Externe Grafikkarte Blackmagic eGPU Pro in Europa weiterhin nicht erhältlich

04. Febr. 2019 13:30 Uhr - Redaktion

Apple hat Ende Oktober gleichzeitig mit der neuen Mac-mini-Generation und dem 2018er MacBook Air auch eine neue externe Grafikkarte (eGPU) vorgestellt. Apple hat sie in Zusammenarbeit mit Blackmagic entwickelt, sie wird per Thunderbolt-3-Schnittstelle angeschlossen und ist für besonders leistungshungrige Aufgaben konzipiert. Doch noch immer haben beide Unternehmen mit Lieferproblemen zu kämpfen.

Ursprünglich sollte die Blackmagic eGPU Pro im November auf den Markt komme, zwischenzeitlich verschob Apple den Termin auf Dezember und anschließend ein weiteres Mal auf Januar. Mitte des letzten Monats war es dann soweit: Apple startete die Auslieferung der externen Grafikkarte - allerdings nur in Kanada und den USA, vgl. Produktseite. In Europa ist die Blackmagic eGPU immer noch nicht zu haben - offenbar reichen die aktuell produzierten Stückzahlen noch nicht für einen globalen Vertrieb aus.

Auf der deutschen Produktseite heißt es unverändert "Derzeit nicht verfügbar". Nicht einmal ein ungefährer Verfügbarkeitstermin wird genannt - interessierten Anwendern bleibt also derzeit nichts anderes übrig, als weiter Geduld aufzubringen. Die Blackmagic eGPU Pro ist mit der AMD-Grafikkarte Radeon RX Vega 56 und acht GB HBM2-Grafikspeicher ausgestattet und kostet 1359 Euro.

Der Anschluss erfolgt via Thunderbolt 3 an MacBook Pro (2016, 2017, 2018), iMac (2017), iMac Pro, Mac mini (2018), MacBook Air (2018) und kommende Macs mit der Hochleistungsschnittstelle. Ein Thunderbolt-3-Kabel (Länge: 0,5 Meter) gehört zum Lieferumfang. Zur Erhöhung der Leistung lassen sich mehrere externe Grafikkarten zusammenschalten.

 
Blackmagic eGPU

 

Blackmagic eGPU (Pro): Mehr Grafikpower für Thunderbolt-3-Macs.
Bild: Blackmagic.

 

Die Blackmagic eGPU Pro fungiert außerdem als Dock. Erstens werden für das Aufladen von MacBook Pro und MacBook Air bis zu 85 Watt bereitgestellt, zweitens gibt es mehrere Schnittstellen: 4x USB-A, 1x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4 sowie 2x Thunderbolt 3. Über den zweiten Thunderbolt-Port lassen sich weitere Thunderbolt-Geräte in Reihe schalten.

Bereits seit dem Sommer ist die Blackmagic eGPU mit Radeon Pro 580 und acht GB GDDR5-Grafikspeicher erhältlich, sie kostet 695 Euro. Zur Performance: Die Radeon RX Vega 56 ist um rund 50 Prozent schneller als die Radeon Pro 580.

Beim Thema eGPU geht es nicht nur um 3D-Software und Spiele, von der enormen Power moderner Grafikkarten profitieren dank fortschrittlicher Betriebssystemtechnologien inzwischen auch nicht-grafische Anwendungen. MacGadget hat vor kurzem die eGPU-Unterstützung in macOS näher beleuchtet, im Rahmen eines Langzeittests der Puck Radeon RX 570 von Sonnet Technologies. Mehr dazu in: Externe Grafikkarten am Mac: Der Stand der Dinge.

Kommentare

Gibt es irgendeinen Grund, auf das Gerät zu warten? Ich hab an meinem Mini ein Sonet-Gehäuse mit einer Vega GPU für weniger als die Hälfte und das Teil ist auch durchaus leise und funktioniert unter Mojave prima. Gut, das Sonst hat keine USB-Ports, aber dafür hat die Vega auch die volle Bandbreite.

Ich habe am Freitag die Blackmagic eGPU Pro bei Apple als Geschäftskunde bestellt.  Zwei Stunden später kam der Versandlink und heute morgen um halb 8 kam sie via DHL Express aus Prag. Und das obwohl der Status bei der Produktseite nach wie vor auch  „nicht lieferbar” steht.

Tolles Teil - ja teurer, aber eine Freude sie auf dem Schreibtisch zu haben. 

habe die Blackmagic eGPU mit Radeon Pro 580 seit dem Sommer. Ist o.k. wenn sie läuft;  hat aber Probleme mit dem Aufwachen aus dem Schlaf und bei Wechsel vom 10.13 auf 10.14 oder umgekehrt, da muss ich dann den Netzstecker ziehen.