Petition an Apple: Anwender fordern verbesserten Mac Pro

30. Mai 2012 17:00 Uhr - sw

Wie geht es mit dem Mac Pro weiter? Diese Frage wird unter Anwendern seit Monaten intensiv diskutiert. Der Hintergrund: Die letzte Aktualisierung der Desktop-Workstation erfolgte vor fast zwei Jahren. Die derzeit von Apple angebotenen Mac-Pro-Modelle kamen im August 2010 auf den Markt – aktuelle Intel-Xeon-Prozessoren oder moderne Schnittstellen wie Thunderbolt oder USB 3.0 sucht man beim Mac Pro vergebens. Der Ruf seitens professioneller Anwender nach einer neuen Mac-Pro-Generation wurde in den letzten Monaten immer lauter, allerdings hüllt sich Apple in Schweigen.

Das Unternehmen hat bislang weder neue Mac-Pro-Modelle vorgestellt noch sich zur Zukunft des Produkts geäußert, weswegen eine wachsende Zahl an Usern befürchtet, dass Apple den Mac Pro einstellt. Vor diesem Hintergrund hat Lou Borella vor wenigen Wochen die Facebook-Petition "Wir wollen einen neuen Mac Pro" gestartet, mit der Apple gezeigt werden soll, dass der Mac Pro nach wie vor viele Fans hat.

Mac Pro

Mac Pro: Anwender fordern neue Modelle
Foto: Apple


"Hallo Apple. Wir sind die kreative Community und wünschen uns ein wenig Klarheit bezüglich eines unserer Lieblingsprodukte, dem Mac-Pro-Tower. Ist das zu viel verlangt?", schreibt Borella.

Die Petition hat bislang mehr als 14.000 "Gefällt mir"-Angaben erzielt. Eine Reaktion Apples gab es noch nicht. Die schnell wachsende Zahl der Unterzeichner deutet jedoch an, dass das Interesse am Mac Pro weiterhin groß ist – was realistisch betrachtet nicht wirklich überrascht, da kein anderer Mac dem Mac Pro in puncto Leistung, Erweiterbarkeit und Flexibilität das Wasser reichen kann.

Kommentare

Mir tun sich da zwei Fragen auf:

1. Was haben professionelle Anwender bei Facebook verloren?
2. Was ist mit einem Pro-Betriebssystem? Bisher haben Profis 10.6.8 am laufen.

Gruß Uli

Ich hoffe sehr, dass es den Mac Pro auch weiterhin geben wird und bald neue Modelle kommen. Mac mini und iMac sind gute und leistungsfähige Geräte. Aber es gibt viele Situationen, in denen es ohne die Rechenpower und Erweiterbarkeit des Mac Pro einfach nicht geht. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Apple den Mac Pro aus dem Programm nehmen wird.

[quote=Uli]Mir tun sich da zwei Fragen auf:

1. Was haben professionelle Anwender bei Facebook verloren?[/quote]

Oh, Ohhh Uli ! Ich habe die Nachricht von einem der erfolgreichsten Produzenten im Land auf Facebook gelesen :-)

Hallo Apple,

wir sind das fahrende Volk der Kreativen und verwenden deshalb gern ein MacBookPro. Leider entspricht dieses Produkt seit 2008 keinem professionellen Standard mehr. Wir möchten demnächst wieder matte Displays, Expresscard-Slots und einen Hochgeschwindigkeitsanschlüsse (FireWire, USB3.0, eSata...) und austauschbare Akkus an allen Geräten serienmäßig.

Wenn das zuviel verlangt ist, steckt euch die Dinger demnächst in den Hintern! Wir haben die Schnauze voll von unbrauchbaren Schminkspieldiplays, SD-Card Slots und proprietären Apple Schnittstellen....
http://www.macgadget.de/News/2012/05/30/Kanex-stellt-Thunderbolt-Kabel-… (60€ für ein KABEL, geht's noch?)

