Apple OpenCL: Konkurrenz durch Microsoft

23. Juli 2008 19:30 Uhr - sw

Nicht nur CPUs, sondern auch Grafikprozessoren, die so genannten GPUs, haben in puncto Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren enorme Sprünge nach vorn gemacht. Wenn keine 3D-lastigen Spiele oder Anwendungen laufen, liegt das Potential moderner GPUs jedoch zum Großteil brach. Deren Power für herkömmliche Berechnungen zu nutzen, um die Gesamtleistung von Computern zu erhöhen, ist für die Hersteller eine der großen Herausforderungen für die Zukunft. Mit CUDA von Nvidia und OpenCL von Apple gibt es bereits zwei viel versprechende Ansätze für diese Aufgabe. Jetzt wirft auch Microsoft seinen Hut in den Ring.

Das heute von Microsoft vorgestellte DirectX 11 enthält Computer-Shade-Funktionen zur Auslagerung bestimmter Rechenjobs auf GPUs. Einsatzgebiete sind wie auch bei CUDA und OpenCL beispielsweise wissenschaftliche Anwendungen, Raytracing, Kryptographie, physikalische Simulationen oder Datenbanken.

Apple hat die OpenCL-Spezifikationen zur Standardisierung eingereicht (mehr dazu hier). Zu diesem Zweck hat sich unter Federführung der Khronos Group ein Industriekonsortium gebildet, dem neben Apple auch AMD, Nvidia, ARM, Intel, Freescale, IBM, Motorola und Samsung angehören. Ob sich Microsoft dieser Initiative anschließen und darin einbringen oder seine Technik parallel zu einem künftigen Standard etablieren will, ist derzeit noch völlig offen.