Apple stellt 24-Zoll-iMac in komplett neuem Design in sieben Farben mit M1-Chip und Touch-ID-Tastatur vor

21. Apr. 2021 00:01 Uhr - Redaktion

Apple hat nach MacBook Air M1, Mac mini M1 und MacBook Pro M1 einen weiteren Mac mit hauseigenem Prozessor ausgerüstet: Den iMac. Den Anfang macht ein 24-Zoll-Modell, das den 21,5-Zoll-iMac ablöst. Das komplett neue Design des 24-Zoll-iMacs ist 11,5 Millimeter dünn und dank der schmaleren Ränder nur geringfügig größer als der 21,5-Zoll-Vorgänger. Für eine höhere Leistung sorgt der M1-Chip, es gibt eine neue Tastatur mit Touch-ID-Fingerabdrucksensor, WLAN 6, Verbesserungen für Kamera, Mikrofone und Soundsystem sowie bis zu sechs Schnittstellen. Die Preise beginnen bei 1449 Euro bzw. bei 1304,89 Euro (Bildungsbereich), die Auslieferung startet in der zweiten Maihälfte.

"Eine der weltbekanntesten Computerikonen wird mit dem neuen iMac neu erfunden und bietet ein schlankeres und kompakteres Design, das einfach aus jedem Blickwinkel beeindruckt. Dank der System auf einem Chip-Architektur und der herausragenden Energieeffizienz des M1 können Logicboard und Kühlkomponenten im Vergleich zur Vorgängergeneration drastisch konsolidiert und verkleinert werden, wodurch das Seitenprofil des iMac nahezu verschwindet. Das deutlich kompaktere Design reduziert das Volumen des iMac um 50 Prozent, sodass er weniger Platz benötigt", teilte Apple mit.

Der 24-Zoll-Bildschirm (4,5K Retina Display) des neuen iMacs verfügt über eine Auflösung von 4480 mal 2520 Pixeln bei 218 ppi mit Unterstützung für eine Milliarde Farben im P3-Farbraum. Er ist mit der True-Tone-Technologie ausgestattet, die die Farbtemperatur automatisch an die Umgebung anpasst, und bietet eine Helligkeit von 500 Nits sowie eine Antireflexionsbeschichtung. Zusätzlich kann ein externer Bildschirm mit bis zu 6K-Auflösung bei 60 Hz angeschlossen werden.

Für die Rechenleistung sorgt der M1-Chip mit acht CPU-Kernen, bis zu acht GPU-Kernen und 16-Core-Neural-Engine. Gegenüber dem 21,5-Zoll-Vorgängermodell verspricht Apple eine um bis zu 85 Prozent höhere Rechen- und eine bis zu doppelt so hohe Grafikleistung (bis zu 50 Prozent schneller als die leistungsstärkste diskrete Grafik im schnellsten 21,5-Zoll-iMac).

 
24-Zoll-iMac
 
Der neue 24-Zoll-iMac mit M1-Chip, Touch-ID-Tastatur, Soundsystem mit sechs Lautsprechern.
Bild: Apple.

 

Standardmäßig gibt es acht GB Arbeitsspeicher, optional kann der 24-Zoll-iMac mit 16 GB RAM bestellt werden. SSDs gibt es in Speicherkapazitäten von bis zu zwei TB. An Schnittstellen stehen standardmäßig 2x Thunderbolt (mit integriertem USB-C) an der Rückseite und ein Kopfhöreranschluss (seitlich) zur Verfügung.

Die teureren Modelle bieten zwei zusätzliche USB-C-Anschlüsse an der Rückseite sowie einen Ethernet-Port im Netzteil. Das separate Netzteil liefert 143 Watt und wird über ein zwei Meter langes, geflochtenes Stromkabel mit magnetischem Anschluss verbunden. Ebenfalls an Bord sind schnelleres WLAN nach 802.11ax (WLAN 6) und Bluetooth 5.0.

