Nach Dividendenerhöhung: Apple schüttet 3,7 Milliarden US-Dollar an Aktionäre aus

14. Mai 2021 14:00 Uhr - Redaktion

Apple hat in dieser Woche die vierteljährliche Dividendenzahlung vorgenommen. Vorausgegangen war eine Erhöhung der Dividende um sieben Prozent von 0,205 auf 0,22 US-Dollar je Aktie nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen. Die aufgestockte Dividende kam nun erstmals zum Einsatz.

Basierend auf rund 16,7 Milliarden im Umlauf befindlicher Apple-Aktien ergibt sich ein Ausschüttungsvolumen von knapp 3,7 Milliarden US-Dollar. Die Dividende wurde am 13. Mai an jene Aktionäre ausbezahlt, die am Ende des Geschäftstages des 10. Mai Stammaktien besaßen. Apples Dividendenausschüttungen finden immer in den Monaten Februar, Mai, August und November statt.

 

Apple Fifth Avenue
 
Apple schüttet 3,7 Milliarden US-Dollar als Dividende aus.
Bild: Apple.

 

Im vergangenen Quartal glänzte Apple mit herausragenden Zahlen: Der Gewinn wurde mehr als verdoppelt, die Einnahmen stiegen um 54 Prozent und der mit Macs erzielte Umsatz erreichte dank der neuen Modelle mit M1-Chip ein Allzeithoch. Apple hat das vergangene Quartal mit Reserven in Höhe von 204 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Dem gegenüber stehen Schulden in Höhe von 122 Milliarden US-Dollar.

"Wir sind stolz auf unsere Leistung im Märzquartal, die Umsatzrekorde in jeder unserer geografischen Regionen und ein starkes zweistelliges Wachstum in jeder unserer Produktkategorien umfasst und unsere installierte Basis aktiver Geräte auf ein Allzeithoch bringt", sagt Luca Maestri, CFO von Apple. "Diese Ergebnisse verhalfen uns zu einem operativen Cashflow von 24 Milliarden US-Dollar und außerdem haben wir fast 23 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückgezahlt. Wir blicken zuversichtlich in unsere Zukunft und werden weiterhin bedeutende Investitionen tätigen, um unsere langfristigen Pläne zu unterstützen und das Leben unserer Kunden zu bereichern."

Kommentare

Naja, am Kurs kann Apple nicht viel tun. Der spiegelt lediglich Anlegerphantasien und -erwartungen wider - und muss im übrigen ja auch nicht versteuet werden. Und bei einer jährlichen Dividende von deutlich unter 1 Prozent fallen für uns Kleinanleger auch die Kapitalertragssteuern mit 25% nicht ins Gewicht.

Angesichts der aktuellen Verzinsung dürfte ja niemand auch nur annähernd die Steuerfreigrenze von 801 Euro p.a. überschreiten. Außer natürlich, man ist Vermieter von Immobilien oder erhält richtig satte Dividenden.

Was ist das für eine Milchmädchenrechnung?

Die Kursgewinne von (Apple) Aktien sind, wenn die Freigrenze von 801€ / anno überschritten wird, seit geraumer Zeit Steuerpflichtig. 

Und mit Gewinnen aus Dividenden (was im Grunde nichts anderes als eine jährlicher Kursabschlag ist) sind bei einem auf Dividenden ausgerichteten Portfolio schnell mal die Freigrenze überschritten und dann auch Steuerpflichtig. Wer im letzten Jahr die richtigen DAX Aktien gewählt hat, erreichte 2021 schnell mal eine Dividendenrendite von 4-8 Prozent!

... einen Kursgewinn erzielt man im Moment des Verkaufs einer Aktie, nicht allein durch den Kursanstieg. Und um den ging es ja eingangs.

Und eine Dividendenrendite von 8 % ist - wenn auch theoretisch vlt. im Einzelfall möglich - in der Praxis ziemlich utopisch, erst recht auf längere Zeiträume gerechnet. Selbst bei den Top100 deutschen Aktien mit der höchsten Dividendenrendite 2021 liegt die Rendite im Durchschnitt weit unter 4%. Und bei der überwältigenden Mehrheit der AGs bei 1,5 oder drunter. Um mit so einer Dividendenrendite über den Freibetrag zu kommen, muss man schon mehr als 50.000 Euro in Aktien angelegt haben.

Wie gesagt bezog ich mich auf Kleinanlager, nicht auf Leute, die ihr Geld im Wesentlichen mit Anlagen verdienen.