Bericht: "iPad Pro" soll bis zu 1300 Dollar kosten

08. Sep 2015 12:00 Uhr - sw

Einen Tag vor Apples Media-Event in San Francisco haben Spekulationen über die neuen Produkte des kalifornischen Unternehmens Hochkonjunktur. Unter Experten gilt es inzwischen als sicher, dass Apple auf der Veranstaltung, die um 10:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MESZ) beginnt, neben der nächsten iPhone-Generation und einem neuen Apple-TV-Modell auch ein verbessertes iPad mini und ein iPad mit größerem Display vorstellen wird. Letzteres soll neuesten Gerüchten zufolge ziemlich teuer werden.


Apple-Media-Event im September

Apple-Event am 09. September in San Francisco.
Bild: The Loop.



Nach Informationen von 9to5Mac soll das "iPad Pro" in der Spitzenkonfiguration mit LTE und 128 GB Speicherkapazität ungefähr so viel kosten wie das Zwölf-Zoll-Retina-MacBook, das in den USA zu Preisen ab 1299 Dollar erhältlich ist. Ein Eingabestift oder eine Bluetooth-Tastatur seien nicht im Preis inbegriffen und sollen separat angeboten werden, schreibt die Web-Site unter Berufung auf Personen, die mit den Plänen Apples vertraut seien. Das "iPad Pro" soll mit einem 12,9-Zoll-Display, vier Lautsprechern und dem A9X-Prozessor ausgerüstet sein und mit dem iOS 9.1 ausgeliefert werden. Der Start der Vorbestellungsphase sei für Oktober, die Auslieferung ab Ende November zu erwarten, so 9to5Mac weiter.

Ob ein derart teures iPad das kriselnde Tablet-Geschäft Apples ankurbeln kann, bleibt abzuwarten. Der iPad-Absatz ist inzwischen seit eineinhalb Jahren rückläufig. Branchenkenner führen dies neben der verstärkten Konkurrenz durch große Smartphones, ultrakompaktes Notebooks und die wachsende Zahl an günstigen Einsteiger-Tablets auch auf längere Nutzungszyklen, eine Marktsättigung in vielen Ländern sowie den Umstand, dass auch ältere Geräte noch mit Updates versorgt werden, zurück.

Apple überträgt das Event, das im Veranstaltungszentrum "Bill Graham Civic Auditorium" in San Francisco stattfindet, als Livestream. Die Wiedergabe ist ab OS X 10.8.5 mit Safari, auf Apple TV (Kanal wird morgen freigeschaltet), ab dem iOS 7.0 sowie mit dem Browser Edge von Windows 10 möglich.

Kommentare

1300 $ - hier dann wohl 1500 € - für ein Tablet? Für den Preis kaufe ich mir lieber ein deutlich leistungsstärkeres MacBook Pro, eben einen vollwertigen Computer mit Schnittstellen und einem Betriebssystem (OS X), das nicht kastriert ist und dem User alle Möglichkeiten offen lässt.

Wer braucht also ein völlig überteuertes iPad "Pro", das letztlich auch nur mit kastriertem Spielzeug-Betriebssystem (iOS) geliefert wird? Quo Vadis Apple? Apple Watch und Apple Music scheinen auch nicht so der Renner zu sein...

[quote=oldschool]1300 $ - hier dann wohl 1500 € - für ein Tablet? Für den Preis kaufe ich mir lieber ein deutlich leistungsstärkeres MacBook Pro, eben einen vollwertigen Computer mit Schnittstellen und einem Betriebssystem (OS X), das nicht kastriert ist und dem User alle Möglichkeiten offen lässt.

