Neu von Apple: Wasserdichter Geräte-Tracker AirTag mit U1-Chip und austauschbarer Batterie für 35 Euro

21. Apr. 2021 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat heute mit AirTag ein neues Zubehörprodukt vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen kleinen, runden Tracker zum schnellen Aufspüren verloren gegangener Schlüssel, Taschen und anderer Gegenstände. AirTag ist mit dem U1-Chip, Bluetooth und einer austauschbaren Batterie ausgestattet, wasserdicht nach IP67 und kostet 35 Euro bzw. 119 Euro im Viererpack.

"Jeder runde AirTag ist klein und leicht, aus präzisionsgeätztem, polierten Edelstahl gefertigt und nach IP67 wasser- und staubgeschützt. Ein eingebauter Lautsprecher spielt Töne ab, um das Auffinden eines AirTag zu erleichtern, während eine abnehmbare Abdeckung den Austausch der Batterie erleichtert. AirTag bietet das gleiche, nahezu magische Erlebnis beim Einrichten wie die AirPods – zum Verbinden muss man einen AirTag einfach in die Nähe des iPhone halten. Anwender können einen AirTag einem Gegenstand zuweisen und mit einer Standardbezeichnung wie 'Schlüssel' oder 'Jacke' oder auch mit einem selbstgewählten Namen kennzeichnen", teilte das Unternehmen mit.

 
AirTag
 
AirTag spürt verlorene Gegenstände auf.
Bild: Apple.

 

Man kann einen AirTag einfach in eine Tasche stecken oder mit Zubehör wie Schlüssel- oder Gepäckanhängern verwenden. Apples AirTag-Anhänger aus Leder kostet 45 Euro, der AirTag-Schlüsselanhänger ist für 35 Euro zu haben. AirTag-Zubehör gibt es auch von Belkin, weitere Anbieter dürften folgen.

Ein eingerichteter AirTag wird auf dem neuen Tab "Gegenstände" der App "Wo ist?" angezeigt. Dort wird der aktuelle oder zuletzt bekannte Standort des Gegenstands auf einer Karte angezeigt. Ein vermisster Gegenstand in Bluetooth-Reichweite kann mittels eines vom AirTag ausgegebenen Tons lokalisiert werden. Die exakte Ortsbestimmung ermöglicht der U1-Chip, der seit dem Jahr 2019 in iPhones verbaut wird.

Befindet sich ein AirTag außerhalb der Bluetooth-Reichweite, kann das "Wo ist?"-Netzwerk helfen, ihn aufzuspüren. Es besteht mittlerweile aus fast einer Milliarde Apple-Geräten und kann Bluetoothsignale von einem verlorenen AirTag erkennen und den Standort an den Nutzer übermitteln. Dieser Prozess findet im Hintergrund statt, ist anonymisiert und erfolgt laut Apple mit einem "Höchstmaß an Schutz der Privatsphäre".

 
AirTag
 
AirTag im Apple-Schlüsselanhänger.
Bild: Apple.

 

Nicht mehr auffindbare AirTags können in den Modus "Verloren" gesetzt werden. Der Anwender enthält dann eine Benachrichtigung, wenn er sich in Reichweite befindet oder vom großen "Wo ist?"-Netzwerk geortet wurde. Wird ein verlorener AirTag von einer anderen Person gefunden, kann diese ihn mit einem iPhone oder einem beliebigen NFC-fähigen Gerät berühren. Man wird dann zu einer Webseite weitergeleitet, auf der eine Kontakttelefonnummer des Eigentümers angezeigt wird, sofern diese angegeben wurde.

Zum Thema Datenschutz teilte Apple mit, dass im AirTag keine Standortdaten oder der Verlauf von Standorten gespeichert werden. Die Kommunikation mit dem 'Wo ist?' Netzwerk ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. "Niemand anders, einschließlich Apple, kennt die Identität oder den Standort eines Geräts, das beim Finden geholfen hat." Zusätzlich sollen eine Reihe proaktiver Funktionen helfen, um unerwünschtes Tracking zu verhindern. Beispielsweise wechseln die vom AirTag gesendeten Bluetoothsignalkennungen häufig, um eine unerwünschte Standortverfolgung zu verhindern.

AirTag kann ab dem 23. April bestellt werden und kommt am 30. April auf den Markt. Die Batterie ist vom Typ CR2032 Knopf­zelle und soll den AirTag bis zu ein Jahr mit Energie versorgen.

