Apple darf iPhone-Werbespot nicht mehr zeigen

27. Nov. 2008 16:00 Uhr - sw

Zum zweiten Mal hat die britische Behörde Advertising Standards Authority (ASA) Apple untersagt, einen iPhone-Werbespot im Fernsehen auszustrahlen. Es handelt sich dabei um den Clip "Unslow", in dem Apple die UMTS-Datenübertragung des iPhones als "really fast" anpreist. Nach Angaben der ASA seien 17 Beschwerden eingegangen, in denen kritisiert wird, dass die in dem Spot gezeigten Geschwindigkeiten (Seitenaufrufe in Safari, Ortsbestimmung mit Google Maps und Download von Attachements in Mail) in der Praxis kaum zu erreichen wären. Die ASA stimmt diesen Beschwerden zu.

Der Werbespot sei irreführend, da er den Zuschauern den Eindruck vermittle, dass die darin gezeigten Geschwindigkeiten auch in der Realität problemlos zu erreichen wären. Der von Apple eingeblendete Hinweis, dass die Geschwindigkeiten im Mobilfunknetz varrieren, sei nicht ausreichend, so die ASA. Apple darf den Clip daher in dieser Form nicht länger im Fernsehen zeigen.

Bereits im August untersagte die ASA die weitere Ausstrahlung eines iPhone-Werbespots. Darin behauptete Apple, dass mit dem iPhone der Zugriff auf das gesamte Web möglich sei. Tatsächlich bietet das iPhone jedoch nach wie vor keine Unterstützung für Java- und Flash-Inhalte. Daher seien die Aussagen in dem Werbespot irreführend, erläuterte die ASA damals.