Dänemark: Apple nimmt neues Rechenzentrum in Betrieb und errichtet zwei Windenergieanlagen

03. Sep 2020 15:15 Uhr - Redaktion

Apple hat heute die Inbetriebnahme eines neuen Rechenzentrums in Dänemark bekanntgegeben. Die 45.000 Quadratmeter große Einrichtung in Viborg bietet nach Angaben des Unternehmens Netzwerkunterstützung und Datenspeicherung für Nutzer in der gesamten Region. Das Rechenzentrum versorgt App-Store, Apple Music, iMessage, Siri und andere Apple-Dienste in Europa, die vollständig mit erneuerbarer Energie aus regionalen Projekten betrieben werden.

Das Rechenzentrum in Viborg soll sich durch fortschrittliche, umweltfreundliche Gebäudekonstruktionen auszeichnen, mit einem Kühlsystem, das auf natürlichen Luftströmen basiert und den Wasser- und Energieverbrauch erheblich senkt. Es wird von einem Team von Datenspezialisten, Technikern, Wartungs- und Sicherheitspersonal betrieben, viele der Teammitglieder stammen aus dem Umland.

Apple hat heute außerdem angekündigt, in Dänemark in den Bau von zwei der weltweit größten Onshore-Windenergieanlagen zu investieren. Die Anlagen produzieren saubere, erneuerbare Energie und bringen Apple dem selbst gesteckten Ziel einen Schritt näher, seine Lieferkette und seine Produkte klimaneutral werden zu lassen.

Die in der Nähe der dänischen Stadt Esbjerg gelegenen, 200 Meter hohen Anlagen sollen jedes Jahr 62 Gigawattstunden produzieren — genug, um fast 20.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Sie werden als Testgelände für leistungsstarke Offshore-Windenergieanlagen dienen. Der in Esbjerg erzeugte Strom wird das Rechenzentrum von Apple in Viborg mit Energie versorgen, wobei die gesamte überschüssige Energie in das dänische Stromnetz eingespeist wird.

 
Apple-Rechenzentrum in Viborg
 
Das neue Apple-Rechenzentrum in Viborg versorgt Nutzer in ganz Europa.
Bild: Apple.

 

Das Windprojekt in Esbjerg folgt auf die kürzliche Fertigstellung einer der größten Solaranlagen Skandinaviens in Thisted in Nordjütland, dem ersten dänischen Solarprojekt, das ohne öffentliche Subventionen gebaut wurde. Sowohl das Wind- als auch das Solarprojekt versorgen das neu fertiggestellte Rechenzentrum von Apple in Viborg, das zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Apple entwickelt beide Projekte in Partnerschaft mit European Energy.

Letzten Monat kündigte Apple seine Pläne an, bis 2030 über alle Tätigkeitsbereiche des Unternehmens, die Zuliefererkette und den Produktlebenszyklus hinweg klimaneutral zu werden. Während Apples laufender Betrieb bereits heute zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgt wird und klimaneutral ist, bedeutet diese zusätzliche Verpflichtung, dass bis 2030 jedes verkaufte Apple-Gerät keinerlei Auswirkungen auf das Klima haben wird. Dazu gehört die Umstellung aller in Europa ansässigen Zulieferer auf erneuerbare Energien.

Der in Deutschland ansässige Zulieferer Varta hat sich diese Woche dazu verpflichtet, seine Produktion für Apple mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben. In ganz Europa arbeiten Zulieferer an sauberen Energielösungen beim Herstellungsprozess für Apple — darunter Henkel und tesa SE, ebenfalls mit Sitz in Deutschland, DSM Engineering Materials aus den Niederlanden, STMicroelectronics mit Sitz in der Schweiz und Solvay aus Belgien. Zu diesen Lösungen gehören die Kaufvereinbarung von Windkraft von DSM in den Niederlanden und der Solar-Carport von STMicroelectronics in Marokko. Unternehmen wie Solvay weiten ab sofort die Nutzung erneuerbarer Energien auf ihre breitere Geschäftstätigkeit aus, nachdem sie vor fünf Jahren dem Supplier Clean Energy Program von Apple beigetreten sind. 

