Gerücht: iPhone-Kamera ab 2023 mit Periskop-Linse für stärkeren Zoom

09. März 2021 16:30 Uhr - Redaktion

Bei der Weiterentwicklung des iPhones legt Apple traditionell großen Wert auf die Verbesserung der Kamera. Sie gehört zu den am häufigsten genutzten Funktionen des Smartphones und machte in den letzten Jahren gewaltige Entwicklungssprünge. Konnte das erste iPhone lediglich Zwei-Megapixel-Bilder in – für heutige Verhältnisse – sehr schlechter Qualität aufnehmen, verfügt das iPhone 12 Pro über ein leistungsstarkes, aus drei Objektiven bestehendes Kamerasystem, mit dem hochwertige Aufnahmen auch bei Nacht möglich sind.

Ein limitierender Faktor bei der Weiterentwicklung ist die kompakte Bauform von Smartphones, beispielsweise wenn es um den optischen Zoom angeht. An diesem Punkt möchte Apple Gerüchten zufolge mittelfristig mit einer neuartigen Technik ansetzen, um höhere Zoomstufen zu ermöglichen.

 
iPhone 12 Pro Max
 
iPhones: Ab 2023 mit Periskop-Kamera für weiteren optischen Zoom?
Bild: Apple.

 

Nach Informationen des gut vernetzten Analysten Ming-Chi Kuo soll es sich dabei um eine Periskop-Linse handeln, die das einfallende Licht durch einen abgewinkelten Spiegel bzw. ein Prisma durch einen Kanal an der Gehäuserückseite leitet. Dadurch ist mehr Platz für die Abstände zwischen den Linsen möglich, was einen weiteren Zoom ermöglicht.

Aktuelle iPhones bieten einen optischen Zoom bis zum Faktor 2,5. Ein Periskop-Aufbau könnte den Weg für einen optischen fünffachen Zoom - oder sogar darüber hinaus - ebnen. Smartphone-Spitzenmodelle anderer Hersteller, darunter Huawei und Samsung, nutzen diese Technik bereits. Einige Analysten halten es für möglich, dass die Periskop-Kameras bereits ab nächstem Jahr in iPhones zum Einsatz kommen.

Wann auch immer es soweit sein wird: Es ist äußerst beeindruckend, welchen Weg die Entwicklung von Smartphone-Kameras beginnend mit dem ersten iPhone im Jahr 2007 genommen hat. Das Segment der Schnappschuss-Kameras ist durch Smartphones fast vollständig verschwunden. An High-End-Kameras - Arbeitsgeräte für Profis und Hobby-Fotografen - werden Smartphones freilich nie heranreichen.

Kommentare

Kameras mit Periskop-Technik gibt es schon mindestens seit Modellen wie der Minolta Dimage XT von 2003. Ich bin gspannt, was Apple draus macht. Große bzw. lichtstarke Linsen dürften damit bei gleichbleibender Gehäusedicke eher nicht möglich sein.

Momentan erreichen Smartphones (noch) nicht die Bildqualität von Systemkameras, letztere stagnieren allerdings auf hohem Niveau, während die Smarties in großen Sprüngen besser werden. Was die jpg-Bildergebnisse out of Cam angeht, sind Smartphones heute in vielen Fällen dank satter Prozessorleistung, innovativer Software und KI oft schon besser als höherwertige Kameras. Diese Technologien würde ich persönlich gerne auch in klassischen Kameras sehen. Man stelle sich eine Kamera mit der Ergonomie und Bildqualität einer Nikon Z6, Sony A3 oder Olympus E-M1.3 mit den IT-Features eines iPhone 12 Pro vor - das wäre ein Killerprodukt!