben der IP-Adresse auch der Beginn und das Ende der Verbindung mit exakter Uhrzeit und gegebenenfalls auch die Menge der übertragenen Daten.

Bestandsdaten. Um überhaupt im Internet Surfen zu können, ist man auf einen Provider angewiesen. Dort werden Bestandsdaten des jeweiligen Kunden registriert und natürlich auch gespeichert. Der Internetanbieter kennt also genau den Namen, die Anschrift, die Rechnungsadresse und unter Umständen weitere Informationen, etwa die Telefonnummer.

Durch die Kombination von IP-Adresse, Verbindungs- und Bestandsdaten kann ein ziemlich genauer Rückschluss auf die Identität eines Internetnutzers gezogen werden. Dies mag viele nicht weiter stören, da sie keine Bedrohung durch Ermittlungsbehörden oder Geheimdienste fürchten. Doch nicht nur diese Institutionen, auch andere wie etwa private Dritte oder Konzerne können diese Daten analysieren und zu Nutzerprofilen zusammenführen. Diese Profile werden dann zu Werbe- oder anderen Zwecken genutzt.

Wie kann man sich schützen?

Wie bereits erwähnt stellt ein VPN eine gute Möglichkeit dar, die eigenen Spuren im Netz zu verwischen bzw. weitgehend anonym zu surfen. Ein solcher Dienst wie etwa Virtual Private Network für Mac, verschlüsselt die eigene IP-Adresse und macht sie für Dritte praktisch unsichtbar. Nicht die eigene, sondern die IP-Adresse des VPN ist für den Server ersichtlich. Somit erlangt man wieder ein Stückchen mehr Privatsphäre im Netz und kann darüber hinaus auch von weiteren Vorteilen profitieren. Beispielsweise werden mehr und mehr Inhalte im Netz mit Ländersperren belegt. Diese sollen etwa verhindern, dass auf Kontinenten oder in Regionen in denen bestimmte Lizenzen nicht vorliegen, auf entsprechende Filme oder Inhalte nicht zugegriffen werden kann. Da der VPN die IP-Adresse und somit den Standort verschlüsselt, kann die Ländersperre nicht mehr greifen.