Aperture unter macOS Monterey 12 nutzen? Kleiner Helfer macht es möglich

05. Sep 2022 16:00 Uhr - Redaktion

Wie lässt sich die vor Jahren eingestellte Apple-Fotosoftware Aperture unter modernen macOS-Versionen nutzen? Die Antwort auf diese Frage hört auf den Namen Retroactive. Bei Retroactive handelt es sich um eine kostenlose, quelloffene Software, die Aperture so modifiziert, dass das Programm ab macOS Catalina 10.15 eingesetzt werden kann.

Seit kurzem liegt Retroactive in der Version 2.0 vor. Das Update stellt volle Kompatibilität mit macOS Monterey 12 und macOS Ventura 13 her. Hintergrund: Aperture basiert weitgehend auf 64-Bit-Code, nur einzelne Komponenten laufen im 32-Bit-Modus. Diese 32-Bit-Bestandteile werden von Retroactive durch 64-Bit-Komponenten ersetzt, so weit dies möglich ist. Ergebnis: Aperture läuft auch auf modernen macOS-Versionen.

 
Retroactive
 
Retroactive ermöglicht Nutzung von Aperture ab macOS Catalina.
Bild: Tyshawn Cormier.

 

"Mit Retroactive kannst du Aperture, iPhoto und iTunes auf macOS Ventura, macOS Monterey, macOS Big Sur und macOS Catalina ausführen. Xcode 11.7 unter macOS Mojave. Final Cut Pro 7, Logic Pro 9 und iWork '09 unter macOS Mojave oder macOS High Sierra", so der Entwickler.

Wie immer gilt bei derartigen Hacks: Nutzung auf eigene Gefahr! Es gibt keine Garantie, dass ein modifiziertes Aperture unter macOS Big Sur 11 oder macOS Monterey 12 stabil genug läuft, um für einen Produktiveinsatz in Frage zu kommen. Wer es ausprobieren möchte, sollte vorher eine vollständige Sicherung seiner Daten vornehmen. Dennoch ist Retroactive eine interessante Alternative zur Virtualisierung von macOS Mojave oder macOS High Sierra unter neueren Betriebssystemen.

Die technischen Hintergründe des Projekts erläutert der Entwickler Tyshawn Cormier in seinem Blog. Hinweis: Retroactive muss über den Finder-Kontextmenübefehl "Öffnen" (Rechtsklick aufs Icon) gestartet werden.

Kommentare

Der Satz „Diese werden durch Aperture durch 64-Bit-Komponenten ersetzt, so weit dies möglich ist“ müsste doch wohl eher „Diese werden durch Retroactive durch 64-Bit-Komponenten ersetzt, so weit dies möglich ist“ lauten. 

[Anmerkung der Redaktion: Korrigiert, danke.]

Als langjähriger Aperture Nutzer freue ich mich sehr über diesen Hinweis! Danke!

Ich wüsste garnicht wo ich sonst derartige Infos bekomme, also vielen vielen Dank für's weitermachen!