Mac OS X 10.6 vs. Windows 7

16. Okt. 2009 17:00 Uhr - sw

Cnet hat die Betriebssysteme Mac OS X 10.6 "Snow Leopard" und Windows 7 einem Leistungstest unterzogen. Fazit: In vielen Bereichen ist Mac OS X schneller als Windows. Cnet führte die Tests auf einem MacBook Pro (Core 2 Duo mit 2,5 GHz, vier GB RAM, GeForce 9600M GT) durch. Jedes Betriebssystem wurde auf einer eigenen Festplatte installiert. Nach Angaben von Cnet bootet das Apple-Betriebssystem schneller (36,4 vs. 42,7 Sekunden), benötigt weniger Zeit zum Ausschalten (6,6 vs. 12,63 Sekunden) und ist schneller bei einer QuickTime-Formatumwandlung (444,3 vs. 723 Sekunden).

Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Mac OS X 10.6 über das neu entwickelte und laut Apple auf Performance optimierte QuickTime X verfügt, während für Windows nur QuickTime 7 erhältlich ist.

Auch in iTunes schnitt "Snow Leopard" besser ab als der Konkurrent von Microsoft (Songkonvertierung; 149,9 vs. 162 Sekunden). Zudem erzielte das MacBook Pro unter Mac OS X eine längere Akkulaufzeit als unter Windows 7 (111 vs. 77 Minuten; höchste Helligkeitseinstellungen, WLAN aktiviert, Endloswiedergabe eines Films).

In zwei Bereichen musste sich Mac OS X allerdings Windows 7 geschlagen geben. In Call of Duty 4 erzielte Mac OS X eine Bildwiederholrate (fps) von 21,2, Windows 7 kam hingegen auf 26,3. In der Benchmarksoftware Cinebench schnitt Windows 7 mit 5777 Punkten ab, Mac OS X erreichte nur 5437.

Kommentare

Quicktime X kann doch keine Formatumwandlung machen nur für iPod/iTunes adaptieren.
Oder weiss ich da was nicht?

Falls so wäre die Formatumwandlung auch auf OS X mit QT7 gemacht worden.

Also GUI Operationen usw. Das ist doch das erste was bei täglichen Arbeiten zählt.
Denn iTunes ist denke ich mal auf dem Mac auch besser optimiert. Das weiß ich aber nicht. Aber die 3D Treiber sind es mitunter unter Windows z.B. schon, was eben auch die höhere Frame Anzahl erklären könnte.
Ansonsten schon mal keine schlechte Übersicht.

Gute Nacht.

Fabio
http://apfelblitz.wordpress.com/

Ein Video in Spielfilmlänge mit MPEG Streamclip unter beiden Systemen in H.264 umwandeln zu lassen, hätte noch einen Pluspunkt für Mac OS gebracht. Ich habe das mal an 10 Minuten Film getestet, die aktuelle Version von MPEG Streamclip 1.9.2 erledigte unter Snow Leopard die Aufgabe in 8 Minuten Sekunden, während Version 1.2 unter Windows 7 dafür 10 Minuten und 10 Sekunden brauchte. Liegt das an einem optimiertem System, oder sind beide Versionen von MPEG Streamclip so sehr unterschiedlich? Die MPEG-Komponente von Quicktime war beide Male von Apple.

Es sollte sich aber jemand mal die "Mühe" machen, statt des Macbook Pros für Windows 7 ein möglichst vergleichbares (Prozessor, RAM, Platte, Grafik) System zu verwenden, das nicht von Apple ist.

Dann könnte man feststellen, dass plötzlich bessere Ergebnisse für Bootzeit, Ausschaltzeit usw. ermittelt werden, als mit Bootcamp auf MBP gemessen.

Ein Macbook Pro mit Bootcamp ist keine optimale Voraussetzung für Windows. Warum oder wie Bootcamp Windows so sehr auf Apple Hardware ausbremst, ist mir nicht klar.

Mich ärgert es aber schon ein wenig, dass Windows nicht so schnell auf meinem MBP läuft, wie auf einem "normalen PC".

Der Cnet-Test ist also mehr ein Eigentor, das man als Siegestreffer in einem Spiel sieht.