MacBook Pro 2021 vor dem Release

03. Sep 2021 09:30 Uhr - Redaktion

Der Herbst ist bei Apple die Zeit der Neuerscheinungen. Wenn es nach den Aussagen des angesehenen Apple-Analysten Ming-Chi Kuo oder des prominenten Bloomberg-Angestellten Mark Gurman geht, steht der Vorstellung des neuen MacBook Pro im Oktober nichts mehr im Wege. Höchstens die momentane Chip-Knappheit könnte das Event in den November verschieben.

Das neue iPhone 13 wird im September vorgestellt und kann schon reserviert werden. In Kürze wird es auch im Fachhandel zu erwerben sein, beispielsweise zum Ratenkauf. Es lohnt sich also für die zahlreiche Apple-Gemeinde, etwas Geld zurückzulegen und demnächst zuzuschlagen. Doch was kann vom neuen MacBook Pro erwartet werden?

Veränderungen beim neuen MacBook Pro

Wie bei Apple üblich gibt sich der Hersteller aus Kalifornien geheimnisvoll, was seine Keynote-Events betrifft. Wie jedes Jahr schießen die Spekulationen in den Himmel, um dann in der Regel doch ein gutes Stück Realität vorwegzunehmen. In diesem Jahr spürt Apple die Konkurrenz von Windows-Laptops, die in letzter Zeit immer erfolgreicher daherkommen. Deshalb spricht vieles dafür, dass die diesjährigen Releases eher umfangreich ausfallen werden. Vor allem eine Vergrößerung der Bildschirme der beiden Modelle auf jetzt 14 und 16 Zoll macht neugierig. Zudem lässt die Gerüchteküche folgende Neuerungen erwarten:

Eckiges Design

Bei beiden Modellen wird auf einige bemerkenswerte Designänderungen spekuliert. Analyst Kuo glaubt an eine Renaissance des flachen, kantigen Erscheinungsbildes, das sich ohne gekrümmte Kanten an der Optik des iPhone 12 orientiert. Dabei soll offenbar die Touch-Bar aufgegeben werden, an deren Funktionalität die Wenigsten noch glauben. Zudem wird sich gefragt, ob es das vorzügliche Kühlsystem des 16-Zoll-MacBook-Pro auch ins kleinere Modell schafft.

 
MacBook Pro

 

Neues MacBook Pro: Anwender müssen noch einige Wochen Geduld haben.
Bild: Apple.

 

Prozessor und Akku

Als Apple die erste Version hauseigener Prozessoren unter dem Namen M1 herausbrachte, sorgte diese für weltweites Aufsehen. In Tests erwies sich besonders der 24-Zoll-iMac als rasend schnell. Die neuen MacBook Pro Modelle sollen mit der neuesten Generation ausgestattet werden. Diese wird laut Leaker Dylandkt als M1X und nicht als M2 in die Annalen eingehen. M1X ist dabei offenbar "nur" eine Erweiterung des M1 um einige Kerne und wird mit mehr Thunderbolt-3-Kanälen bestückt sein.

Demgegenüber entsteht mit M2 eine ganz neue Chip-Generation, die aber erst für 2022 erwartet wird. Aufgrund der Chipkrise dürften die Chips mit 16 Hochleistungskernen zum Jahresende noch nicht bereitstehen, weshalb sich die MacBook Pros aus diesem Jahr mit 12er-Kernen zufriedengeben müssen. Die neuen Prozessoren tun auch der Akkulaufzeit gut. Schon die erste Generation des M1 überzeugte mit seinem Videobetrieb von 21 Stunden und mit 16 Stunden beim Surfen. Aufgrund des größeren Gehäuses wird angenommen, dass bei der Laufzeit noch ein Happen draufgeschlagen werden kann.

Kontrastreiches Display

Eine Theorie besagt, dass das Display beim neuen 14er Modell auch dadurch vergrößert wird, dass die Ränder des MacBook Pro 13" verkleinert werden würden. Zudem soll ein Mini-LED wie beim 12,9 Zoll iPad Pro hinzugefügt werden. Dabei werden Tausende von LEDs in den Bildschirm gepackt, womit ein hervorragender Kontrast gewährleistet ist. Zudem könnte die neue Technologie zu einer erheblichen Preissenkung bei der Hintergrundbeleuchtung führen. Zwar wurde vom Hersteller im Frühjahr 2021 angedeutet, dass es aufgrund der Pandemie zu Produktionsverzögerungen gekommen sei. Laut Zulieferer TSMT (Taiwan Surface Mounting Technology) sind diese Bremsklötze inzwischen gelöst. Auch ein Bericht der DigiTimes aus dem Mai 2021 deutet darauf hin, dass die Mini-LEDs die neue MacBook Pro Generation bestücken. 

Mehr Anschlussvielfalt

Seit 2016 hält Apple konsequent an USB-C fest, wobei alle anderen Anschlussoptionen verschwanden. Inzwischen scheint sich der Hersteller etwas von der USB-C-Abhängigkeit entfernen zu wollen. So glaubt Kuo an eine Wiederauferstehung des HDMI-Anschlusses. Gurman hingegen spricht von einem Comeback des SD-Kartensteckplatzes. Letzterer dürfte vor allem Fotografen und Videofilmer erfreuen. Bisher ist zur Übertragung auf ein MacBook der Einsatz eines Adapters oder der Cloud notwendig. Zudem soll es zur Reinkarnation des 2015 ausrangierten MagSafes kommen, der mit einem pillenförmigen Anschluss arbeitet.