Der von MacBook Air, MacBook Pro, iPhone und iPad bekannte Touch-ID-Fingerabdruckscanner hält nun auch bei Desktop-Macs Einzug. Es gibt ein neues Magic-Keyboard-Modell mit integriertem Touch-ID-Sensor und spezieller Sicherheitskomponente, die direkt mit dem Secure Enclave des M1 im iMac kommuniziert. Der Touch-ID-Sensor ermöglicht Login, schnellen Benutzerwechseln, Admin-Freigaben, Bezahlen per Apple Pay und weitere Aktionen.

 
24-Zoll-iMac
 
Der neue 24-Zoll-iMac ist kaum größer als sein 21,5-Zoll-Vorgänger.
Bild: Apple.

 

Apple hebt Verbesserungen für Kamera, Mikrofone und Soundsystem hervor: "Der iMac ist mit der besten je in einem Mac verbauten 1080p FaceTime HD Kamera ausgestattet, die hochwertige Videos und eine großartige Qualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen liefert. Der iMac nutzt auch die Vorteile des Bildsignalprozessors im M1 Chip und der Neural Engine, die für eine höhere Bildqualität der Kamera durch eine bessere Rauschunterdrückung, einen größeren Dynamikbereich und eine verbesserte automatische Belichtung und Weißabgleich sorgen.

Ergänzend zur Kamera verfügt der neue iMac über das bisher beste in einem Mac verbaute Array aus drei Mikrofonen in Studioqualität für bessere Anrufe und Sprachaufnahmen. Die Mikrofone sind so positioniert, dass Rückkopplungen vom Rest des Systems reduziert werden, während sie dank Beamforming Hintergrundgeräusche besser ignorieren und sich auf die Stimme des Anwenders fokussieren können. Im Ergebnis klingen Gespräche natürlicher und Aufnahmen kristallklar.

Der neue iMac besitzt auch das beste Soundsystem, das je in einem Mac verbaut wurde. Es verfügt über zwei Paare von Force-Cancelling-Tieftönern, die nebeneinander angeordnet sind und für eine beeindruckende Basswiedergabe sorgen und gleichzeitig unbeabsichtigte Vibrationen reduzieren. Jedes Paar wird durch einen Hochleistungs-Hochtöner ausgeglichen. Das Ergebnis ist ein Soundsystem mit sechs Lautsprechern, das eine massive Klangbühne mit starken, artikulierten Bässen und kristallklaren Mitten und Höhen erzeugt. All diese Lautsprecherinnovationen, gepaart mit fortschrittlichen Algorithmen, ermöglichen es dem iMac, räumliches Audio bei der Wiedergabe von Videos mit Dolby Atmos zu unterstützen."

Der neue 24-Zoll-iMac im Überblick

• M1-Chip mit acht CPU- und sieben GPU-Kernen, acht GB Arbeitsspeicher, SSD mit 256 GB, 2x Thunderbolt-Ports, 1x Kopfhöreranschluss, Magic Keyboard, Magic Mouse. Preis: 1449 Euro bzw. 1304,89 Euro (Bildungsbereich). Farben: Grün, Rosé, Blau und Silber.

• M1-Chip mit acht CPU- und acht GPU-Kernen, acht GB Arbeitsspeicher, SSD mit 256 GB, 2x Thunderbolt, 2x USB-C-Ports, 1x Ethernet (im Netzteil), 1x Kopfhöreranschluss. Magic Keyboard mit Touch ID, Magic Mouse. Preis: 1669 Euro bzw. 1503,62 Euro (Bildungsbereich). Farben: Grün, Gelb, Orange, Rosé, Violett, Blau und Silber.

Als Bestelloptionen stehen 16 GB Arbeitsspeicher, SSD-Laufwerke mit 512 GB, 1 TB und 2 TB und ein Magic Keyboard mit Touch ID und Ziffernblock zur Auswahl. Deren Preise sind noch nicht bekannt. Der neue 24-Zoll-iMac kann ab dem 30. April bestellt werden, die Auslieferung startet in der zweiten Maihälfte.

Nachtrag: Auch den neuen 24-Zoll-iMac bietet Apple mit integriertem VESA-Mount-Adapter an. Im Gegensatz zu früher wird dafür kein Aufpreis mehr fällig.

