iPhone als Webcam für den Mac nutzen: Camo erhält deutsche Benutzeroberfläche

16. Apr. 2021 15:00 Uhr - Redaktion

Im vergangenen Sommer hat der Londoner Softwarehersteller Reincubate den Startschuss für Camo gegeben. Mit der Software kann die iPhone-Kamera für Videogespräche und -konferenzen am Mac verwendet werden. Camo läuft ab macOS High Sierra und ist mit iPhones ab iOS 12 kompatibel.

Der Vorteil der iPhone-Kameras liegt auf der Hand: Sie bieten eine deutlich höhere Auflösung und Qualität als die in MacBook Air, MacBook Pro, iMac und iMac Pro integrierten Kameras, die in vielen Modellen auf 720p-Auflösung beschränkt sind. Dieser Kritikpunkt ist regelmäßig von Anwendern zu vernehmen und geriet in Home-Office-Zeiten verstärkt in den Fokus.

Camo lässt sich nicht nur mit iPhones, sondern auch mit den Kameras von iPads und iPod touch verwenden. Voraussetzung ist die Installation der kostenlosen Begleit-App. Die Datenübertragung des Kamerasignals an den Mac erfolgt via Lightning- bzw. USB-C-Kabel. Es lässt sich sowohl die Vorder- als auch die Rückseitenkamera eines iOS/iPadOS-Geräts verwenden.

 
Camo
 
iPhone als Webcam für den Mac nutzen: Camo startet bald.
Bild: Reincubate.

 

Camo unterstützt unter anderem Skype, Microsoft Teams, Zoom, Meet, Twitch Studio, Slack und WebEx, ebenso verschiedene Browser-basierte Chat-Apps. Die Unterstützung für Apples FaceTime-App, WLAN-Übertragung, Green-Screen und Übersetzungen in verschiedenen Sprachen (darunter Deutsch) sind für künftige Updates geplant. Das Programm bietet diverse Einstellungen, unter anderem für Auflösung, Framerate, Zoom, Beleuchtung und Fokus.

Bereits seit einigen Wochen bietet Camo volle Unterstützung für ARM-basierte Macs: Es gibt einen Universal-Binary-Build mit nativem Code für Apple- und Intel-Prozessoren. Jetzt ist Camo in der Version 1.3 erschienen, die Übersetzungen in mehreren Sprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch...) ergänzt und etliche Optimierungen und Problembehebungen bietet.

Die Basisversion von Camo ist kostenfrei, Camo Pro mit Zusatzfunktionen, höherer Auflösung und Entfernung des Wasserzeichens kostet rund 80 Euro (Einmalkauf) bzw. jährlich 40 Euro (Abo). Häufig gestellte Fragen beantwortet der Hersteller auf dieser Web-Seite.