Handy-Wäsche: Akku-Ladegerät eliminiert Keime

30. Apr. 2012 18:00 Uhr - Redaktion-pte

Smartphones sind nicht nur hochmoderne internetfähige Kommunikationszentralen, sondern auch beliebte Brutstätten für Bakterien und Keime. Um Handy-User vor gefährlichen Infektionen und Virusattacken zu schützen, haben findige US-Entwickler nun ein neuartiges Zubehör-Gadget namens PhoneSoap vorgestellt, das die Sauberkeit der täglichen Begleiter sicherstellen soll. Hinter der auf den ersten Blick etwas verwirrenden Bezeichnung verbirgt sich eine Art "Waschcontainer" für Handys, der verseuchte Geräte mittels UV-Licht von Bakterien befreit und ganz nebenbei auch noch den Akku wieder auflädt.

Killer: ultraviolette Strahlung

"Haben Sie sich jemals gefragt, wie schmutzig Ihr Mobiltelefon eigentlich ist? Es ist weit schlimmer als Sie vermuten", erklären die Erfinder der innovativen "Handyseife" auf ihrer Homepage. Handys seien heute bei den Nutzern andauernd im Einsatz. "Wir waschen unsere Hände, wenn sie schmutzig sind, aber nicht unsere Handys. Das bedeutet, dass sich all die Keime, die von den Händen entfernt worden sind, noch immer weiter ungehindert auf unseren Lieblingsgeräten ausbreiten können", so die Schilderung. Diese würden noch dazu zumeist in warmen Hosen- oder Jackentaschen aufbewahrt, einem perfekten Brutplatz für Bakterien.



Die Funktionsweise von PhoneSoap ist denkbar einfach: Wer sein Smartphone von unsichtbaren Keimen und Bakterien befreien will, muss es hierfür einfach in das Zubehörteil stecken, das von außen wie eine Containerbox aussieht. Die Bakterienbekämpfung im Inneren übernimmt UV-C-Licht, das in der physikalischen Entkeimungstechnik vor allem in Krankenhäusern seine technische Anwendung findet. Die ultraviolette Strahlung durchdringt die Zellwände von bakteriellen Keimen, zerstört deren DNA und macht sie auf diese Weise unschädlich.

Auf User-Spenden angewiesen

Das UV-Licht bestrahlt das eingeschlossene Handy von zwei Seiten und tötet dabei alle gegenwärtig vorhandenen Keime ab. Um zu vermeiden, dass das Mobiltelefon bei diesem Prozess Schäden nimmt, bleibt die säubernde Strahlung jeweils nur drei bis fünf Minuten eingeschaltet. Während des "Waschvorganges" wird zudem auch gleichzeitig der Akku des Geräts aufgeladen. Unterstützt werden sowohl der Apple-Dock-Connector als auch herkömmliche Micro-USB-Kabel.

PhoneSoap ist aber noch kein fertiges Produkt, sondern befindet sich im Entwicklungsstadium. Über die Crowd-Funding-Webseite Kickstarter sammelt das Projekt Geld, um die Entwicklung abzuschließen und die Produktion starten zu können. Bislang sind über 50.000 Dollar zusammengekommen.

(Markus Steiner, pressetext.de)