2. Nachtrag: Apple: iMacs mit Intel-Prozessoren weiter erhältlich.

3. Nachtrag: Apple: Magic Keyboard mit Touch ID funktioniert mit allen M1-Macs, aber noch nicht separat erhältlich.

4. Nachtrag: Inzwischen sind auch die Aufpreise bekannt: Das Netzteil mit Ethernet-Schnittstelle kostet 26 Euro, das Magic Keyboard mit Touch ID 50 Euro, das Magic Keyboard mit Ziffernblock und Touch ID 76 Euro, 16 GB Arbeitsspeicher 230 Euro und mehr SSD-Speicher zwischen 230 und 690 Euro.

Kommentare

Tolles Design und endlich eine externe Tastatur mit Touch ID.

Andererseits nur 8 /16  GB Speicher und keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten...

Xyzzy

Schade, kein Standard USB-Anschluss. Das wäre doch ohne weiteres möglich gewesen, um die zahlreichen USB Peripheriegeräte ohne Adapter anschließen zu können. 

Andererseits nur 8 /16  GB Speicher

Der RAM von M1-Macs ist ca. 4x so schnell wie der RAM von Intel-Macs. Je schneller die Verarbeitung, desto eher wird der RAM auch wieder frei. Was lernen wir daraus? 8 GB im M1-Mac sind mit 8 GB im Intel-Mac absolut nicht zu vergleichen.

keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten...

Extern, es gibt genügend Ports.

Schade, kein Standard USB-Anschluss. 

USB-C ist der neue Standard. Eigentlich schon seit Jahren. Begreift es endlich.

Touch ID in der Desktop-Tastatur - endlich! Ich hoffe, die kann ich auch einzeln kaufen für den Mac mini M1.

Das ist richtig. Hätte ich auch dunkel gelassen.

Ansonsten ein unglaubliches Stück Technik - 11mm dick und ein 4,5k Display! Dazu in den meisten Arbeitssituationen praktisch lautlos (naja, mein iMac Pro kann das auch, braucht aber wohl 10mal so viel Strom). Superschnelle NVME SSDs können über Thunderbolt mit der gleichen Geschwindigkeit betrieben werden, wie interner SSD-Speicher, es empfiehlt sich also wohl die mittlere Variante zu wählen. Ich denke, das wird ein echter Hit! Da kann kein Intel/AMD basierter Rechner wirklich konkurrieren.

Nachdem ich mir das jetzt nochmal genauer angesehen habe, bin ich doch zu dem Schluss gekommen, dass der weiße Rand doch die bessere Lösung ist. Dadurch erhält der neue iMac sein sehr freundliches, leichtes Erscheinungsbild, was zu den Farben passt. Ein schwarzer Rand und dann der untere Teil in den Pastelfarben, das wäre übler gewesen.

der weiße Rand geht gar nicht

Der wird wohl in 10 Jahren schön vergilbt auf den Gebrauchtmärkten billig weiter verkauft werden.

Mir gefällt das neue Soundsystem (ohne es gehört zu haben, aber das Konzept ist schon genial), gar nicht schön finde ich das externe Netzteil. Das Gerät hätte mit internen Netzteil gern auch 2 cm dünn werden dürfen, das würde bestimmt möglich sein, und dann auch ohne dem „Kinn“ unter dem Bildschirm. Und Kamera + Mikrofon werden bei mir immer abgeklebt, netter Versuch aber ;-)

Ich mag die Farben und den weißen Bildschirmrand nicht. Hätte das lieber schwarz.

Es wird sicher bald Folien/Hüllen von Drittanbietern geben. Sind ja nicht aufwendig zu designen bei der schlichten Form, und halten dürften sie aufgrund dessen ebenfalls mühelos. (Bei Folien genügt ja die Adhäsion bereits.)

USB-C  hat sich  leider (noch) nicht als neuer Standard durchgesetzt, so dass man umständlich mit Adaptern oder HUBs herumnesteln muss.

Warum immer das ich brauch USB A Gejammer. Leute, da gibt es Kabel die gehen von USB-C auf alles was ihr wollt. Und wie oft braucht man das schon ? Um die USB Maus aus den 90ern anzuschließen ?

Es gibt ihn ja auch in Silber aber Space Gray vermisse ich schon schwer. Und warum immer noch der dicke Rand ,  beim iPad Pro geht es ja auch ohne.

