Ausblick auf Apples Frühjahrs-Event: Der Mac mini mit M1 Pro und M1 Max

14. Febr. 2022 12:00 Uhr - Redaktion

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: In wenigen Wochen wird es die ersten Apple-Neuheiten des noch jungen Jahres geben. Das Frühjahrs-Event des kalifornischen Herstellers soll gut informierten Quellen zufolge am oder um den 8. März stattfinden. Erwartet werden mindestens 3 neue Produkte, darunter ein Mac-Modell. Als heißer Kandidat gilt eine High-End-Konfiguration des Mac mini mit überarbeitetem Design basierend auf den M1-Pro- und M1-Max-Prozessoren. Wir wagen einen Ausblick.

Der aktuelle Stand beim Mac mini: Neben dem Ende 2020 eingeführten M1-Modell, das inzwischen recht günstig zu haben ist (Amazon-Partnerlink), bietet Apple weiterhin eine Intel-basierte Konfiguration an (Core i5/i7 mit 6 Kernen). Diese stammt aus dem Jahr 2018 und ist zwar technisch völlig veraltet, hat aber gegenüber dem Mac mini M1 drei Vorteile:

Erstens die Unterstützung von bis zu 64 GB Arbeitsspeicher, zweitens eine breitere Schnittstellen-Ausstattung (4x Thunderbolt) und drittens Unterstützung für 3 externe Monitore. Zum Vergleich: Der Mac mini M1 bietet maximal 16 GB RAM, 2x Thunderbolt und Unterstützung für 2 externe Bildschirme. Genau an diesen Schwachpunkten wird Apple mit dem kommenden Mac-mini-Modell ansetzen - so der aktuelle Stand der Gerüchteküche.

Erwartet werden folgende Spezifikationen:

- Ein neues Design mit einem etwas dünneren Aluminium-Gehäuse
- Magnetischer MagSafe-Stromanschluss
- M1-Pro- und M1-Max-Prozessoren
- Unterstützung für bis zu 64 GB Arbeitsspeicher
- 4x Thunderbolt-4-Schnittstellen

Mit diesem Modell ("Mac mini Pro"?) wird Apple den letzten verbliebenen Intel-Mac-mini ablösen, die Umstellung der Baureihe auf hauseigene Prozessoren abschließen und hinsichtlich der RAM-, Schnittstellen- und Display-Unterstützung keine Schwachstellen lassen. In puncto Kühlung ist der Einsatz des M1 Pro und M1 Max im Mac mini völlig unproblematisch, wie die Erfahrungen mit der neuen MacBook-Pro-Generation zeigen. Preislich dürfte es ab etwa 1300 Euro losgehen (zum Vergleich: Der aktuelle Intel-Mac-mini kostet ab 1259 Euro).

 
Mac mini mit M1

 

Mac mini: High-End-Modell mit M1 Pro/Max steht in den Startlöchern.
Bild: Apple.

 

Die Unterschiede zwischen M1, M1 Pro und M1 Max im Überblick:

M1
• 8 CPU-Kerne: 4x Effizienz, 4x hohe Leistung
• 7 oder 8 GPU-Kerne
• Bis zu 16 GB Arbeitsspeicher: LPDDR4x; Bandbreite 68 GB/s
• 16 MB System Level Cache
• 1 Video-Encode-Engine
• Unterstützung für 1 externen Bildschirm
• 16 Milliarden Transistoren

M1 Pro
• 8 oder 10 CPU-Kerne: 2x Effizienz, 6x oder 8x hohe Leistung
• 14 oder 16 GPU-Kerne
• Bis zu 32 GB Arbeitsspeicher: LPDDR5; Bandbreite 205 GB/s
• 32 MB System Level Cache
• 1 Video-Encode-Engine
• 1 ProRes-Beschleuniger
• Unterstützung für 2 externe Bildschirme
• 33,7 Milliarden Transistoren

M1 Max
• 10 CPU-Kerne: 2x Effizienz, 8x hohe Leistung
• 24 oder 32 GPU-Kerne
• Bis zu 64 GB Arbeitsspeicher: LPDDR5; Bandbreite 409 GB/s
• 64 MB System Level Cache
• 2 Video-Encode-Engines
• 2 ProRes-Beschleuniger
• Unterstützung für 4 externe Bildschirme
• 57 Milliarden Transistoren

Der neue High-End-Mac-mini wird sich an User richten, die ein stationäres Gerät mit möglichst hoher Leistung zur Verwendung mit vorhandenen Bildschirmen benötigen und für die weder ein iMac noch ein Mac Pro in Frage kommt. Der Mac mini M1 wird als Einstiegskonfiguration in Apples Angebot bleiben - 2023 ist hier eine Umstellung auf den M2 mitsamt dem aktualisierten Design zu erwarten.

Stichwort iMac und Mac Pro: Die Apple-Silicon-basierten Modellen von 27-Zoll-iMac und Mac Pro werden voraussichtlich erst in einigen Monaten auf den Markt kommen. Hier werden noch leistungsstärkere Prozessoren erwartet und beim iMac ein Mini-LED-beleuchtetes Display. Zwar wird vereinzelt darüber spekuliert, dass der neue 27-Zoll-iMac (der "iMac Pro" heißen soll) bereits auf Apples kommendem Frühjahrs-Event gezeigt werden könnte, allerdings sprechen die weiterhin bestehenden Lieferprobleme bei den Mini-LED-Panels eher dagegen.

Kommentare

Ich rechne eher mit 1450 bis 1500 Euro als Einsteigspreis. Die M1 Pro Prozessoren kommen mit 16/512 GB als Minimum. Das wird Apple sicher einpreisen gegenüber dem Intel mini, der nur 8 GB RAM verbaut hat.

Ich werde schwach bei 32/64GB RAM und 1 TB SSD. Dann drück ich sofort den Bestellbutton.