Apple kündigt MacBook Pro mit acht Prozessorkernen an - Tastaturdesign überarbeitet

22. Mai 2019 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat heute eine aktualisierte MacBook-Pro-Produktreihe vorgestellt. Bis zu acht Prozessorkerne (vormals maximal sechs) sollen für eine höhere Leistung sorgen. Zum Einsatz kommen Intel-Prozessoren der achten und neunten Generation. Außerdem gibt es eine Neuerung, auf die viele Nutzer sehnlichst gewartet haben: Apple hat das Tastaturdesign überarbeitet.

Wie Apple mitteilte, kommt im Butterfly-Mechanismus der Tastatur nun ein anderes Material zum Einsatz, was die Ausfallrate "erheblich" reduzieren soll. Der Hersteller hatte bereits bei der 2018er MacBook-Pro-Generation Verbesserungen am Tastaturdesign vorgenommen, doch die bekannten Probleme (nicht oder nicht zuverlässig funktionierende Tasten) waren noch immer nicht gänzlich ausgeräumt. Ob dies nun endlich beim 2019er Design der Fall ist, wird die Zeit zeigen.

Das neue Flaggschiff mit acht Prozessorkernen (Core i9 mit 2,3 oder 2,4 GHz, 16 CPU-Threads, 16 MB L3-Cache, 45 Watt TDP) soll bis zu doppelt so schnell sein wie ein MacBook Pro mit vier CPU-Kernen und um bis zu 40 Prozent schneller arbeiten als die 2018er Modelle mit sechs CPU-Kernen. Wie weit sich der Turbo-Boost-Modus (bis zu 4,8 oder 5,0 GHz) unter Volllast dauerhaft ausschöpfen lässt, bleibt aufgrund des unveränderten Gehäusedesigns abzuwarten.

 
MacBook Pro

 

MacBook Pro: 2019er Modelle mit bis zu acht CPU-Kernen und überarbeiteter Tastatur.
Bild: Apple.

 

Bei den 13,3-Zoll-Modellen mit Touch-Bar-Funktionsleiste hat der Hersteller die Taktrate des Core-i5-Vierkerners leicht erhöht, sie reicht nun von 2,4 bis maximal 4,1 GHz (zuvor 2,3 bis 3,8 GHz). Hier kommt weiter die achte CPU-Generation von Intel zum Einsatz. Die Konfigurationen ohne Touch-Bar wurden wie schon 2018 nicht von Apple angerührt und verbleiben unverständlicherweise auf dem Stand von 2017.

Beim 15,4-Zoll-MacBook-Pro gibt es nun durchgängig die neunte CPU-Generation von Intel. Beim Einstiegsmodell taktet der Core-i7-Sechskerner nun im Bereich zwischen 2,6 und 4,5 GHz (zuvor 2,2 bis 4,1 GHz), im Topmodell gibt es einen Acht- statt eines Sechskerners. Weitere Änderungen, beispielsweise an der Schnittstellenausstattung, an den Grafikchips oder den SSD-Kapazitäten, gab es nicht. Die Radeon-Vega-Grafikoptionen sind bereits seit Ende 2018 erhältlich. Die Preise blieben unverändert.

Die 2019er MacBook-Pro-Generation im Überblick

13,3 Zoll mit Touch-Bar-Funktionsleiste und Touch-ID

• Vierkern-Core-i5 mit 2,4 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,1 GHz), acht GB LPDDR3-RAM, 256 GB SSD, Iris Plus Graphics 655, 4x Thunderbolt 3/USB-C. Preis: 1999 Euro. Vierkern-Core-i7 (2,8 bis 4,7 GHz) für 360 Euro Aufpreis. 16 GB RAM für 240 Euro Aufpreis.

• Vierkern-Core-i5 mit 2,4 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,1 GHz), acht GB LPDDR3-RAM, 512 GB SSD, Iris Plus Graphics 655, 4x Thunderbolt 3/USB-C. Preis: 2249 Euro. Vierkern-Core-i7 (2,7 bis 4,7 GHz) für 360 Euro Aufpreis. 16 GB RAM für 240 Euro Aufpreis.