Wer braucht also ein völlig überteuertes iPad "Pro", das letztlich auch nur mit kastriertem Spielzeug-Betriebssystem (iOS) geliefert wird? Quo Vadis Apple? Apple Watch und Apple Music scheinen auch nicht so der Renner zu sein...[/quote]

Das sehe ich ähnlich. Falls die spekulierten Preise zutreffen, dann wird das iPad "Pro" wohl floppen. App Store Zwang, kastriertes OS, nur eine Schnittstelle, Stift, Tastatur und Hülle extra - was soll daran "Pro" sein?

Ein echtes "Pro Tablet" von Apple hätte OS X als Betriebssystem, USB C mit Thunderbolt und einen Stift inklusive! Wenn Apple cool wäre, würden sie sowas machen. Schade, dass es sowas nur von Drittherstellern (vgl. Modbook Pro) gibt.

Für was steht bei Apple eigentlich "Pro", vermutlich für provisorisch. Nichts ist mehr professionell bei Apple. Der Mac Pro ist ein Lagerhüter, Ein MacBook Pro ohne 17" Modelle ist auch nicht Pro. Genauso wie die nicht Verfügbarkeit von Matt-Schirme. Ein Retina 15" ist erst Pro wenn Apple eine Lesebrille dabei verschenkt

Software bei Apple ist nichts mehr Pro, der OS X Server ist eher ein Barbie Server, Aperture ist gekillt und Logic Pro ist ein Programm was nur noch spartanisch gewartet wird.

Denn unter "Pro" verstehe ich etwas anderes. Wie dem auch sei, ich denke das Teil wird eher was für die Kooperation zwischen IBM und Apple bzw. Apple und Cisco sein. Also sehr spezifische Einsatzgebiete. Wenn Apple denkt, da einen Markt zu finden, dann sollen sie es von mir aus machen. Ich wünsche ihnen Erfolg, aber es juckt mich ebenso wenig wie die Apple Quatsch äh Watch oder Apple Music.

iPad ist für mich seit einem Jahr aus dem Rennen. iPhone 4 und iPad mini habe ich durch ein iPhone 6 Plus ersetzt und bin (fast) wunschlos glücklich. :-)

Und was den ECHTEN Pro Markt angeht, so wird es langsam Mal Zeit für einen neuen Mac Pro und ein neues MacBook Pro, das den Namen auch wirklich verdient!

[quote=mayflower]Und was den ECHTEN Pro Markt angeht, so wird es langsam Mal Zeit für einen neuen Mac Pro und ein neues MacBook Pro, das den Namen auch wirklich verdient![/quote]Wie wäre es zur Abwechslung mit einem professionellen Betriebsystem?

Mit diesen iPads konnte ich noch nie etwas anfangen, aber wenn ich so Klientel wie Aussendienstverkäufer, oder Ärzte in Krankenhäusern sehe, haben die größeren Teile wohl eine Berechtigung. Und in diesen Fällen ist ja auch der Preis Nebensache ..

Gruß Uli

Ich gehe davon aus, dass es genug Leute gibt, die ein großes iPad einfach zum Lesen von Zeitschriften und Büchern nutzen wollen, dabei ist iOS völlig ausreichend. Ein iPad ist in erster Linie immer ein Zweit-oder Drittgerät.

Aber es gibt natürlich auch Spezialanwendungen, angefangen von einer Registrierkasse oder Inventursystem, Navi etc., wo ein großes iPad interessant wäre.

Jemand, der universell mit einem Gerät arbeiten möchte, kauft sich sowieso einen richtigen Macintosh, aber für Spezialanwendungen und auch zum Spielen ist es doch sinnvoll, so ein Gerät anzubieten. Ich verstehe die Aufregung nicht. Wer das nicht möchte, muss das ja nicht kaufen.

Ich sehe eher das iPad Mini auf der Verliererseite, da ein IPhone Plus schon fast an dessen Größe herankommt, macht es eher Sinn, ein großes iPad anzubieten. Wenn sich goldene Apple Uhren verkaufen, die weit über 10.000 EUR kosten, warum dann nicht ein großes iPad für 1.000 bis 1.500 EUR.