[quote=MacManiac]Hallo Apple,

wir sind das fahrende Volk der Kreativen und verwenden deshalb gern ein MacBookPro. Leider entspricht dieses Produkt seit 2008 keinem professionellen Standard mehr. Wir möchten demnächst wieder matte Displays, Expresscard-Slots und einen Hochgeschwindigkeitsanschlüsse (FireWire, USB3.0, eSata...) und austauschbare Akkus an allen Geräten serienmäßig.

Wenn das zuviel verlangt ist, steckt euch die Dinger demnächst in den Hintern! Wir haben die Schnauze voll von unbrauchbaren Schminkspieldiplays, SD-Card Slots und proprietären Apple Schnittstellen....
http://www.macgadget.de/News/2012/05/30/Kanex-stellt-Thunderbolt-Kabel-… (60€ für ein KABEL, geht's noch?)[/quote]

1. Hochauflösendes blendfreies MacBook Pro Widescreendisplay
finde ich sehr gut, wie matt, eigentlich besser, Geschmacksache...
2. 17" hat ein Expresscard-Slot und ich verwende ihn
3. Firewire habe ich auch
4. usb3.0 durch Expresscard erweiterbar oder Thunderbolt, teuer aber nicht unmöglich
5. ich bin ab und zu nicht glücklich mit meinem "schminkspieldisplay" (sehr selten)
6. austauschbare Akkus... nun ja die Akkus kosten soviel wie ein Mobilesakku, googleitforyourself
7. die Schnittstellen, die ich habe, funktionieren einwandfrei, schliesse über usb FPGA-Boards an und sie funktionieren, was will man mehr ?
als Ingenieur kann man sich darauf verlassen, viele nehmen IBM... aber ich bin auch mit einem Macbook sehr glücklich

ich finde, alles hat vor und Nachteile, steigt ruhig auf acer etc. um :D alleine das Trackpad wird euch zwingen eines gesenkten Hauptes zurück zu kommen.
Ferner: niemand sollte gezwungen sein, sich etwas in den Hintern zu schieben, aber wenn ihr " das fahrende Volk der Kreativen" es tut, dann belästigt die Anderen nicht damit und tut es für euch.

Gruss

also ich habe mind. 70 professionelle Musiker, Komponisten, Sänger, D-jays, Verlage, Veranstalter, Tonleute und Videoleute in meiner Freundesliste, darunter zwei-drei USA-Grammy-Gewinner und mehrere Gold- und Platinproduzenten aus Zeiten, als man noch hunderttausende Platten verkaufen musste, um Platin zu bekommen.

[quote=ihatedumbpeople]....
2. 17" hat ein Expresscard-Slot und ich verwende ihn
3. Firewire habe ich auch
4. usb3.0 durch Expresscard erweiterbar.....
6. austauschbare Akkus... ...

Gruss[/quote]

ad 2: 17" ist für mich kein Mobilgerät, deshalb sagte ich für ALLE MBP
ad 3: über den Entfall von Firewire wurde zuletzt orakelt
ad 4: machbar nur in 17", dann aber immer noch sinnfrei
ad 6: austauschbar heißt ohne Werkzeug einen mitgeführten Reserveakku einbauen zu können

Zu Deinem Schlußsatz: Wer ein 17" MBP mit sich herumträgt, wird doch davor keine Angst haben, oder ;-)

Ein Bekannter, der Unternehmer ist, möchte schon seit längerer Zeit drei oder vier neue Mac Pro's anschaffen. Nur sieht er es einfach nicht ein, die Kisten ohne Thunderbolt, ohne USB 3 und mit veralteten Prozessoren zu kaufen. iMacs kommen für ihn nicht in Frage (nicht genügend Rechenleistung, nicht erweiterbar).

Wenn ich mir die Kommentare der Facebook-Petition so durchlese, scheint mein Bekannter kein Einzelfall zu sein. Sprich: Es besteht Nachfrage nach dem Mac Pro und das Gerät hat seine Berechtigung.

Bitte nicht von dir auf andere schließen ...

Genau.....
und wer als Pro keine 60€ für ein Tb-Kabel hat sollte sich nicht pro nennen...

