Apple: iOS 13 erscheint am 19. September, macOS Catalina erst im Oktober

11. Sep 2019 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat den Markteinführungstermin für iOS 13 bekannt gegeben. Demnach erscheint das neue iPhone-Betriebssystem am Donnerstag, den 19. September, in finaler Form. Bereits am 30. September sollen mit Version 13.1 weitere Funktionen nachgereicht werden - dann wird auch der Tablet-Ableger iPadOS 13 verfügbar sein. Die Finalversion von macOS Catalina soll erst im Oktober auf den Markt kommen, der Termin steht noch nicht fest. Das watchOS 6 wird ebenfalls am 19. September erscheinen - allerdings zuerst für die dritte und vierte Generation, ältere Modelle werden im Laufe des Herbstes versorgt.

Zu den wichtigsten Neuerungen von iOS 13 gehören Leistungsoptimierungen, kürzere App-Ladezeiten durch kleinere Downloadpakete, Integration des von macOS bekannten Dunkelmodus, ein Datensparmodus, automatisches Stummschalten von Anrufen unbekannter Rufnummern, ein optimierter Akku-Lademodus, gleichzeitiges Koppeln zweier AirPods-Paare, Einstellungen für App-Downloads via Mobilfunknetz, Handoff-Unterstützung für den HomePod, Wahl eines bestimmten WLAN-Netzwerks und Bluetooth-Geräts per Kontrollzentrum sowie eine neue Karten-App mit detailreicherem Kartenmaterial.

macOS Catalina (Version 10.15) ist in mehrfacher Hinsicht ein bedeutendes Release: iTunes geht in Rente und wird durch Einzel-Programme ersetzt, neue Technologien ebnen den Weg für die schnelle Portierung von iOS-Apps auf den Mac unter Berücksichtigung nativer macOS-Features, iPads lassen sich als nützliches Werkzeug für den Mac einsetzen (als Zusatzdisplay und als Grafiktablett mit Apple Pencil), die Sicherheit wird auf die nächste Stufe gehoben, die neue Sprachsteuerung ermöglicht körperlich eingeschränkten Menschen eine noch einfachere Nutzung des Macs und es gibt volle Optimierung für die enorme Rechenleistung des neuen Mac Pro mit bis zu 28 Kernen.

 
macOS Catalina
 
macOS Catalina: Finalversion kommt im Oktober.
Bild: Apple.

 

Daneben gibt es viele weitere willkommene Neuerungen, darunter Blockieren von E-Mails bestimmter Absender und Stummschalten von Threads in Mail, eine deutliche erweiterte Apple-ID-Verwaltung in den Systemeinstellungen, automatische (De-) Aktivierung des Dunkelmodus, Integration der Apps Bildschirmzeit und Find My, Wiedergabe von iTunes-Videos mit 4K-Auflösung inklusive HDR-Unterstützung, Authentifizierung per Apple Watch anstelle von Passwort-Eingabe sowie die Möglichkeit, nach einer Betriebssystemaktualisierung wieder zur vorherigen Version zurückkehren zu können, falls Probleme aufgetreten sind (per Snapshot-Wiederherstellung).

watchOS 6 implementiert einen App-Store, um Apps per Spracheingabe zu finden und direkt herunterzuladen. Außerdem halten die Apps Taschenrechner, Hörbücher und Sprachmemos auf der Apple Watch Einzug. Damit wird die Smartwatch noch ein Stück weiter unabhängiger vom iPhone. Eine weitere neue App misst den Geräuschpegel und warnt den Nutzer, wenn es zu laut (ab 90 Dezibel) ist. Frauen können mit watchOS 6 Menstruationszyklen erfassen, während die neuen Aktivitätstrends eine langfristige Auswertung von Trainingsdaten ermöglichen.

Das ebenfalls für macOS Catalina und iOS 13 angekündigte iCloud-Drive-Sharing (einzelne Ordner können für andere Nutzer via Links zugänglich gemacht werden) verspätet sich hingegen, da Apple mehr Zeit für die Fertigstellung und Optimierung der Funktion benötigt. Sie wird für Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres erwartet.

Kommentare

Obwohl die aktuelle PublicBeta von Catalina schon nicht verkehrt ist und man zu mindestens beieiner  Einzelplatz-Umgebungen schon sehr gut damit arbeiten kann, halte ich die Entscheidung Catalina final erst im Oktober zu veröffentlichen für ein gute und richtige Entscheidung. 

U.a. sind die iCloud Dienste und dessen neue, sehr betriebssystemnahe Funktionen immer noch eine gewisse Baustelle. Und aus den eher durchwachsenen Erfahrungen der letzten Jahre ist Apple hier sicherlich gut beraten, sauberere Vorarbeit zu leisten, um hier letztlich dem eigenen Anspruch der Qualität gerecht zu werden.

Gut Ding will Weile haben.

Ob September oder Oktober ist nicht weiter schlimm. Mojave läuft schließlich sehr rund, stabil und zuverlässig.

Abgesehen davon stelle ich die Produktivsysteme in der Firma eh immer erst nach 3-4 Updates auf ein neues macOS um.

Apple soll sich die Zeit nehmen, die es braucht, um Catalina fertigzustellen! 👍