Parallels Desktop 18: Verbesserte Apple-Silicon-Unterstützung, höhere Preise

11. Aug. 2022 09:00 Uhr - Redaktion

Die Corel-Tochterfirma Parallels hat die Verfügbarkeit von Parallels Desktop 18 für Macs mit Apple- und Intel-Prozessor bekanntgegeben. Zu den Neuerungen gehören verbesserte Unterstützung von Apple-Silicon-Macs, Kompatibilität mit macOS Ventura 13 (inklusive der Nutzung von Ventura als Gastsystem) und Unterstützung für MacBook-Pro-Displays mit variabler Bildwiederholrate (ProMotion). Die Preise wurden erhöht.

Die dauerhaft nutzbare Lizenz (Einmalkauf) kostet als Vollversion nun 129,99 statt 99,99 Euro, während das Einjahres-Abonnement jetzt mit 99,99 Euro pro Jahr (zuvor 79,99 Euro) zu Buche schlägt. Die Editionen Pro und Business gibt es ausschließlich als Abo zu Preisen von jährlich 119,99 bzw. 149,99 Euro. Das Upgrade von einer Vorversion wurde ebenfalls teurer und kostet jetzt 69,99 Euro.

Mit der Virtualisierungssoftware lassen sich auf Intel-basierten Macs Windows, Linux und andere x86-Betriebssysteme parallel zu macOS betreiben. Auf Apple-Silicon-Macs können ARM-basierte Betriebssysteme virtualisiert werden, einschließlich Windows. Parallels Desktop 18 benötigt mindestens macOS Mojave, eine Demoversion steht zum Download bereit. Der Hersteller über die Neuerungen:

"Parallels Desktop 18 unterstützt macOS Ventura 13 in vollem Umfang, so dass Sie Ihre Mac-Computer (Apple-Chips der M-Serie oder Intel-Prozessoren) aktualisieren können, sobald das neue Betriebssystem verfügbar ist. Auf Mac-Computern mit Chips der Apple M-Serie wurde die Möglichkeit hinzugefügt, macOS Ventura VM im Wiederherstellungsmodus zu starten und den Systemintegritätsschutz zu deaktivieren.

 
Parallels Desktop
 
Parallels Desktop 18 verbessert die Apple-Silicon-Unterstützung.
Bild: Parallels.

 

Der Parallels Tools-Treiber, der für die Shared Folders-Funktionalität verantwortlich ist, wurde auf die ARM-Architektur umgestellt, um eine bessere Kompatibilität mit Intel-Programmen in Windows zu gewährleisten, die auf Macs der Apple M-Serie laufen. Auf Mac-Computern mit einem ProMotion-Display übernimmt Windows jetzt Änderungen der Bildwiederholfrequenz automatisch, wenn diese in macOS geändert wurde.

Wenn ein Bluetooth-Controller an den Mac angeschlossen wird, wird in Windows automatisch ein neues virtuelles Controller-Gerät erstellt, so dass die Benutzer Windows-Spiele mit Xbox-, DualSense- und anderen Game-Controllern spielen können.

Der Virtio-Netzwerktreiber, der in Windows und Linux standardmäßig verwendet wird, unterstützt jetzt Jumbo-Ethernet-Frames. Bessere USB 3.0-Unterstützung: Funktioniert mit Live-Daten-Streaming-Geräten (Webcams, Game-Capture-Geräten und einer Reihe anderer Video- und Audio-Streaming-Geräte, darunter Elgato HD60 S, SOCT Copernicus REVO und andere).

Für Macs mit dem Apple M-Chip: Es wurde die Möglichkeit hinzugefügt, die Windows 11 Edition vor der Installation über das produktinterne Angebot auszuwählen.

Nur Parallels Desktop 18 für Mac Pro Edition: Weisen Sie Windows auf dem Mac Studio mit Apple M1 Ultra Chip bis zu 62 GB Arbeitsspeicher und bis zu 18 CPU-Kerne zu und Sie erhalten auf Ihrem Mac ein bis zu 96 % schnelleres Windows 11."

Kommentare

Hallo.

 

Macht es denn  Sinn bei einem Macbook Pro 2019 mit Intel-Chip das neue für Mac-Prozessor optimierte Parallels Desktop 18 upzugraden? Habe aktuell Version 17 mit Windows 10 Pro

Auf dem M-Macs läuft ausschließlich Arm-Windows. Das kann zwar inzwischen genauso wir Arm-macOS auch die meisten x86 Apps ausführen, aber der Prozessor wird emuliert.

Dann kommt dazu, daß ARM-Windows nicht frei kaufbar ist. Bisher gab es nur Beta-Versionen, die eigentlich nur für die offiziellen ARM-Windows Laptops gedacht waren. Die Verwendung am Mac ist streng genommen nicht legal. Deshalb gibt es von VM-Ware Fusion bis heute leider keine offizielle Arm-Windows-Unterstützung (nur Testversionen). Auch bin ich mir nicht sicher ob man eine Arm-Beta von Windows am Mac überhaupt aktivieren kann (ob man einen passenden Code kaufen kann). Bei mit steht bei den Betas immer 'Evaluation Copy'. Bei den ARM-PCs ist das natürlich kein Problem, da diese Geräte alle mit einem gültigen Windows ausgeliefert wurden.

Wenn Du auf Windows angewiesen bist, würde ich beim Intel-Mac bleiben. Bzw. vor einem Wechsel unbedingt ausgiebig testen, ob die benötigte Software am M-Mac läuft.

Mit der Zeit sägt sich Parallels doch wirklich den eigenen Ast ab. Angefangen hatte es mit immer neuen Versionen die aufgrund Betriebsystem-Updates "nötig" waren. Nun gut kann man noch verstehen. Dann wurden die Versionen plötzlich geteilt in Abo und Standard, wobei Standard dann auch noch mal eben technisch kastriert wurde (Anzahl RAm Anzahl Prozessoren/VM). So jetzt geht Apple auf ARM und was macht Parallels, erhöht die Preise und das in der Situation, dass auf den ARM Macs eben nicht jedes Windows usw. läuft, man die Windowsprogramme mit emulator laufen lässt. Und dann sind da auf der anderen Seite noch die Intel-Mac User, die sicher noch in der Überzahl sind. Und was bringt denen die neue Version, ausser Kompatibilität? Zum um satte 30 % erhöhten Preis??