Insider: Nächstes Apple-Event soll am 17. November stattfinden und sich um ARM-Macs drehen

16. Okt. 2020 16:00 Uhr - Redaktion

In wenigen Wochen ist es soweit: Die ersten Macs mit Apple-Prozessoren werden angekündigt und dürften schon kurze Zeit später auf den Markt kommen. Unter Experten gilt es als sicher, dass die Kalifornier den Wechsel der CPU-Architektur beim Mac gebührend mit einer Online-Produktpräsentation einläuten werden - eine schlichte Pressemitteilung wäre hier nicht angemessen. Zum Termin gibt es nun erste Gerüchte.

Nach Informationen des Leakers Jon Prosser soll das Apple-Event am Dienstag, den 17. November, stattfinden und eine Woche zuvor, am 10. November, angekündigt werden. Dieses Event soll sich primär um die neuen Macs mit Apple-eigenen, ARM-basierten Prozessoren drehen. Prosser machte keine Angaben dazu, welche Mac-Baureihen zuerst mit den Apple-Chips ausgerüstet werden sollen - heiße Kandidaten sind das MacBook Air, das kleine MacBook Pro und der kleine iMac.

Prosser ist, wie so viele Leaker, umstritten. Nach einigen Fehlschlägen wies er zuletzt wieder eine recht hohe Trefferquote auf, wie bereits zu Jahresbeginn. Er scheint also weiterhin bzw. wieder über zuverlässige Quellen entweder innerhalb von Apple oder in der asiatischen Zuliefererindustrie zu verfügen. Übrigens: Auch der Bloomberg-Reporter Mark Gurman, der seinerseits über gute Kontakte zum Apple-Umfeld verfügt, erwartet für November ein weiteres Apple-Event, bei dem die ARM-Macs im Mittelpunkt stehen sollen.

 
Apple-Prozessoren für Macs
 
Erste Macs mit Apple-Prozessoren werden in ca. vier Wochen angekündigt.
Bild: Apple.

 

Es ist ein Novum in der über 35jährigen Geschichte der Plattform: Macs werden in Zukunft nicht mehr von Dritthersteller-Prozessoren, sondern von Apple-eigenen Chips angetrieben. Es ist nach 68k => PowerPC => Intel der dritte CPU-Wechsel beim Mac. Apple macht sich bei der wichtigsten Komponente eines Rechners unabhängig von Fremdfirmen und erlangt dadurch volle Kontrolle bei der Weiterentwicklung, Konzeption und Markteinführung neuer Macs.

Apple hat mehrfach betont, dass nicht einfach iPhone- oder iPad-Chips in den Macs verpflanzt, sondern maßgeschneiderte, leistungsstärkere Varianten für die unterschiedlichen Baureihen zum Einsatz kommen werden. Über deren Leistungsfähigkeit lässt sich derzeit nur spekulieren, Experten erwarten jedoch in allen Bereichen - Single-Core-, Multi-Core- und Grafik-Leistung - erhebliche Zuwächse gegenüber den derzeit verbauten Intel-Prozessoren. Weitere Performance-Zuwächse sind durch Integration der Neural-Engine (beschleunigt Maschinenlernen-Berechnungen) sowie durch systemseitige Optimierungen zu erwarten.

Unsere bisherige Berichterstattung zum Thema im Überblick:

• Erste ARM-basierte Macs im Anflug: Apple lässt neue Modelle bei Eurasischer Wirtschaftsunion registrieren (15. Oktober)

• Java wird auf Macs mit Apple-Prozessoren portiert (23. September)

• Bericht: Erste Macs mit Apple-Prozessoren kommen in zwei Monaten (14. September)

• Macs mit Apple-Prozessoren: Nutzung von Software aus allen Quellen weiterhin möglich (24. August)

• Gerücht: MacBook Air und 13-Zoll-MacBook-Pro schon in wenigen Monaten mit Apple-Prozessoren - bis zu 12 Kerne? (17. Juli)

• Apple bestätigt: Macs mit ARM-Prozessoren werden Thunderbolt unterstützen (09. Juli)

• Macs mit Apple-Prozessoren: Häufig gestellte Fragen und Antworten (07. Juli)

• Macs mit ARM-Prozessoren: Apple startet Auslieferung des Developer Transition Kits (30. Juni)

• Macs mit Apple-Prozessoren: Neuer Boot-Manager, Ersatz für Target-Disk-Modus, Booten von externen Volumes weiter möglich (25. Juni)

• x86-Software auf ARM-Macs: So funktioniert Rosetta 2 (25. Juni)

• Mehr Software für den Mac: iOS-Apps laufen ohne Anpassungen auf ARM-Macs (24. Juni)

• Parallels kündigt Unterstützung für ARM-Macs an - Windows-Kompatibilität noch nicht offiziell bestätigt (23. Juni)

• Es ist offiziell: Apple stellt Macs auf ARM-Prozessoren um - erste Systeme bereits gegen Jahresende (23. Juni)

Kommentare

Und dank Apple Silicon werden auf einen Schlag eine Million neuer iOS-Apps verfügbar. Mehr Leistung, mehr Software und - so vermute ich - noch ein, zwei Überraschungen.

So spannend war es für mich beim Mac seit vielen, vielen Jahren nicht mehr!

Ich freu mich.

Der RAM wird  bei den neuem iMacs mit Sicherheit fest verlötet sein. Davon gehe ich ganz stark aus.

Und bei der Preispolitik von Apple wird das finanziell eher unangenehm wenn man sich dann 16 oder sogar 32 GB " RAM gönnen" möchte.