Psystar-Gegenklage vor dem Aus

19. Nov. 2008 19:00 Uhr - sw

In der Auseinandersetzung mit Psystar hat Apple einen ersten Sieg errungen. Ein Gericht in Kalifornien hat eine von Psystar gegen Apple eingereichte Klage laut ZDNet abgewiesen. Kernpunkt der Klage: Apple verstoße mit der Koppelung von Betriebssystem und Hardware gegen geltende Antitrust-Gesetze. Dieser Argumentation folgte der zuständige Richter nicht. Psystar habe nicht nachweisen können, dass Apple sich in einer Monopolstellung befinde und diese ausnutze. Der Richter gab letztlich Apples Antrag, statt die Klage zurückzuweisen. Psystar hat nun die Möglichkeit, die Klage bis zum 08. Dezember mit neuen Argumenten und Beweisen erneut einzubringen. Falls Psystar davon keinen Gebrauch macht, wird die Klage gegen Apple vollständig fallengelassen.

Psystar vertreibt seit Frühjahr 2008 Intel-basierte Computersysteme mit vorinstalliertem Mac OS X. Apple sieht darin ein illegales Vorgehen und reichte Anfang Juli eine Klage gegen Psystar ein. Die Vorwürfe: Psystar verletze Patent-, Marken- und Lizenzrechte von Apple, schade dem Ruf des Unternehmens und habe unrechtmäßig Veränderungen an Apple-Produkten vorgenommen. Ende August konterte Psystar mit einer Gegenklage, die nun vor dem Aus steht.

Im Hauptsacheverfahren Apple gegen Psystar wird eine Gerichtsverhandlung für November 2009 angestrebt.