GNU Emacs unter macOS: Aquamacs erhält Unterstützung für Catalina und Big Sur

11. Juni 2021 11:00 Uhr - Redaktion

Im Bereich der Texteditoren gehört Emacs zu den absoluten Urgesteinen. Die Anfänge des Projekts reichen bis in die 1970er Jahre an der Elite-Universität MIT zurück. Noch heute gibt es viele Editoren, die auf der beständig weiterentwickelten Open-Source-Software aufsetzen und dabei die Variante GNU Emacs verwenden. Ein Vertreter hört auf den Namen Aquamacs.

Um das Projekt war es zuletzt relativ ruhig, nun aber kündigten die Entwickler die Version 3.6 an, die sich ab sofort im Betatest befindet. Aquamacs 3.6 bietet Anpassungen, Stabilitätsverbesserungen und Fehlerkorrekturen für macOS Catalina und macOS Big Sur.

"Aquamacs fragt jetzt nach benötigten Berechtigungen. Die Aquamacs-App ist nun vollständig von Apple signiert und notariell beglaubigt. Mehrere der gebündelten Emacs-Lisp-Pakete wurden auf neuere Versionen aktualisiert, insbesondere AUCTeX. Diese Version enthält auch native Unterstützung für libxml2 sowie für JPEG- und SVG-Bilder", teilten die Entwickler mit.

Auf Macs mit Apple-Chip läuft Aquamacs 3.6 per Rosetta-2-Übersetzung. Eine ARM-native Version soll in den nächsten Wochen folgen. Die Fertigstellung von Aquamacs 3.6 ist für den Sommer geplant. Für künftige Aquamacs-Versionen ist eine Aktualisierung auf Emacs 27 oder 28 angedacht.

 
Aquamacs
 
Aquamacs: Text- und Code-Editor auf Grundlage von GNU Emacs.
Bild: aquamacs.org.

 

Aquamacs erfordert mindestens OS X El Capitan. Das englischsprachige Programm bietet eine native Mac-Umsetzung von GNU Emacs auf Basis von Version 25.x. Es zeichnet sich durch eine enge Integration mit dem Mac-Betriebssystem, eine große Zahl an mitgelieferten Packages und umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten aus. Farbliche Syntax-Hervorhebung für viele Programmier- und Skriptsprachen, eine Oberfläche mit Tabs und volle Unicode-Unterstützung runden den Funktionsumfang ab.