Apple M4: Fertigung im 2-Nanometer-Verfahren ab 2025?

05. Febr. 2024 14:00 Uhr - Redaktion

Die neue Apple-Prozessorserie M3 wird im 3-Nanometer-Verfahren (3nm) gefertigt, ein großer Fortschritt gegenüber dem 5-Nanometer-Verfahren, das bei der Herstellung der M1- und M2-Reihe zum Einsatz kommt. Schon bald dürfte der M3 beim MacBook Air Einzug halten und es ist davon auszugehen, dass im weiteren Jahresverlauf auch Mac mini, Mac Studio und Mac Pro mit der M3-Serie ausgestattet werden. Im kommenden Jahr könnte dann bereits der nächste Meilenstein anstehen.

Gerüchten zufolge bereitet der Chipfertiger TSMC die Umstellung auf das 2-Nanometer-Verfahren für Apple-Prozessoren ab 2025 vor. Durch die erneut verkleinerten Strukturen würde sich die Effizienz weiter erhöhen, zudem könnten auf identischer Grundfläche mehr Transistoren Platz finden, für ein Plus an Leistung. Der Konkurrenz - namentlich Intel - würde Apple mit 2-Nanometer-Chips ab 2025 wieder einen Schritt voraus sein.

Apple fährt bei den M-Prozessoren bislang einen (ungefähren) 18-Monats-Zyklus. Der M1 wurde Ende 2020 präsentiert, gefolgt vom M2 im Juni 2022 und der M3-Markteinführung Ende 2023. Folgt Apple diesem Schema weiter, ist mit der Ankündigung des M4 in etwa zur Entwicklerkonferenz WWDC25 im Juni 2025 zu rechnen.

 
M3-Prozessorserie
 
Die neue Prozessorreihe M3: Ab März/April im MacBook Air erwartet.
Bild: Apple.

 

Insidern zufolge strebt TSMC die Serienfertigung der ersten 2-Nanometer-Prozessoren für Apple für das zweite Halbjahr 2025 an, was zu Apples M-Serien-Rhythmus passen würde. In Stein gemeißelt ist das natürlich noch nicht - Verzögerungen bei der Prozessorproduktion sind wegen der zunehmenden Schwierigkeiten, die die kleineren Strukturen mit sich bringen, immer möglich, wie erst im Sommer beim M3 (die Produktionsausbeute bei den 3nm-Chips war zu Beginn gering).

Abgesehen davon könnte sich Apple auch dazu entschließen, den M4 in einem optimierten 3-Nanometer-Verfahren produzieren zu lassen, bevor dann erst mit dem M5 die Umstellung auf 2nm erfolgt. Fakt ist aber, dass bei TSMC die Vorbereitungen für 2nm auf Hochtouren laufen - was das Unternehmen selbst bestätigt (nur eben ohne explizite Erwähnung von Apple und konkreten Terminen).

Die Roadmap sowohl bei TSMC als auch bei Apple geht natürlich weit darüber hinaus. Für 2027 strebt der Auftragsfertiger bereits die Umstellung auf das 1,4-Nanometer-Verfahren und für Ende des Jahrzehnts auf 1nm an. Parallel dazu dürfte Apple an kommenden M-Generationen arbeiten - schließlich ist das CPU-Design mit einer der wichtigsten Forschungsbereiche beim IT-Pionier, was entsprechende Langfristplanungen erforderlich macht.

Die große Frage ist, wie weit sich die Verkleinerung der Halbleiterstrukturen noch vorantreiben lässt - jedenfalls mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien. Man darf aber sicher sein, dass an dieser Problematik bei den Herstellern bereits intensiv geforscht wird. Der Bedarf an steigender Rechenkapazität ist jedenfalls ungebrochen, dank KI und den immer größeren Datenmengen sowie den komplexeren Betriebssystemen und Anwendungen.