Mir gefällt der neue iMac sehr. Auch die vielen Farbvarianten finde ich gut.

Was mir weniger gefällt, ist dass der iMac in der mittleren Ausstattungsvariante (M1, 8 GB RAM, 2 x TB-3 Ports, 2 x USB-3.0, WLAN und LAN) 1.669 Euro kostet.

Auch das Keyboard mit Touch-ID kostet bei Apple extra. Nur die Magic Mouse 2 und das Magic Keyboard sind im Lieferumfang enthalten.

Das "Gejammer" stammt von jemandem, der ohne zusätzliche Kabel oder HUBs einfach nur USB-Sticks, -Festplatten und Drucker anschließen möchte. Da der iMac ausreichend Platz sowohl für USB-C als auch für USB-A Anschlüsse hätte, gibt es ja auch keinen vernünftigen Grund, dem Benutzer ein unkomplizierteres Anschließen dieser USB-Peripherie vorzuenthalten.

Mir gefallen die Farben alle sehr. Ich hätte ihn aber auch lieber (zusätzlich) in Space grey oder schwarz. Professionelle Bildbearbeitung sollte man mit nem farbigen Bildschirm nicht machen. Das verfälscht den Farbeindruck.

USB-A-Stecker sind auch einfach zu lang, um noch von hinten in den doch sehr dünnen iMac gesteckt werden zu können. Aber klar, hätte man ja auch unten rausbaumeln lassen können, oder? 😜

Kleiner Imac OHNE Ethernet....

wollte Apple wohl 2 Dollar sparen für den Anschluss und uns zum größeren Modell schupsen beim kauf-mich klick .

Apple Evangelist

Nur 2 x Thunderbolt und Schluss? Ethernet im Netzteil (extern????), erst ab dem mittleren Modell? Das ist leider nur ein iMac für Heimanwender. Keine Anschlüsse bekomme ich auch im MacMini, der ist wenigstens billiger. Standard-USB fehlt nicht wirklich, mehr Anschlüsse aber schon und einen SD-Slot hätte ich sinnvoll gefunden. Schade, denn 24 Zoll war genau die fehlende Größe.

im Netzteil finde ich jetzt auch irgendwie nicht so prall und man wird quasi zur mittleren Konfiguration gezwungen, weil der kleine das nicht mal hat. Vermutlich hätte die Schnittstelle auf Grund der fehlenden Dicke des Displays nicht direkt in´s Gehäuse gepasst aber warum zum Henker macht man den Bildschirm dann nicht etwas dicker und spart sich ggf. sogar diesen hässlichen Rand unterhalb des Bildschirms (nachdem nun auch noch das Apple Logo da weggefallen ist, sieht das irgendwie noch beschissener aus) ? Hatte auch gehofft, dass sie den Bildschirm eher rahmenlos bringen, statt dessen wird da so ein weißer Streifen drumherum gemacht (warum vor allem weiß ? - dark mode in Mac OS und dann hat man immer einen weißen Kontrast drum herum ? Macht für mich keinen Sinn).

Also ich weiß nicht, Design war ja eigentlich immer Apples Stärke aber für mich ist der neue iMac nicht so ganz stimmig (da sah der Vorgänger eleganter aus).

Schön ist aber, dass Tastatur und Maus nun wieder im Preis drin sind, das relativiert den höheren Preis dann etwas.

Als ich die Jon-Prosser-Renderings der bunten iMacs sah, dachte ich zuerst: Wie sch.... sieht das denn aus. Doch jetzt bin ich begeistert. Die Farben sind der Burner! Ich könnte mich zwischen blau, lila und gelb gar nicht entscheiden. Ich hoffe, dass Apple auch die Macbook Pro in diesen Farben anbietet, denn Desktop will ich keinen mehr.

Was die Technik angeht: Bleibt mal auf dem Teppich. Auch das sind die absoluten Einsteiger-iMacs. Apple erneuert von unten nach oben. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die richtig geilen Prozessoren und Mini-LED-Displays noch in Entwicklung sind. Natürlich werden noch iMacs für Pro-Anwender kommen. Mit größeren Displays, Schnittstellen und Gehäusefarben, die für Pro-Anwender adäquat sind.