Warum nicht? Bitte Gründe angeben, warum professionelle Anwender bei Facebook nicht verloren haben (sollten).
Und zu 2: Alle, die 10.7 am Laufen haben oder Windows sind keine Profis! Aha...
Ziemlich platt diese Denkweise.
Naja, vielleicht kommen von Uli noch die eine und andere Aussage.
Gute Nacht
Claus

[quote=Uli]Mir tun sich da zwei Fragen auf:

1. Was haben professionelle Anwender bei Facebook verloren?
2. Was ist mit einem Pro-Betriebssystem? Bisher haben Profis 10.6.8 am laufen.

Gruß Uli[/quote]

Hallo zusammen

Ich habe das gefühl das einige "Profi" anwender noch immer nicht die Strategie von Apple verstanden haben.

Mit Mountain Lion wird der Entwickler ja quasi genötigt seine Software zu kastrieren zu ein App. In einige Jahren wird es CS7 gar nicht mehr laufen können auf ein Mac. Ich kann mir nicht vorstellen das Adobe eine CS7 für Mac analog zum Windows entwickelt. Das wird dann ein Adobe App gehen für jedes Programm einzeln. Damit geht aber das Vertrieb konzept von Adobe nicht mehr auf. Adobe wird sicher nicht 30% von Ertrag an Apple abgeben wollen!

Es gibt noch eine möglichkeit. Ein generellen Boykott von Mountain Lion und später. Die alternative ist das Apple die Firma Adobe aufkauft (10 milliarden aus die Portokasse ist ja kein Problem) und den Vertrieb für CS6 für Windows einstellt. Dann können Sie ihre Diktate ausführen. Vermutlich wird dann aber die Kartellkommission eingreifen.

In 2015 wird es vermutlich keine Profis (IT-er und Grafiker) mehr geben die noch auf ein Mac arbeiten!

Gruss
Gérard

[quote=Gerard_Dirks]Mit Mountain Lion wird der Entwickler ja quasi genötigt seine Software zu kastrieren zu ein App. In einige Jahren wird es CS7 gar nicht mehr laufen können auf ein Mac. Ich kann mir nicht vorstellen das Adobe eine CS7 für Mac analog zum Windows entwickelt. Das wird dann ein Adobe App gehen für jedes Programm einzeln. Damit geht aber das Vertrieb konzept von Adobe nicht mehr auf. Adobe wird sicher nicht 30% von Ertrag an Apple abgeben wollen![/quote]

Quatsch! Auch mit Mountain Lion kann man Software außerhalb des Mac App Store verwenden. Kein Entwickler ist gezwungen, seine Software im Mac App Store anzubieten.

[quote=fruchtsaft][quote=Gerard_Dirks]Mit Mountain Lion wird der Entwickler ja quasi genötigt seine Software zu kastrieren zu ein App. In einige Jahren wird es CS7 gar nicht mehr laufen können auf ein Mac. Ich kann mir nicht vorstellen das Adobe eine CS7 für Mac analog zum Windows entwickelt. Das wird dann ein Adobe App gehen für jedes Programm einzeln. Damit geht aber das Vertrieb konzept von Adobe nicht mehr auf. Adobe wird sicher nicht 30% von Ertrag an Apple abgeben wollen![/quote]

Quatsch! Auch mit Mountain Lion kann man Software außerhalb des Mac App Store verwenden. Kein Entwickler ist gezwungen, seine Software im Mac App Store anzubieten.[/quote]

Ich sage nicht das es nicht mehr geht. Es ist der Anfang von Ende! Es wird in Zukunft so! STRATEGIE!

[quote=Gerard_Dirks]Ich sage nicht das es nicht mehr geht. Es ist der Anfang von Ende! Es wird in Zukunft so! STRATEGIE![/quote]

Genau. Du weisst es. Kennst Apples Pläne wie kein anderer. Und wir alle, der Rest, sind unwissend.

So ein Quatsch... Das ist lediglich deine persönliche Meinung. Hast du Beweise? Lass mich raten, die hast du nicht!

Niemand außerhalb eines wohl recht überschaubaren Personenkreises bei Apple weiß, was in zwei, drei oder fünf Jahren sein wird!