Kommentare

„Sowohl das Wind- als auch das Solarprojekt versorgen das neu fertiggestellte Rechenzentrum von Apple . . . „

Und Nachts wenn keine Sonne scheint und wenn kein Wind weht, dann wird alles abgeschaltet? Wo kommt der Strom dann her?

 

 

Und Nachts wenn keine Sonne scheint und wenn kein Wind weht, dann wird alles abgeschaltet? Wo kommt der Strom dann her? 

 Ich denke, das Prinzip ist anders: Apple wird mindestens die Menge an Strom ins allgemeine Netz einspeisen, wie sie auch beziehen. Nur so kann – nach meinem Verständnis – ein stabiles Stromniveau gehalten werden. Die Netzversorger haben die  technischen Möglichkeiten, das Stromniveau zu regulieren. Gerade bei Sonnen- und Windenergie wäre das sonst sehr ungleichmäßig und damit problematisch.

Dass Einzelne sich autark versorgen, ist mindestens schwierig und in jedem Fall inefizient, da Überschüsse nicht genutzt werden können. Effiziente Speicher in dieser Größenordnung sind ja noch eher rar gesät.

Nachhaltigkeit sieht anders aus!

Bis heute ist kein z.B. iphone mit einem leicht wechselbaren Akku ausgestattet!

Da baut Apple lieber eine Alibisolaranlage!

Mein Macbook vor 20 Jahren hatte einen leicht auswechselbaren Akku - auch das gibts nimmer!

Kundenverdummung!

Wäre Apple so umweltbewusst, dann gäbe es deutlich leichter reparierbare Geräte. Nicht nur iPhone/iPad, sondern auch MacBooks. Aber nein, es ist alles verlötet und wenn man doch mal mehr RAM oder SSD braucht, muss man das alte Gerät abstossen und sich ein Neues kaufen. Besonders ressourcenschonend ist das nicht.

Auch der ganze Adapterwahn passt nicht. In vielen Regionen ist kein Store und kein Partnerbetrieb vernünftig erreichbar. Was wäre so schlimm daran, einen (ohne Werkzeug!) austauschbaren Akku zu verwenden?!

Mein iPhone SE 1 läuft und läuft und läuft.

Und das mit dem ersten Akku :-)))

die Reperatur eines verlöteten Bauteils auf den Mobos ist NICHT Kostengünstiger als ein Neuteil von der Arbeitszeit resp. vom Aufwand her da ein komplettes Mobo im Tausch billiger kommt. Die Teile werden von Apple selbst verwertet und dem Recyclingprozess zugeführt und die Daten bspw einer funktionierenden T2Flash kombi können durch zertifizierte Werkstätten ausgelesen und oder wiederhergestellt werden.

Jeder ACCU  der via Appe getauscht wird, wird ebenfalls zu 100% recycled und keines der Bauteile landet auf dem Müll wie in 99% der Fälle der privaten Anwender die ihre Accus in den Hausmüll werfen sorry.

was für mich aber zu dem Thema viel interessanter erscheint ist Apple mit Europäischen Datencenter? eine Erweiterung in  Richtung der DSGVO Konformität? Wäre zu wünschen. 

was für ein Aufwand, ich schreib das gerade auf einem 2011 MBP 17" welches schon seit Jahren kaputt sein müsste welch Ironie ... sie laufen eben so lange bis sie wirklich tot sind und das war noch keines meiner Devices selbst die 5C liegen immer noch in der Lade für den Fall das Ersatz einspringen muss und das ipad2 hilft bei der GIS anzeige für OSM Daten.. done

Komisch, daß hier nichts zu lesen ist, ob auf den Servern in Dänemark dann auch die iCloud für europäische Nutzer läuft, so daß die Daten nicht nach Amerika müssen und man dadurch auch als geschäftlicher Nutzer die iCloud wieder legal nutzen könnte. Das würde mich bei der ganzen Geschichte am meisten interessieren.