Apple drohen höhere Lizenzgebühren für Musik im iTunes Store

30. Sep 2008 23:45 Uhr - Gast (nicht überprüft)

Wie Fortune heute berichtet, wird das "Copyright Royalty Board" in Washington, D.C. möglicherweise am Donnerstag eine Erhöhung der Lizenzgebühren von Online-Musikanbietern an die Rechteinhaber festsetzen, was auch Verkäufe im iTunes Store betreffen würde. Die bisherige Gebühr von 9 Cent pro Musikstück soll demnach auf 15 Cent erhöht werden, was einer Steigerung um 66 Prozent entspricht.

Die Vereinbarung für die bisherige Gebühr wurde 1997 festgesetzt und lief im letzten Jahr aus. Seit fünf Jahren ist Apples iTunes Store die erfolgreichste Musikplattform im Internet. Derzeit lehnt Apple eine Diskussion über die ausstehende Entscheidung oder die im letzten Jahr ausgesprochene Drohung ab. Damals hatte Apples iTunes-Vizepräsident Eddy Cue angedroht, den iTunes Store lieber zu schliessen, statt höhere Gebühren an Kunden weiter zu geben oder selbst zu tragen.

Würde Apple die Kosten selbst tragen, wäre nach eigenen Angaben kein profitables Musikgeschäft mehr möglich. Von den 99 Cent, die im iTunes Store pro Musikstück gezahlt werden, gehen derzeit 70 Cent an die Plattenfirmen, die wiederum 9 Cent für das Copyright an die Künstler abgeben. Die Plattenfirmen lehnen es ab, erhöhte, fixe Gebühren aus eigener Tasche zu zahlen und schlagen statt dessen eine Gebühr von acht Prozent des Kaufpreises vor. Die "Digital Media Association", die auch Apple vertritt, strebt hingegen eine Gebühr von 4,8 Cent oder sechs Prozent an. Die jetzt anstehende Entscheidung setzt die Gebühren für die nächsten fünf Jahre fest.