Insider: Der Mac Pro hat eine Zukunft

31. Mai 2012 17:00 Uhr - sw

Der gewöhnlich gut informierte Blogger Jim Dalrymple hat Gerüchten über eine angebliche Einstellung des Mac Pro widersprochen. Während eines Interviews wurde Dalrymple darauf angesprochen, ob die Möglichkeit bestehe, dass Apple die Desktop-Workstation aus dem Angebot nehme. "Nein" lautete die kurze Antwort von Dalrymple. Dalrymple ist Mitbetreiber des Blogs The Loop und hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass er über verlässliche Quellen aus dem Apple-Umfeld verfügt.

Wie MacGadget gestern berichtete, wird unter Anwendern intensiv über die Zukunft des Mac Pro diskutiert. Hintergrund ist der Umstand, dass der aktuelle Mac Pro seit fast zwei Jahren auf dem Markt ist und in puncto Prozessoren und Schnittstellen nicht dem Stand der Technik entspricht. Mit einer Petition fordern User eine neue Mac-Pro-Generation von Apple. Die Petition wurde inzwischen von über 15.500 Personen unterzeichnet.

Kommentare

An eine Einstellung des Mac Pro glaube ich auch nicht. Das ganze grafische Gewerbe hängt immer noch zum großen Teil am Mac. Wir haben bei uns in der Agentur auch Win als Alternative getestet, aber im direkten Vergleich laufen unsere 8 Mac Pros und 6 MacBook Pro einfach zuverlässiger und wartungsfreier.

Man muss auch beachten, dass im Produktivbereich die Innovations- und Investitionszyklen etwas länger sind als bei den Nerds, die alle 9 Monate das neueste Modell haben wollen. Unsere Rechner werden ca. 2 bis 4 Jahre genutzt, bevor sie in weniger leistungshungrige Abteilungen wandern.

Mit Thunderbolt könnte hier auch noch niemand etwas anfangen. Was für uns zählt, ist eine ausreichende Leistung, gepaart mit hoher Betriebssicherheit und geringer Wartungsintensität/Betriebskosten. Aus diesem Grund haben wir auch alle bisherigen Server inkl. Klimaanlagen durch Mac Mini-Server ersetzt. Platzersparnis ca. 80%, die Energieeinsparung dürfte noch höher liegen.

... wäre die Einstellung eines Produkts, das nicht einmal ein halbes Prozent des Umsatzes eines Unternehmens ausmacht, Unsinn?

Ist das halbe Prozent polemisch in der Raum geworfen oder Tatsache? Selbst wenn es stimmen würde, wäre der erzielbare Gewinn die für Apple wichtigere Größe als der Umsatzanteil. Ich wundere mich immer, dass alle Umsatz oder Marktanteile für die relevanten Faktoren halten. Opel macht auch Umsatz. Ein möglicher Grund für eine Einstellung wäre für mich, wenn das Produkt Verluste einfahren würde.

Ohne einen Mac Pro würden große Teile prof. Anwender wegfallen, dann würde es auch keinen Sinn mehr machen, prof. Anwendungen für den Mac auf den Markt zu bringen. Adobe würde die Mac-Version der CS einstellen ...

Die Abwanderung prof. Anwender würde auch die installierte Betriebssystembasis verkleinern und damit an der Rentabilität anderer Produkte knabbern (Systemsoftware ...), auch das rel. neue Thunderbolt-Display könnte man gleich wieder einstampfen.

Abgesehen davon werden in Agenturen und Verlagen, die mit Mac arbeiten, auch wieder viele private Neukunden für andere Apple-Produkte generiert. Bei uns in der Agentur gibt es zB. nur einen Mitarbeiter, der privat KEINEN Mac nutzt. Ich selber bin 1992 durch meinen damaligen Arbeitgeber zu Apple gekommen, habe privat jetzt meinen 7. und beruflich meinen 6. Mac. Der Mac Pro ist also ein Multiplikator.