Auch teurer sind die Geräte nicht geworden. Der Billig-iMac mit Full-HD (wer kauft sowas noch?) ist weggefallen. Die beiden besseren iMacs sind sogar 50 bzw. 30 Euro billiger geworden. Maus und Tastatur gehörten schon immer zum iMac, das ist nicht neu. Und die Touch-ID-Tastatur kostet auch keinen Aufpreis wie hier behauptet, sondern ist beim höherwertigen Modell ab Werk dabei. Dafür wurde der iMac deutlich aufgewertet:

1. Neue Architektur mit stark verbesserter Systemleistung

2. Deutlich größeres und verbessertes Display

3. Verbesserte Facetime-Kamera

4. Neues Soundsystem und verbesserte Mikrofone

5. Externe Tastatur mit Touch ID beim höherwertigen Modell

6. Deutlich verringerter Stromverbrauch

Das Ding wird sich verkaufen wie Hulle! Auch wenn Apple nicht jeden Sonderwunsch von uns Nerds erfüllt hat ;-)

Und? Hat man etwas gehört wann der neue 27" iMac kommt? Wieso werden die iMacs separat vorgestellt? Bringt der noch mehr Neuerungen mit?

 

Beispielsweise benötige ich allein 9 USB-A Anschlüsse. Und dabei habe ich USB-Sticks, Kartenleser und externe Gehäuse noch nicht einmal berücksichtigt.

2 x Yubico-Key
1 x professionelles Audio-Interface
1 x Drucker
1 x Scanner
1 x Mecha-Tastatur (zum Schreiben und Gamen braucht es ordentliche Cherry-Taster)
1 x Maus (Magic Mouse ist Müll, besonders zum Gamen; ich will die bewährte Logitech G3 weiter nutzen, Kabel regiert)
1 x Watch-Ladehalter (ja, von Apple)
1 x iPhone-Ladekabel

Denn man wirft ja nicht weg, was noch bestens funktioniert; der Planet dankt. Weil mit dieser Anzahl ohnehin jeder Rechner überfordert wäre, richtet es eben ein passendes Thunderbolt-Dock, das wegen der Ethernet-und Drittmonitoranschlüsse ohnehin bislang benötigt wurde.

Und ja, ihr habt recht, die Anschlüsse werden nicht mehr direkt im Rechner verbaut, weil die Bauteile viel zu sperrig und sie zudem entweder längst deprecated sind (USB-A) oder von vielen gar nicht benötigt werden (Ethernet, weil Breitband-WLAN häufig vollauf genügt). Gerade Ethernet befindet sich zudem im Umbruch; noch ist nicht klar, ob 2,5, 5 oder 10 GBit stärker nachgefragt werden. Wenn der Hersteller nun prophylaktisch einen 10-Gbit-Chip verbaut, steigen ihm potenzielle Kunden wegen der Kostensteigerung und des zusätzlichen Energiebedarfs (auch höherer Kühlaufwand im geschlossenen Rechner!) aufs Dach - welches Schweinderl hötten's denn gern?

Soll heißen, die Frage nach intern verbauten Anschlüssen ist etwas komplexer, als viele sich klar machen. Ihr habt doch die Explosionsdarstellung in der Präsentation gesehen, nicht wahr? Wie sollen bei einem solch miniaturisierten SoC denn klobige Anschlüsse mit mechanischer Zugentlastung und allem pi-pa-po auf dieser kleinen Platine realisiert werden?

Ich finde Apples Lösung recht pfiffig. 2 x Thunderbolt genügen vollauf für das Gros der Anwendungsfälle, und Ethernet in der höheren Konfiguration ins Netzteil zu verlagern, wo, wenn es benötigt wird, kein zusätzliches Kabel mehr bis zum Rechner geführt werden muss, ist auch nicht verkehrt. Zudem kann man es darin durch den kostengünstigeren Austausch des Netzteils leichter ersetzen und einen eventuell später erhältlichen 2,5/5/10 Gbit-Chip ebenso leichter und besser kühlen.

