Freie PDF-Software Skim jetzt von Apple beglaubigt

07. Apr. 2021 13:00 Uhr - Redaktion

Das macOS-Programm Vorschau stellt zahlreiche Werkzeuge für die Bearbeitung von PDF-Dokumenten zur Verfügung, beispielsweise zum Hinzufügen von Notizen, Markierungen und Anmerkungen, zum Ausfüllen von Formularen, zum Unterschreiben oder zum Ergänzen, Verschieben und Löschen von Seiten - im offiziellen Apple-Handbuch wird dies gut erklärt. Eine Alternative ist das Programm Skim aus der Open-Source-Welt.

Die schlanke Anwendung, die auf der PDFKit-Engine von macOS basiert, zeichnet sich durch eine hohe Geschwindigkeit und eine niedrige Systemauslastung aus. Das ab OS X Yosemite lauffähige Skim ermöglicht neben der Darstellung von Dokumenten auch das Hinzufügen, Bearbeiten und Exportieren von Notizen, das Hervorheben von Textstellen, das Erstellen von Lesezeichen und das Beschneiden von Seiten.

 
Skim
 
Skim: PDF-Software läuft jetzt native auf ARM-Macs.
Bild: skim-app.sourceforge.io.

 

Zum weiteren Funktionsumfang gehören ein Präsentationsmodus mit 19 verschiedenen Seitenübergängen, umfangreiche AppleScript-Unterstützung, LaTeX-Integration, BibDesk-Anbindung und Unterstützung für die Touch-Bar-Funktionsleiste des MacBook Pro. Skim bietet eine Benutzeroberfläche auf Deutsch, Englisch, Französisch und weiteren Sprachen.

In dieser Woche ist Skim in der Version 1.6.3 erschienen. Wichtigste Neuerung: Die Anwendung ist nun von Apple signiert und beglaubigt und muss nicht länger unter Umgehung der Sicherheitsfunktion Gatekeeper gestartet werden. Ein modernisiertes Programmicon und verschiedene Fehlerkorrekturen runden das Update ab. Die native Unterstützung für Macs mit Apple-Prozessoren ist bereits seit Jahresbeginn gegeben.

Kommentare

Frage mich grade, wie genau Apple da wirklich hinschaut. Bei Skim find ich es natürlich gut, dass es signiert und beglaubigt wurde. Doch das steht grad etwas in fahlem Licht da, denn Apple hat das auch bei MacKeeper und dessen Nachfolger "Clario" getan. Und deren Schadsoftware-Potential ist ja bekannt. (Ich weiß, der Hersteller wurde aufgekauft. Aber ob sich deren Moral damit auch von heute auf morgen geändert hat???)

Beglaubigt bzw. notarisiert heißt lediglich, dass ein automatisierter Scan auf Malware serverseitig bei Apple durchgeführt wird. Ein Zertifikat wird nur ausgestellt, wenn keine Malware gefunden wird.

Diese Signierung hat nichts mit einer inhaltlichen Überprüfung zu tun. Diese gibt es nur im App Store!

… für die Aufklärung. Dennoch hatte ich gehofft, Apple würde mal tatsächlich auf den Markt schauen und prüfen, wer dahinter steckt.