[quote=Oliver]An eine Einstellung des Mac Pro glaube ich auch nicht. Das ganze grafische Gewerbe hängt immer noch zum großen Teil am Mac. Wir haben bei uns in der Agentur auch Win als Alternative getestet, aber im direkten Vergleich laufen unsere 8 Mac Pros und 6 MacBook Pro einfach zuverlässiger und wartungsfreier.

Man muss auch beachten, dass im Produktivbereich die Innovations- und Investitionszyklen etwas länger sind als bei den Nerds, die alle 9 Monate das neueste Modell haben wollen. Unsere Rechner werden ca. 2 bis 4 Jahre genutzt, bevor sie in weniger leistungshungrige Abteilungen wandern.

Mit Thunderbolt könnte hier auch noch niemand etwas anfangen. Was für uns zählt, ist eine ausreichende Leistung, gepaart mit hoher Betriebssicherheit und geringer Wartungsintensität/Betriebskosten. Aus diesem Grund haben wir auch alle bisherigen Server inkl. Klimaanlagen durch Mac Mini-Server ersetzt. Platzersparnis ca. 80%, die Energieeinsparung dürfte noch höher liegen.[/quote]

ganz deiner Meinung.

[quote=Oliver]Ist das halbe Prozent polemisch in der Raum geworfen oder Tatsache? Selbst wenn es stimmen würde, wäre der erzielbare Gewinn die für Apple wichtigere Größe als der Umsatzanteil. Ich wundere mich immer, dass alle Umsatz oder Marktanteile für die relevanten Faktoren halten. Opel macht auch Umsatz. Ein möglicher Grund für eine Einstellung wäre für mich, wenn das Produkt Verluste einfahren würde.

Ohne einen Mac Pro würden große Teile prof. Anwender wegfallen, dann würde es auch keinen Sinn mehr machen, prof. Anwendungen für den Mac auf den Markt zu bringen. Adobe würde die Mac-Version der CS einstellen ...

Die Abwanderung prof. Anwender würde auch die installierte Betriebssystembasis verkleinern und damit an der Rentabilität anderer Produkte knabbern (Systemsoftware ...), auch das rel. neue Thunderbolt-Display könnte man gleich wieder einstampfen.

Abgesehen davon werden in Agenturen und Verlagen, die mit Mac arbeiten, auch wieder viele private Neukunden für andere Apple-Produkte generiert. Bei uns in der Agentur gibt es zB. nur einen Mitarbeiter, der privat KEINEN Mac nutzt. Ich selber bin 1992 durch meinen damaligen Arbeitgeber zu Apple gekommen, habe privat jetzt meinen 7. und beruflich meinen 6. Mac. Der Mac Pro ist also ein Multiplikator.[/quote]

hat man viele Produkte, hat man eine größere Chance die Kunden zu behalten oder neue zu gewinnen.
der Verlust alter Kunden.. :D "ein mal apple, immer apple", auch wenn man win7oder win8 als vm laufen lässt, z.B. für Xilinx, Modelsim etc.

[quote=grhrd]... wäre die Einstellung eines Produkts, das nicht einmal ein halbes Prozent des Umsatzes eines Unternehmens ausmacht, Unsinn?[/quote]

Eine kleine Geschichte: vor ca. 35 Jahren war die Firma Yamaha für Motorräder, Bootsmotoren akustische Instrumente aber nicht für Synthesizer berühmt. Sie hatten nicht den Namen von Moog, Oberheim, Arp. Also bauten sie einen Synthie, dessen Preis weit im sechsstelligen DM Bereich lag, ein Hallgerät für über 20000, dann noch zwei Studien, die jeder gut fand, aber keiner kaufen konnte. Es dauerte nicht einmal 10 Jahre, dann waren sie Weltmarktführer mit einem Derivat (DX 7) der letzten Studie.

Baut Apple einen Computer mit 16 oder mehr Kernen und geilem Design, finden das alle Kiddies, die jetzt mit viel Quengelei den Alten ein AiFoun aus den Rippen leiern diese Kiste ultracool, damit die Firma ultracool. Es dauert nicht lange, dann kaufen sie selbst. Was wohl?

