Freie Videobearbeitungssoftware Shotcut erhält native Unterstützung für Macs mit Apple-Prozessoren

03. Mai 2021 11:30 Uhr - Redaktion

Die freie Videobearbeitungssoftware Shotcut ist am Wochenende in der Version 21.05 erschienen. Wichtigste Neuerung: Es gibt nun einen nativen Build für Macs mit Apple-Prozessoren. Darüber hinaus haben die Entwickler einen Time-Remap-Filter implementiert, Optimierungen für Benutzeroberfläche, Export, Leistung, Stabilität und Format-Unterstützung vorgenommen und viele Probleme behoben.

Zuvor lief Shotcut auf M1-Macs nur via Rosetta 2. Der native ARM-Build verbessert auf Macs mit Apple-Prozessoren die Leistung erheblich. Es fehlt allerdings noch die Unterstützung für die Audio-Routing-Software JACK Audio. Das ab macOS Sierra lauffähige Shotcut 21.05 steht unter einer Open-Source-Lizenz, wird von einer breiten Community an Entwicklern, Testern und Usern getragen und bietet dank Bibliotheken wie FFmpeg und x264/x265 Unterstützung für eine Vielzahl an Audio- und Videoformaten.

 
Shotcut
 
Videobearbeitung Shotcut jetzt mit nativer Unterstützung für ARM-Macs.
Bild: Shotcut-Projekt.

 

Zum Funktionsumfang von Shotcut gehören unter anderem Schnittfunktionen, eine Zeitleiste, zahlreiche Audio- und Video-Filter (wie zum Beispiel Farbkorrektur, Fading, Weißabgleich, Sepia, Scharfzeichnen, Vignettierung, Normalisieren, Balance), ein Pegelmesser, Unterstützung für Audio- und Videoaufnahme, verschiedene Encodingoptionen, Chroma-Keying, EDL-Export, Unterstützung für hohe Auflösungen (bis zu 8k), Drei-Punkt-Bearbeitung, Erzeugung von Keyframe-Animationen und ein Deinterlacer.

Die Software benötigt aufgrund ihrer Komplexität und der Mac-untypischen Benutzeroberfläche allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit - dabei helfen verschiedene Tutorials, die auf dieser Web-Seite zu finden sind.