Bürosoftware LibreOffice: Version 7.2 mit nativer Unterstützung für Apple-Silicon-Macs ist fertig

19. Aug. 2021 15:00 Uhr - Redaktion

Im Juli berichtete MacGadget über die nahende Einführung einer ARM-nativen Version von LibreOffice für macOS. Nun gab die Document Foundation die Verfügbarkeit von LibreOffice 7.2 bekannt. Der neue Versionszweig der kostenlosen, quelloffenen Bürosoftware bietet viele Neuerungen, darunter native Unterstützung für Macs mit Apple-Prozessor.

Die Entwickler empfehlen die ARM-native Version von LibreOffice 7.2 allerdings noch nicht für produktiv genutzte Macs, bei denen es auf hohe Stabilität und Zuverlässigkeit ankommt. Auf Apple-Silicon-Macs lässt sich die Anwendung problemlos via Rosetta 2 nutzen. Die native ARM-Unterstützung soll in den kommenden Monaten sukzessive optimiert und erweitert werden.

"LibreOffice 7.2 Community bietet eine Reihe von Verbesserungen bei der Interoperabilität mit älteren DOC-Dateien sowie DOCX-, XLSX- und PPTX-Dokumenten. Microsoft-Dateien basieren immer noch auf dem proprietären Format, das von der ISO im April 2008 abgelehnt wurde, und nicht auf dem von der ISO genehmigten Standard, so dass sie eine große Menge an versteckter und zusätzlicher Komplexität aufweisen. Dagegen verwendet LibreOffice das OpenDocument Format (ODF) als echten und offenen Standard und unterstützt nahezu reibungslos proprietäre Formate anderer Anbieter.

Darüber hinaus bietet LibreOffice 7.2 Community zahlreiche Leistungsverbesserungen beim Umgang mit großen Dateien, beim Öffnen bestimmter DOCX- und XLSX-Dateien, bei der Verwaltung der Zwischenspeicherung von Schriften und beim Öffnen von Präsentationen und Zeichnungen, die große Bilder enthalten. Es gibt auch Verbesserungen bei der Geschwindigkeit bei der Darstellung, wenn das Skia-Backend verwendet wird, das mit LibreOffice 7.1 eingeführt wurde", teilte die Document Foundation mit. Ebenfalls neu sind unter anderem:

 
LibreOffice
 
LibreOffice 7.2: Erste native Version für Macs mit Apple-Prozessor.
Bild: Document Foundation.

 

"Allgemein: Popup-Liste für die Suche nach Menübefehlen, Scrollbare-Stilauswahl in der NotebookBar, Fontwork-Panel in der Seitenleiste, Neue Listenansicht für den Vorlagen-Dialog, Eingebauter "Xray"-ähnlicher UNO-Objektinspektor; Writer: Hintergrundfüllungen können ganze Seiten abdecken, auch über die Ränder hinaus; Seitenformate können jetzt Seitenränder haben, Seriendruck zeigt eine Warnung über nicht existierende Datenquellen an , RDF-Metadaten im "Style Inspector", Benutzerdefinierte Farbschattierungen von Metadatenfeldern;

Calc: Calc kann jetzt im AutoFilter nach Farben filtern, HTML-Tabellen, die im Dialog "Externe Daten" aufgelistet werden, zeigen jetzt Beschriftungen an, "Fettes Kreuz"-Cursor in den Optionen verfügbar, Trendlinien können als "Gleitender Durchschnitt" berechnet werden; Impress & Draw: Neue Vorlagen: Candy, Freshes, Grey Elegant, Growing Liberty, Yellow Idea,Mehrere Spalten jetzt in Textfeldern verfügbar, Direkter Zugriff auf den Skalierungsfaktor über die Statusleiste."

Das ab macOS Sierra lauffähige LibreOffice 7.2 steht auf dieser Web-Seite für Intel-Macs (diese Version läuft auf Apple-Silicon-Macs via Rosetta 2) zum Download bereit. Das deutsche Sprachpaket muss wie gewohnt separat heruntergeladen und installiert werden. Der native Apple-Silicon-Build ist hier zu finden und sollte, wie eingangs erwähnt, mit Bedacht genutzt werden.

In dem Open-Source-Softwarepaket sind Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsmodul, Datenbank, Zeichenprogramm und Formeleditor enthalten. Zur Nutzung der Datenbank wird zusätzlich Java benötigt. LibreOffice ermöglicht das Öffnen und Speichern von Dokumenten in den Formaten von Microsoft Office.