Apple: Neuer Build von macOS Big Sur jetzt im öffentlichen Betatest

16. Okt. 2020 10:00 Uhr - Redaktion

Gestern veröffentlichte Apple eine zehnte Betaversion von macOS Big Sur. Nachdem der Build 20A5395g anfangs nur Entwicklern zur Verfügung stand, kann er ab sofort auch von Mitgliedern des Apple-Betatestprogramms heruntergeladen werden. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr: macOS Big Sur ist noch nicht fertig, viele Programme, Treiber, Erweiterungen und Plug-ins wurden von den jeweiligen Herstellern noch nicht oder noch nicht vollständig angepasst.

Die Teilnahme am Betatestprogramm ist kostenfrei, dazu muss ein Mac per Apple-ID registriert werden. Betatester haben die Möglichkeit, Fehler zu melden und Verbesserungsvorschläge einzureichen. Dies erfolgt über das Programm Feedback-Assistent, das im Dock und im Hilfe-Menü zu finden ist. Häufig gestellte Fragen zum Betatestprogramm beantwortet das kalifornische Unternehmen auf dieser Web-Seite.

 
macOS Big Sur
 
macOS Big Sur: Build 20A5395g jetzt für Betatester verfügbar.
Bild: Apple.

 

Wie immer gilt: Betriebssystem-Betaversionen sollten grundsätzlich nicht auf Produktivsystemen installiert werden, da schwerwiegende Fehler, Inkompatibilitäten mit genutzter Software oder Stabilitätsprobleme den Workflow stark einschränken oder im schlimmsten Fall das Arbeitsgerät unbrauchbar machen können. Der Test von macOS-Betaversionen sollte daher ausschließlich auf externen Laufwerken oder auf Macs, die nicht für die Arbeit benötigt werden, erfolgen. Wer wissen möchte, ob seine Arbeitsumgebung unter Big Sur funktioniert, kann sein System clonen (zum Beispiel mit Carbon Copy Cloner oder SuperDuper), dieses auf ein anderes Volume aufspielen und auf dieser Basis den Betatest durchführen.

Ein Termin für die Markteinführung von macOS Big Sur ist noch nicht bekannt. Ob diese noch im Oktober oder erst im November zusammen mit der Vorstellung der ersten ARM-basierten Macs erfolgen wird, bleibt abzuwarten.

Produktiv genutzte Rechner sollten ohnehin erst nach der Veröffentlichung von mindestens ein oder zwei Updates für macOS Big Sur umgestellt werden (Stichwort Behebung von Kinderkrankheiten). Da bestimmte Arten von Kernel-Extensions vom neuen Betriebssystem nicht mehr unterstützt werden, zieht eine Aktualisierung auf macOS Big Sur unter Umständen kostenpflichtige Upgrades nach sich, wenn von der Änderung betroffene Anwendungen genutzt werden (prominente Beispiele sind Little Snitch, VMware Fusion und Parallels Desktop). Auch dieser Punkt sollte vor dem Umstieg auf Big Sur bedacht werden.

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