15,4 Zoll mit Touch-Bar-Funktionsleiste und Touch-ID

• Sechskern-Core-i7 mit 2,6 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,5 GHz), 16 GB DDR4-RAM, 256 GB SSD, Radeon Pro 555X mit vier GB GDDR5-VRAM, 4x Thunderbolt 3/USB-C. Preis: 2799 Euro. Achtkern-Core-i9 (2,4 bis 5,0 GHz) für 360 Euro Aufpreis. 32 GB RAM für 480 Euro Aufpreis. Radeon Pro 560X für 120 Euro Aufpreis.

• Achtkern-Core-i9 mit 2,3 GHz (via Turbo-Boost bis zu 4,8 GHz), 16 GB DDR4-RAM, 512 GB SSD, Radeon Pro 560X mit vier GB GDDR5-VRAM, 4x Thunderbolt 3/USB-C. Preis: 3299 Euro. Achtkern-Core-i9 (2,4 bis 5,0 GHz) für 220 Euro Aufpreis. 32 GB RAM für 480 Euro Aufpreis. Radeon-Vega-Grafikkarten ab 300 Euro Aufpreis.

Die 2019er MacBook-Pro-Baureihe ist ab sofort verfügbar und wird vorinstalliert mit dem Betriebssystem macOS Mojave ausgeliefert.

Kommentare

Also wenn auch diese Änderung am Butterfly-Mechanismus nicht den gewünschten Effekt hat (eine dauerhaft funktionierende Tastatur bei ALLEN Usern), erahne ich schon den nächsten Shitstorm und dann kann Apple dieses Design wohl endgültig in die Tonne kloppen. Mir ist klar, dass bei weitem nicht alle Leute die Tastatur-Problem haben, aber deren Anzahl ist schon signifikant und so eine Tastatur hätte in den ersten Versionen nie durch die QA kommen dürfen. Dass es nur wenige Monate nach den 2018 Modellen ein neue Generation gibt, lässt schon erahnen, dass die Verkaufszahlen wohl nicht so der Hit waren wegen der Tastatur. Ich hätte gerne auch eine leichte Preissenkung gesehen, aber die Rabatte holt man sich dann eben wie gewohnt im Fachhandel.

4 Core 2018er privat und bin ziemlich zufrieden, auch wenn er die bekannten T2 Crashes bei Photobooth hat - was mir allerdings egal ist, weil ich es nicht benutze.

Die Tastatur ist gut, wobei das fehlende T bei den Pfeiltasten und das Soft-Escape echt nicht der Hammer sind. Keine der Tasten hat auch nur den geringsten Anlass zur Kritik gegeben. Klang und Druckpunkt finde ich auch sehr gut. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, ist das eine sehr gute Sache. Das sehe ich auch bei ca. 10 meiner Kollegen mit 2018er MBPs bestätigt: läuft aus meiner Sicht sehr rund.

Anders aber die 2016er: da hatte ich selbst 2 Tastaturausfälle (MBP 15 und MB 12)

Wenn sie die Tastatur nochmals verbessert haben: super. Werde mir das 2019er Modell nach Ende des Jahres kaufen, bevor die Garantie abläuft (normales Apple Care gibt es ja leider nicht mehr). Das 13" Format mit 4 Core Performance ist eine feine Sache. 

das nun auch die 2018er und 2019er MBPs vom Apple TastaturReparaturProgramm eingeschlossen sind, und das auch über die Garantiezeit hinaus. Naja, das ist schon ein Entgegenkommen und der Versuch das Vertrauen zurückzugewinnen. 

Ist da jetzt aber schon ein relevanter Punkt. Gute Kühlung heißt schnelle und leise Maschine. Das liebe ich an meinem 15" MBP 2017.

 

Wenn der neue auch so leise ist, her damit!