Gerücht: M1X-Prozessor sowohl für MacBook Pro als auch für Mac mini

02. Aug. 2021 13:30 Uhr - Redaktion

Wie geht es mit der Umstellung von Intel- auf Apple-Prozessoren beim Mac weiter? Mit dieser Frage hat sich der Apple-Kenner Mark Gurman am Wochenende beschäftigt. In der aktuellen Ausgabe seines Newsletters "Power On" für die Nachrichtenagentur Bloomberg lässt er wieder einmal mit interessanten Aussagen aufhorchen. Demnach soll die leistungsstärkere Variante des M1-Chips (in der Gerüchteküche häufig als "M1X" bezeichnet) nicht nur in einer grundlegend überarbeiteten MacBook-Pro-Generation, sondern auch in einem High-End-Modell des Mac mini zum Einsatz kommen.

Apple werde im bald beginnenden Herbst zuerst die neue MacBook-Pro-Modellreihe und wenig später ein M1X-Modell des Mac mini vorstellen, schreibt Gurman. Nächstes Jahr soll es mit einem Apple-Silicon-Nachfolger für den 27-Zoll-iMac (Design ähnlich des 24-Zoll-iMac, Bildschirm etwa 30 Zoll), einem Apple-Silicon-Mac-Pro (mit bis zu 40 CPU-Kernen) und einem neuen MacBook Air (M2-Chip, MagSafe, Mini-LED-Bildschirm) weitergehen. Apple wolle die Umstellung auf hauseigene Prozessoren wie geplant bis Ende 2022 abzuschließen. Davon unabhängig sei eine letztmalige Auffrischung des aktuellen Mac Pro mit schnelleren Intel-Prozessoren und AMD-Grafikkarten in Arbeit, so Gurman weiter.

 
Mac mini mit M1

 

Mac mini mit M1X: High-End-Modell mit mehr CPU- und GPU-Kernen, größerem RAM und mehr Ports erwartet.
Bild: Apple.

 

Das runderneuerte MacBook Pro hätte laut Gurman längst auf dem Markt sein sollen, jedoch hätten Produktionsprobleme bei den neuen Monitoren mit Mini-LED-Beleuchtung einen Strich durch die Rechnung der Kalifornier gemacht. Diese Schwierigkeiten seien jedoch inzwischen überwunden und die Serienfertigung soll im Laufe dieses Quartals anlaufen bzw. wurde bereits gestartet. Die gemunkelten technischen Daten:

Ein komplett neues Design mit 14-Zoll- und 16-Zoll-Bildschirmen, ein leistungsstärkerer Apple-Prozessor mit zehn CPU-Kernen (davon acht Hochleistungskerne statt vier wie beim M1) und 16/32 GPU-Kernen, Mini-LED-Beleuchtung für höheren Kontrast und Helligkeit, ein qualitativ verbesserte Kamera und die Rückkehr von MagSafe, HDMI und SD-Slot. Der Apple-Chip soll Unterstützung für bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und vier Thunderbolt-Schnittstellen bieten. Geplant sind demnach zwei Varianten mit 16 und 32 GPU-Kernen. Die Touch-Bar-Leiste entfällt, der Touch-ID-Sensor bleibt.

Dieser leistungsstärkere Chip ("M1X") soll auch in einem High-End-Modell des Mac mini zum Einsatz kommen und das letzte verbliebene Intel-Modell ablösen. Ob der M1X vielleicht auch als Option für den 24-Zoll-iMac eingeführt wird, dazu äußerte sich Gurman nicht.

Die erste Apple-Produktpräsentation des Herbstes findet voraussichtlich Anfang oder Mitte September statt - also in etwa fünf bis sechs Wochen. Neben dem neuen MacBook Pro und einem High-End-Mac-mini werden auch die iPhone-13-Produktreihe, die Apple Watch Series 7, ein neues iPad mini und ein aufgefrischtes Einsteiger-iPad erwartet. Es ist gut möglich, dass der Hersteller die Ankündigungen auf zwei Veranstaltungen - je eine im September und im Oktober - aufteilt.

Kommentare

Das klingt von der Abfolge und Planung her vernünftig und plausibel. Hoffen wir, dass es so kommt und es keine weiteren Verzögerungen gibt. Vielleicht bin ich etwas zu ungeduldig, aber ich kann die Specs und Benchmarks des M1X (oder wie er auch immer heißen mag) kaum erwarten. 😍

Aktuell habe ich einen Mac mini 2018 Core i5 mit einer eGPU.

An einem stärkeren M1 mit schnellerer GPU wäre ich sehr interessiert. Ich bin sehr gespannt auf die Leistung der GPU vom M1-X und ob sie meine bisher genutzte Radeon RX 570 deutlich übertrifft. Der "normale" M1 ist jedenfalls langsamer als die RX 570.

Falls ja, wäre das für mich ein klares Upgrade und ein gutes Arbeitsgerät für die nächsten 5-7 Jahre.

Ansonsten würde ich dann auf die zweite M-Generation warten. Bis dahin wird es hoffentlich noch Software-Updates für die INTELs geben.