Kommentare

Das ist doch genial. Wenn ich ein AirTag versteckt an meinem Fahrrad anbringe dann kann ich es im Fall eines Diebstahl verfolgen. Im günstigsten Falle über das iPhone der Person die mein Fahrrad gestohlen hat :-)

Das alles ohne SIM und mit monatlichen kosten. Ein Traum wird war. 

Finde ich total genial. Ich bin auch schon im Geiste dabei, diverse Dinge damit zu versehen.
Da ich öfters diverse Dinge im Auto transportiere, wäre es schön diese (inkl. Fahrzeug) auffinden zu können, wenn diese abhanden kommen.

Würde ich nicht zuviel Hoffnung drauf setzen. Das AirTag müsste dazu auch gut versteckt werden, da es der Dieb sonst einfach wegwirft. Hierzulande ist der Markanteil von iPhones deutlich geringer als in den USA. Auf dem Land, dünn besiedelt, noch unwahrscheinlicher dass jemand mit einem iPhone dran vorbeikommt.

Aber sehr praktisch um seine Sachen wiederzufinden die nicht geklaut wurden. Auch in der Wohnung durch das Audiosignal.

Schön wäre wenn wie beim Corona Exposure Notification Framework, Google mitmacht, so das auch Android Geräte mithelfen AirTags zu orten.

Unverständlich warum die Autohersteller (und E-Bikes)  immer noch nicht dem Beispiel Apples gefolgt sind und Neuwagen mit einer Aktivierungssperre versehen. iPhones werden kaum noch geklaut, weil sie sich nicht mehr in Betrieb nehmen lassen.

Gute Idee, würde ich mir auch wünschen, dass das funktioniert.

Als versteckter Platz kommt aber wohl nur das Sattelrohr in Frage, und ob da das BT-Signal noch "rauskommt"? 

Wie groß ist das AirTag eigentlich? Wie sieht die - zum Glück nur jährlich - zu wechselnde Batterie aus? (Update: es ist eine CR2032-Knopfzelle)

Das sollte natürlich so angebracht werden, dass es nicht sofort abgerissen und weggeworfen werden kann.
Also, so wie es Apple in ihrer Präsentation getan hat - einfach aussen am Rucksack - ist es tatsächlich nur einer sicheren Umgebung hilfreich. Aber im Fahrzeug gibt es zig Möglichkeiten.

Was die Aktivierung von Geräten/Fahrzeugen etc. angeht, kann Apple auf eine Infrastruktur zurückgreifen, die schon - wie ich glaube - immer existierte. Geräte mussten entweder per Kabel über iTunes, oder per WLan aktiviert werden.
Evtl. fehlt es den Fahrzeugherstellern an der nötigen Infrastruktur und dem dazugehörigen Backend.

Apple ist als Einzelhersteller im Vorteil. Im KFZ-Bereich kocht jeder sein eigenes Süppchen, trotz übergreifender Standards. Dort alle an einen Tisch zu bringen und zu einer gemeinsamen Einigung zu bewegen - was imho das Einzige wäre, was für den Käufer sinnvoll wäre - dürfte fast ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Die meisten Fahrräder werden in der Stadt und an Bahnhöfen/S-Bahn-Stationen geklaut und auch in der Stadt versteckt/vertickt/abgestellt. Und da ist die iPhone- und iPad-Dichte extrem.

Ich werde mir ein Teil holen und testen, was man damit alles anstellen kann.

Wird sicher ein gutes Teil sein.

Beim Fahrrad zb. unter dem Sitz verstecken.

... und sie leben doch!

Speziell, wenn man die Dinger tatsächlich für ungefähr 1 Jahr aktiviert/eingeschaltet lassen kann ohne die Batterie tauschen zu müssen. Das Ganze dann noch dazu ohne Abo. Fände ich super. Ich habe 2 GPS-Tracker (von Trackimo) im Einsatz (versteckt in teurer Fotoausrüstung), was das genaue Gegenteil ist: Akku-Kapazität reicht nur für wenige Tage, Ersatz-Akkus sind nicht lieferbar, Jahres-Abo ist erforderlich, um die Drecksdinger zu orten. Dagegen sind die paar Euronen für die Mehrfach-Packung ein Fliegenschiß. Das Funktionsprinzip ist zwar anders, aber für mich ist die Methode egal, nur das Ergebnis (also verlorene/geklaute Sachen wiederfinden zu können) ist mir wichtig.

Die Autohersteller für das Nichtanbieten vergleichbarer Funktionen zu dissen ist in diesem Fall etwas unangebracht. Meinen BMW kann ich sehr einfach über das iPhone tracken, checken ob die Türen offen oder verschlossen sind und wieviel Benzin noch im Tank ist. Funktioniert super.