Und nochwas, "Apps" ist lediglich die Marketing-Kurzform für Software. Schon seit 1984 gibt es Mac-Apps. Nur wurde damals das Wort eben noch ausgeschrieben, Applications.

Ich staune, wie wenige sich daran erinnern, dass bei der Einführung vom iPhone erklärt wurde, dass das MacOS X das Herz von Apple ist, und dass man sich entschieden hat, auch das iPhone auf diesem System zu bauen.
Rausgekommen ist ein abgespecktes OS X.
Warum?
Ist doch eigentlich klar. Im iPhone war noch zuwenig Platz und Leistung. (Wisst ihr noch? Mit 8GB gings los!)

In der Zwischenzeit ist die Leistung des iPhones gewachsen. Es wird aber garantiert noch ein Weilchen dauern, bis es mit MacBooks gleichzieht.

Bei der Weiterentwicklung des iOS wurden dabei neue Bedienungskonzepte entdeckt, die das Apple-Kader offensichtlich so überzeugt haben, dass sie sie ins MacOS übertragen haben (und weiterhin tun).
Darunter werkelt aber noch immer das VOLLE MacOS!!! Während im iPhone/Touch/iPad das iOS wächst, bis es eines Tages dem MacOS entspricht.

UND NICHT UMGEKEHRT!!!
Glaubt ihr im Ernst, das Apple das ultrageniale MacOS zu einem iOS downgraded, während die Hardware immer schneller wird?

Dass sich bis dahin die Bedienungsphilosophie bei beiden Systemen verändert und weiterentwickelt ist wohl klar. (Ja hoffentlich auch!)

Was ich dem iPhone riesig verdanke, ist das Multi-Touch-Pad. Ohne iPhone hätten wir wahrscheinlich noch immer ein simples Touchpad mit einer Taste und Scrollbalken, die wir anpeilen müssen (siehe Win). Ich kann mir die Mac-Bedienung ohne Multi-Touch beim besten Willen nicht mehr vorstellen.
Zurück zur Maus? NIEMALS!

(P.S. Es kann natürlich sein, dass sich das MacOS auch so sehr weiterentwickelt, dass es letztlich doch immer so gross und anspruchsvoll bleibt, dass es nie in ein iPhone passt. Dann wird es halt die iOS Abteilung weiterhin geben.)

[quote=clausimausi]Warum nicht? Bitte Gründe angeben, warum professionelle Anwender bei Facebook nicht verloren haben (sollten).
Und zu 2: Alle, die 10.7 am Laufen haben oder Windows sind keine Profis! Aha...
Ziemlich platt diese Denkweise.[/quote]OK, ich werde mich in Zukunft hier mehr zurückhalten ...

Zur Facebook-Szene: sorry, es ist eben heutzutage so, das die eine Gruppe aus Sicherheitsgründen einen Riesenbogen um die andere Gruppe macht - wenn die Werbestrategen von irgendwelchen Künstlern bei FB eine Community aufbauen, damit der Rubel besser rollt, verstehe ich das natürlich auch.

Zu 10.7: ganz falsch geraten – ich meine, Profis wechseln seit einiger Zeit zu Windows. Beruflich habe ich diesen Schritt vollzogen - mitreden kann ich aus dem Grund, weil mein Betriebssystem virtuell au einem iMac mit 10.7 läuft. Was haben die EDV-Leute neulich gelacht, als bei mir ein defekter User ersetzt werden musste: mit Tricks erstmal die Library sichtbar machen, und gefühlte hundertmal mein Kennwort eingeben ... im Job bekomme es bezahlt, auf persönlichen Rechnern tue ich mir diese Schikanen bestimmt nicht an :-)
Wie gesagt, bei einer MacOS-Pro - Version würde ich auch in Zukunft noch Apple ernstnehmen. Es geht aber z.Z. bei Apple darum, das sich die Leute jetzt beim Betriebsystem an das gefrickel auf ihren Telefonen erinnert fühlen sollen. Das finde ich nun wieder schrecklich platt.

Gruß Uli