2022er iPhones: Analyst sagt 48-Megapixel-Kamera voraus

15. Apr. 2021 19:30 Uhr - Redaktion

Seit vielen Jahren ist die Auflösung der iPhone-Kameras auf zwölf Megapixel begrenzt. Für 2022 deutet sich diesbezüglich ein Upgrade an: Nach Informationen des Apple-Insiders Ming-Chi Kuo erwägt Apple den Einsatz eines 48-Megapixel-Kamerasystems im Topmodell. Zwar sagt die reine Pixelanzahl nichts über die potentielle Bildqualität aus, eine Erhöhung der Auflösung hätte dennoch einige Vorteile.

Apple könnte damit beispielsweise die 8K-Videoaufzeichnung ermöglichen oder eine von Android-Smartphones bekannte Technik implementieren, die noch detailreichere Fotos aufnimmt. "Apple kann sich für die Verwendung eines intelligenten Skalierungsalgorithmus entscheiden, der aus den 48-Megapixel-Rohdaten ein 12-Megapixel-Ausgangsbild mit mehr Details und weniger Rauschen erzeugt. Dies wird als 'Vier-Zellen-Merge-Ausgabemodus' bezeichnet und heute von einigen High-End-Android-Smartphones verwendet", schreibt 9to5Mac unter Berufung auf den Kuo-Bericht an Investoren.

 
iPhone 12 Pro Max
 
iPhones: Ab 2023 mit 48-Megapixel-Auflösung und Periskop-Linse für weiteren optischen Zoom?
Bild: Apple.

 

Im Jahr 2023 könnte erstmals eine Periskop-Linse im iPhone zum Einsatz kommen, die einen erweiterten optischen Zoom ermöglicht. Außerdem arbeitet Apple laut Kuo daran, die verschiedenen Kamera-Sensoren dahingehend zu verbessern, dass sie auch bei mittelmäßigen oder schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Fotos aufnehmen. Die für September erwartete iPhone-13-Modellreihe soll hingegen nur kleinere Kamera-Verbesserungen bieten, darunter ein Ultraweitwinkel-Sensor mit ƒ/1.8 statt ƒ/2.4.

Zum Thema: Gerücht: iPhone-Kamera ab 2023 mit Periskop-Linse für stärkeren Zoom.

Kommentare

Ich dachte immer ein grosser Sensor ist besser als viele Pixel. Apple hat doch immer gegen einen Sensor mit vielen Pixeln argumentiert und jetzt auf einmal bauen sie so einen Sensor ein. Da gab es doch von Nokia schon for fast 10 Jahren ein Telefon mit einer Kamera mit extrem hoher Auflösung. Kann mich gut daran erinnern da aufgeflogen ist dass Nokia in ihrem  Video anstatt dem Telefon eine DSLR verwendet hat. Was für ein fest. https://www.bbc.com/news/technology-19499879

Cupertino geht beim iPhone sehr mit Bedacht vor. Vor allem bei den Kameras. Die werden sich schon etwas denken, wenn es um eine Megapixel-Erhöhung geht. Ich glaube, da geht es weniger um 8k-Video (das ist eher was für Freaks) als um die weitere Optimierung im Detail von Photos. Neulich haben wir neu aufgenommene Bilder unserer alten Schnappschuss-Kamera mit einem iPhone 12 Pro eines Nachbarn verglichen. Identische Motive unter identischen Bedingungen. Wahnsinn wie gut das iPhone inzwischen ist. Allerdings würde ich mir nie ein Smartphone kaufen, das über 1000 Brüsseler Peseten kostet. Irgendwo hörts dann auch auf.

Den Sinn, den ich in der Erhöhung der Pixelgrößen bei Displays und Kameras sehen kann, ist der langfristige Sprung zur 3D Bildern - bei Displays auch OHNE irgendwelche Brillen oder ähnlichem - sowie für augmented Reality. Eventuell kann dann auch irgendwann die an und für sich gute Idee des Lichtfelds wieder aufgegriffen werden, die ja bisher an Pixelmangel gestorben ist. Es bleibt spannend.

Die Bilder eines höher auflösenden Sensors rauschen bei gleicher Betrachtungsgröße nicht stärker als die eines niedriger auflösenden. Obwohl ich selber kein Fan der Ultramegapixelei bin, sehe ich doch einige Vorteile bei mehr MP: Apple könnte die Ausgabeauflösung zum Beispiel variabel gestalten: bei sehr gutem Licht hohe Auflösung, bei weniger Licht werden Pixelgruppen gebündelt, um das Rauschen zu reduzieren.

Mit Smart-HDR zeigt Apple ja, dass für ein Bild mehrere (bis zu 8 meine ich) Einzelfotos aufgenommen, analysiert und kombiniert werden. Was ähnliches machen Sterne-Fotografen: Hier werden oft 5 bis 100 Fotos hintereinander aufgenommen, ausgerichtet und gestackt, um unter Zuhilfenahme eines Mittelwertes das zufällig verteilte Rauschen komplett zu eliminieren. Mit solchen Methoden (und sicher noch weiteren, die den Herstellern einfallen) könnte man unerwünschtes Bildrauschen auch bei höheren Auflösungen in den Griff bekommen.

Sensoren größer zu bauen ist natürlich auch ein Weg. Dafür müsste man aber auch die Optiken größer bauen, was bei bleistiftdünnen Smartphones eben nur begrenzt möglich ist.