OWC: Thunderbolt-3-Leergehäuse zum Einbau einer M.2-SSD wieder erhältlich

04. Febr. 2021 16:30 Uhr - Redaktion

Im Herbst gab der US-Zubehörhersteller OWC die Verfügbarkeit von Envoy Express bekannt. Es handelt sich dabei um ein Leergehäuse, das einen Steckplatz zum Einbau eines SSD-Laufwerks mit M.2-Schnittstelle zur Verfügung stellt und via Thunderbolt 3 an den Mac angeschlossen wird. Nach zwischenzeitlichen Lieferproblemen ist Envoy Express (Amazon-Partnerlink; Preis: 90,80 Euro) nun wieder in Deutschland erhältlich.

Ein 25 Zentimeter langes Thunderbolt-3-Anschlusskabel, das auch die Stromversorgung übernimmt, gehört zum Lieferumfang. Auch eine Halterung zur Befestigung des Gehäuses an der Rückseite eines Mobilmacs oder iMacs wird mitgeliefert. Das Gehäuse unterstützt laut OWC jede M.2-NVMe-SSD mit den Abmessungen 22 mal 80 Millimeter in beliebigen Speicherkapazitäten.

 
Envoy Express
 
Envoy Express nimmt eine M.2-SSD auf und wird via Thunderbolt 3 verbunden.
Bild: OWC.

 

Die SSDs sind bootfähig, die maximale Datenübertragungsrate gibt der Hersteller mit 1553 MB pro Sekunde an. OWC gibt auf das Produkt zwei Jahre Garantie. Als M.2-SSD empfiehlt sich beispielsweise die Samsung 970 Evo (Amazon-Partnerlink), die mit 1000 GB Kapazität für 127,99 Euro zu haben ist.

Zum Vergleich: M.2-Gehäuse mit USB-C-Schnittstelle (Kostenpunkt: 30 bis 40 Euro) kommen über 1000 MB/Sekunde nicht hinaus. Außerdem unterstützen Thunderbolt-3-basierte Bootlaufwerke den TRIM-Befehl, bei USB ist dies nicht der Fall. Tipp: TRIM-Befehl für SSD-Laufwerke von Drittherstellern aktivieren.

Ebenfalls von OWC und hierzulande via Amazon (Partnerlink) erhältlich ist Express 4M2 - ein Thunderbolt-3-Gehäuse, das vier M.2-SSDs aufnimmt und knapp 280 Euro kostet. Außerdem ist eine DisplayPort-Schnittstelle zum Betrieb eines Monitors vorhanden. Ein zweiter Thunderbolt-3-Port ermöglicht die Reihenschaltung mehrerer Thunderbolt-Geräte.

Kommentare

Apple bietet einen Adapter zwischen Thunderbolt 2 und Thunderbolt 3 an. Unverständlicherweise ohne durchgeschleifte Stromversorgung. So sind nur die großen Gehäuse (die alle ein paar 100 € kosten) zum Anschluss an eine Thunderbolt 2 – Schnittstelle mit 20 GB/s nutzbar. Leider gibt es keinen einzigen Hersteller, der ein solches kleines Thunderbolt – Gehäuse bietet, das man extern mit Strom versorgen könnte.  OWC tut es auch wieder nicht. Es gibt noch ein anderes kleines Gehäuse, aber das hat nur Thunderbolt 1. Und selbst die teuren JetDrives von Transcent bieten nur 10 GB/s. Ich habe aber noch keine Lust, meinen ansonsten konkurrenzfähigen Mac Pro – Eimer von 2013 aufs Altenteil zu schieben. Und USB drei ist mir mittlerweile zu langsam.