Davon abgesehen ist nach dieser Präsentation der Weg ohnehin klar. Apple arbeiten an einer Vereinheitlichung der SoCs. Der iMac wird später nicht viel anderes mehr sein als ein vergrößertes iPad. D. h., es werden in beiden entweder dasselbe oder bis auf CPU/GPU zumindest weitgehend identische Baseboards verbaut werden. Der Rest sind marginale Unterschiede in der Peripherie (Sound-System, Display, usw.). Ich vermute stark, dass dies auch für künftige MacBooks gelten wird.

Damit wenn man auf das Stromkabel tritt oder darüber stolpert, nicht den Computer vom Tisch reißt. Das ist bei meinen Kunden früher bei den Laptops regelmäßig passiert und kein Garantiefall. Beim magnetischen Adapter klinkt der einfach aus, ohne das Gerät mitzureißen.

Es ist einfach ein Komfortextra, mit mehreren Vorteilen:

1. hat j.s.com schon genannt

2. trennt und verbindet man den Stecker so viel komfortabler (wer regelmäßig 3polige Kaltgerätestecker oder auch nur das Stromkabel der alten Mac minis ab- oder anstecken muss, weiß, wie nervig das sein kann)

3. hält die Verbindung sicher, ohne dass der Stecker tief ins Gerät muss (was bei der kompakten Bauweise der iMacs schwierig wäre)

4. ist das ein kleines Detail, das viele, die es schonmal hatten, sehr lieben und mit dem sich Apple (in Summe mit vielen anderen Details) ein Stück weit als Premiumanbieter absetzen kann

Ich habe gerade mal gezählt: Neben ein paar Thunderbolt-Geräten habe ich permanent 19 USB-A Anschlüsse in Gebrauch: viele Festplatten, Musikinstrumente, Dongels, Kabel für Kameras, eine Maus ist auch dabei ;-)

Nur die Audiosachen brauchen einen Firewire-Adapter. Warum sollte ich mir den ganzen Zoo neu kaufen, nur wegen den klapprigen USB-C-Steckern?

Das hatte ich überlesen, dass bei dem mittleren iMac das Keyboard mit Touch-ID dabei ist. Beim Grundmodell ist es eben nur das normale Magic Keyboard mit Ziffernblock.

Bin dennoch gespannt, ob man die Tastatur mit Touch-ID irgendwann auch ohne den iMac kaufen kann. Das wäre fein.

// Warum immer das ich brauch USB A Gejammer. Leute, da gibt es Kabel die gehen von USB-C auf alles was ihr wollt. Und wie oft braucht man das schon ? Um die USB Maus aus den 90ern anzuschließen ? //

wahrscheinlich gibt es Prozente beim nächsten Apple-Einkauf

wird es vermutlich irgendwann geben, allerdings wird touch-ID nur mit den Macs gehen, die über entsprechende Möglichkeiten verfügen, das ganze ausreichend sicher umzusetzen. Also mit anderen M1-Macs ja, bei intel Macs sind es dann gewöhnliche Tastaturen ohne touch-ID.

Was ist bitte an USB-A bitte unkompliziert ? Hinter den iMac klettern um den Stecker in der richtigen Richtung in den Anschluss zu fummeln. Aber klar, wenn man sich einen Rechner für 1400 EUR+ kauft hat man kein Geld mehr für ein USB-C zu was auch immer Kabel. Von der Ästhetik mal abgesehen.   

Der RAM von M1-Macs ist ca. 4x so schnell wie der RAM von Intel-Macs. Je schneller die Verarbeitung, desto eher wird der RAM auch wieder frei. Was lernen wir daraus? 8 GB im M1-Mac sind mit 8 GB im Intel-Mac absolut nicht zu vergleichen.

 

Die Geschwindigkeit der RAMs ist bedingt durch die quasi System-on-a-Chip Architektur tatsächlich relativ schnell. Allerdings ist es ein Trugschluss, dass man deshalb mit weniger RAM auskommt. Bei mir laufen meist 6-8 Programme parallel - darunter Schwergewichte wie Xcode, Office und Photoshop.

Der Grund warum Apple weniger RAM anbietet ist, dass der M1 Chip eigentlich eher ein iPad-Chip als ein Mac Chip ist - der nächste M-Chip wird sicherlich mehr RAM anbinden können.

Xyzzy