Insider: Apple testet Klapp-iPhones, aber noch keine Entscheidung gefallen

07. Jan. 2022 15:30 Uhr - Redaktion

Immer mehr Hersteller haben klappbare Smartphones im Angebot oder stehen kurz vor deren Markteinführung - flexible, faltbare Displays machen es möglich. Doch wie sieht es in Cupertino damit aus? Laut einem Insider testet Apple angeblich mehrere Modelle von Klapp-iPhones, allerdings gebe es momentan aus Sicht des Unternehmens noch zu viele (schlechte) Kompromisse, die man für ein solches Produkt eingehen müsse, heißt es. Hinter der Markteinführung soll demnach ein großes Fragezeichen stehen.

"Für diejenigen, die sich für ein Klapp-iPhone interessieren: Apple arbeitet und testet definitiv mehrere Prototypen mit faltbaren Displays. Allerdings gibt es bei der Technologie der faltbaren Displays noch zu viele Kompromisse. Es gibt auch Bedenken, ob klappbare Smartphones weiterhin einen Platz auf dem Markt haben werden oder ob sie wieder verschwinden. Daher ist Apple bestrebt, den Markt sorgfältig zu beobachten und die Fehler seiner Konkurrenten zu vermeiden", schreibt der Leaker @dylandkt, der seine Treffsicherheit bei Apple-Prognosen im letzten Jahr mehrfach unter Beweis stellte.

 
Galaxy Z Flip3 5G
 
Galaxy Z Flip3 5G: Kompaktes Design, normale Größe durch Aufklappen.
Bild: Samsung.

 

Apple wolle es außerdem vermeiden, dass ein Klapp-iPhone einen Rückschritt zu den aktuellen Modelle darstelle, so der Insider weiter. Die Produkte anderer Hersteller in diesem noch jungen Segment seien eher als Beta einzustufen - im Hinblick auf die Langlebigkeit von Scharnieren und Falt-Displays. Apple wolle den Markt und weitere Entwicklung hingegen langfristig beobachten. Kurzfristige Ankündigungen sind demnach nicht zu erwarten.

Ein Beispiel für ein Klapp-Smartphone ist das Galaxy Z Flip3 5G von Samsung (Preis: 1049 Euro). Es entfaltet sich durch Aufklappen auf normale Smartphone-Größe und bietet außerdem ein kleines Status-Display auf der Außenseite. Das Samsung Galaxy Z Fold3 5G hat hingegen normale Smartphone-Abmessungen und wird durch das Aufklappen zu einem kleinen Tablet (Preis: 1799 Euro).

Kommentare

Ich denke, das Klapp-Phones eine kurzfristige Modeerscheinung sind (hatten wir ja schon einmal).  Apple sollte das weiterhin einfach ignorieren.

Wenn die Technik in einigen Jahren richtig ausgereift ist (Apple-like), warum denn nicht?

Ein iPhone, das sich zum iPad aufklappen lässt - fände ich super! Ebenso ein kleines iPhone, das wieder in die Hosentasche passt. Nur Mut, Apple!

"zuverlässig" funktionieren sollte, wird sie wohl trotz spürbarer Kompromisse unverschämt teuer werden. Das muss man dann auch erst mal verkaufen können. Dann lieber integrierte Projektoren, Einblendung in AR Brillen etc. für größere Darstellungen der Inhalte. Auch eine Armbanduhr, die Inhalte auf den Arm projiziert wäre eine Möglichkeit. Nur keine anfällige Mechanik, wie beim Klappdisplay. Nicht zuletzt deswegen verschwinden bei den Apple Produkten ja nach und nach alle mechanischen Elemente wie Anschlussbuchsen, Schalter/Taster und in naher Zukunft wohl auch die mechanische Krone bei der Watch. Höhere Zuverlässigkeit wird verlangt - da ist jede Mechanik im Weg.

Aber da könnte Apple dann nur noch 1 Gerät statt 2 verkaufen, insofern ist das wohl nicht zu erwarten. Interessant finde ich das Thema trotzdem. Vielleicht macht Apple etwas daraus. Displays zum Aufrollen gibts auch schon.

Die Komplexität eines Faltdisplays ist schon ganz erheblich, insbesondere, wenn das eine Weile halten soll - auch wenn viele Anwender da keine besondere Vorsicht walten lassen. Auch Samsung hat selbst mit der letzten Generation immer noch Probleme. Wäre mal interessant zu sehen, wie groß die Ausfallrate innerhalb eines Jahres dort so ist ....

Wenn ich mir vorstelle, dass da irgendwelche kleinen Partikel in das Gelenk kommen und ganz langsam die Kontaktierung des Foliendisplay abschleifen oder bei zu schnellem Schliessen des Geräts das Foliendisplay nicht ganz exakt in die vorgesehen Position verschwindet. Das ist schon wirklich heikel!

Wenn das Telefon mit Klappmechanik soviel kostet wie ein iPhone plus ein großes Tablet - und man ein Telefon plus quasi ein iPad Mini (mit Einschränkungen) dafür erhält. Bei Apple wäre das wahrscheinlich noch ein wenig teurer. Wieviele Kunden kaufen so etwas?

Mal wieder jemand Lust auf Flexgate am iPhone? Super 👌 - damit man mich nicht missverstehen kann: Ich will lieber weiterhin ein iPhone wie das 12 mini oder 13 mini. Das passt in die Hose oder Sakko-Tasche und kann alles, was man echt mobil so braucht. Wem das nicht reicht, kann doch ein iPad Mini nehmen? Lieber mal ein ordentlich montiertes iPad im Auto, als gutes Navi und Musikspieler.

Am Klapphandy wird Apple forschen und entwickeln und wenn eine Marktanalyse ja sagt, dann erscheint das Klapphandy. Ansonsten wird es eingestampft. Möchte nicht wissen wieviele Entwicklungen halbfertig gestoppt wurden und als Prototyp irgendwo im Museum oder bei Apple im Keller liegen.

Was meiner Meinung nach kommen wird ist eine Brille. Dann braucht auf der Strasse keiner mehr aufs Handy starren. Und da baut Apple auch dran und das Ding wird rocken

Früher reichte ein C64 um zum Mond zu fliegen. Heut reicht OS 10.4 nicht mehr um neueste Werbefilmchen auf Yahoo abzuspielen...

Ja, genau! Ignorieren war schon immer eine intelligente Strategie. 🐑

Natürlich nicht! Apple tut gut daran, das zu beobachten und ggfs eigene Lösungen zu entwickeln. Man weiß nie, wie sich ein Markt entwickelt oder was für Ideen oder Anwendungen daraus entstehen.

Klingt mir alles grade irgendwie nach einem verzeifelten Fischen nach Inovationen. Wobei es ja nicht mal neu ist.