Document Foundation veröffentlicht LibreOffice 5.4.1 und LibreOffice 5.3.6

31. Aug. 2017 16:30 Uhr - Redaktion

Für den neuen LibreOffice-Versionszweig 5.4.x ist ein erstes Update erschienen. Die Version 5.4.1 verbessert die Stabilität sowie die Kompatibilität mit Word- und RTF-Dokumenten und behebt zahlreiche Fehler, unter anderem im Zusammenhang mit der Benutzeroberfläche, dem Öffnen von Excel-Dateien und der Bearbeitung und Darstellung von Text.

Auch für die ältere Versionsreihe 5.3.x wurde ein Update veröffentlicht – aktuell ist nun die Version 5.3.6. Diese wartet ebenfalls mit Problembehebungen und Verbesserungen in den Bereichen Stabilität, Benutzeroberfläche und Unterstützung für Microsoft-Office-Dateien auf.

LibreOffice

Updates für kostenfreie Bürosoftware LibreOffice erschienen.
Bild: Document Foundation.



Was hat es mit den beiden Versionszweigen auf sich?

Die Document Foundation, die die Leitung des Open-Source-Projekts innehat, pflegt nach der Freigabe eines neuen Releases den Vorgänger noch eine Weile weiter. Der ältere Versionszweig (derzeit 5.3.x) wird als ausgereift erachtet und zielt auf den Einsatz in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen sowie generell auf alle Anwender, die auf ein möglichst fehlerfreies und stabiles Arbeiten Wert legen.

Der aktuelle Versionszweig (5.4.x) wird momentan denjenigen Nutzern empfohlen, die die neuen Funktionen ausprobieren wollen. Nach ein bis zwei weiteren Updates wird auch LibreOffice 5.4.x von den Machern grünes Licht für den Produktiveinsatz erhalten. Wer auf der sicheren Seite sein will, nutzt also vorerst LibreOffice 5.3.x weiter, während experimentierfreudige User erste Erfahrungen mit LibreOffice 5.4.x sammeln können.



Das ab OS X Mountain Lion lauffähige LibreOffice wird unter dem Dach der Document Foundation von einer breiten Community an Programmierern, Testern und Übersetzern sowie Personen, die sich um Web-Site, Infrastruktur, Dokumentation und Support kümmern, getragen. Zudem wird LibreOffice von mehreren Unternehmen unterstützt. Die deutschen Sprachpakete müssen wie gewohnt separat heruntergeladen und installiert werden.

In dem Softwarepaket sind Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsmodul, Datenbank, Zeichenprogramm und Formeleditor enthalten. Zur Nutzung der Datenbank wird zusätzlich Java benötigt. LibreOffice ermöglicht das Öffnen und Speichern von Dokumenten in den Formaten von Microsoft Office. Mit der für Anfang 2018 erwarteten Version 6.0 wird übrigens die Unterstützung für OS X Mountain Lion eingestellt - die Anwendung wird dann mindestens OS X Mavericks benötigen.

Kommentare

Das mit den zwei Versionszweigen. Jetzt hat es hoffentlich jeder verstanden.

Läuft die neue Version endlich in brauchbarer Geschwindigkeit?

Office 2016 ist relativ träge, verglichen mit Office 2011. Das nur mal zum Vergleich.

LibreOffice könnte sicherlich schneller sein, aber wenn man etwas Geduld aufbringt, ist LO eine super Sache.