Immerhin könnte die Firma als eine der wenigen es sich leisten, nicht nur auf das nächste Quartalsergebnis zu starren, sondern längerfristiger zu planen. Dafür alleine würde sich die Weiterführung lohnen. Dass auch noch einige die Geräte kaufen, spricht auch nicht gerade dagegen. Allein aus meinem unmittelbaren Bekanntenkreis würden mehr als zwanzig Leute zugreifen.

Ich warte ebenfalls seit langem sehnsüchtig auf einen neuen, leistungsstarken Mac Pro.

Die Frage stellt sich aber so langsam, ob in der Zwischenzeit nicht der vollausgestattete iMac mit den demnächst aktualisierten Prozessoren einen Mac Pro grundsätzlich und dauerhaft überflüssig macht?

Alle Peripherie kann man sich ja mittlerweile über die schnellen Schnittstellen problemlos reinholen.

Wenn du dir den letzten Quartalsbericht von Apple anschaust, wirst du feststellen daß der Mac Pro wirklich nicht mal ein halbes Prozent vom Umsatz ausmacht.

Die Annahme "Professioneller Anwender" = Mac Pro ist falsch. Eine Werbeagentur oder ein Architekturbüro z.B. braucht keinen Mac Pro ( Ausnahmen gibt es immer ). Unsere Kunden ( 90% Geschäftskunden ) kaufen Macs wie verrückt, aber die Nachfrage nach dem Mac Pro tendiert gegen Null, weil ein Mac Pro nur selten Sinn macht und den meisten einfach zu teuer ist.

Der Großteil, wahrscheinlich auch 99% aller Adobe CS Versionen für Mac sind sicher nicht auf MacPro installiert sondern auf MacBook Pro, iMacs. Adobe würde es nicht die Bohne interessieren, ob Apple einen MacPro anbietet oder nicht.

Abgesehen davon wird der Mac Pro sowieso nicht eingestellt, sonst wäre er schon länst abgekündigt.

[quote=grhrd]Wenn du dir den letzten Quartalsbericht von Apple anschaust, wirst du feststellen daß der Mac Pro wirklich nicht mal ein halbes Prozent vom Umsatz ausmacht. [/quote]

Interessiert mich. Hast du mal den Link?

Wir arbeiten mit großen Quato Displays. Die Minis wären zu lahm, die iMacs machen wg. des integrierten Spiegeldisplays keinen Sinn. Selbst für zu Hause such ich mir mein Display lieber selber separat aus.

Die Frage ist, ob ein künftiger Mac Pro weiterhin in einem überdimensionalen und teuren Alu-Block stecken und viel Strom verbrauchen muss oder ob man eine Art aufgebohrten Mini mit vernünftigen Prozessoren und Grafikkarten bestückt. Hohe Speicherkapazität und optisches Laufwerk sind für uns auch Pflicht.

Privat hätte ich gerne endlich einen Mini mit iMac-Leistung und CD-Laufwerk. Nachdem meine TFTs (egal ob extern oder im Notebook) nach 3 Jahren immer abgeraucht sind, würd ich mir keinen iMac kaufen. So bleib ich also zwangsweise beim Mini late 2009.

[quote=Cybernic]Ich warte ebenfalls seit langem sehnsüchtig auf einen neuen, leistungsstarken Mac Pro.

Die Frage stellt sich aber so langsam, ob in der Zwischenzeit nicht der vollausgestattete iMac mit den demnächst aktualisierten Prozessoren einen Mac Pro grundsätzlich und dauerhaft überflüssig macht?

Alle Peripherie kann man sich ja mittlerweile über die schnellen Schnittstellen problemlos reinholen.[/quote]

IMacs und Mac Pros sind für unterschiedliche Zwecke gebaut worden. Normalsterblicher schiesst mit Kanonen auf Spatzen, wenn er einen Mac Pro kauft, da langt auch Imac. Für andere ist der Mac Pro die Lösung...