DTP-Software QuarkXPress erhält Importfunktion für InDesign-Dateien

19. Jan. 2018 10:30 Uhr - Redaktion

Der Softwarehersteller Quark hat eine bedeutende Neuerung für das DTP-Programm QuarkXPress angekündigt: In Kürze wird eine Funktion zum Import von Dokumenten im Format von InDesign (IDML) ergänzt werden.

Es handelt sich dabei um einen Konverter, der InDesign-Dateien in das Format von QuarkXPress umwandelt. Das Feature soll mit dem Januar-Update für QuarkXPress 2017, dessen Veröffentlichung für Anfang kommender Woche geplant ist, implementiert werden.

 

 

InDesign-Dokumente werden unter Beibehaltung des Layouts inklusive Seiten, Stilvorlagen, Rahmen, Texte, Bilder und Bezierkurven umgewandelt. Der Konverter befindet sich momentan in der Betaphase, es bestehen noch verschiedene Einschränkungen, darunter die fehlende Unterstützung für Tabellen. Diese Limitierungen sollen in den nächsten Wochen und Monaten behoben werden.

Das kommende Update wird für alle Nutzer von QuarkXPress 2017 kostenfrei sein. Der Hersteller wünscht sich möglichst vielfältiges Feedback der Nutzer, um den IDML-Konverter zu verbessern.

Die ab OS X Yosemite lauffähige Anwendung kostet 829 Euro (unbegrenzt lauffähige Lizenz), Upgrades gibt es ab 185 Euro, vergünstigte Lizenzen (für Studenten sowie gemeinnützige und karitative Zwecke) ab 79 Euro (Preise zuzüglich Umsatzsteuer). QuarkXPress 2017 ist seit Mai auf dem Markt und bietet als wichtigste Neuerungen integrierte Bildbearbeitungsfunktionen, zusätzliche Typografiewerkzeuge und Erzeugung von responsiven HTML-5-Inhalten.

Kommentare

Das ist eine ausgesprochen gute Nachricht. Weiß man, ob es auch eine ID-Exportfunktion geben wird?

... Konverter gibt es von Drittanbietern, und die laufen bereits. Kosten natürlich Geld. Wenn Quark mit seinen limitierten Ressourcen da jetzt viel zu spät wieder eine eigene Lösung programmieren will, ist das der falsche Weg. Zumal dann laut o.g. Aussage die User für das Finish der Beta herangezogen werden sollen.

So sehr, wie man Quark aufgrund der Monopol-Stellung und der daraus resultierenden Arroganz und Ignoranz damals gehasst hat (User seit 93), so sehr können sie einem inzwischen Leid tun. Wer die gefühlten 10 Newsletter pro Monat bekommt, weiß, wovon ich rede: Supersonderrabatt, kauf eine Lizenz, bekomme zwei, plus dies und das, limitiert, endet Heute, Verlängerung bis dann, nochmalige Verlängerung, neues Supersonderangebot... so geht es seit Jahren. Mich wundert ehrlich gesagt, dass es die Firma noch gibt. Ich kenne in meinem Umfeld nur noch 3 User (mich eingeschlossen), die damit arbeiten, parallel zu InDesign. Hat wahrscheinlich etwas mit Kartellrecht zu tun, denn Adobe hätte den Laden bestimmt aus der Portokasse übernehmen können, so wie damals Macromedia.

Als Kunden bleiben nur noch die alten Hardcore-User, die sich nie wirklich mit InDesign anfreunden konnten oder wollten. Aber die sterben aus. Ich benutze es im Prinzip auch nur noch, damit der letzte flügelschwache Mitbewerber gegen Adobe nicht untergeht.

Eines hat der Laden allerdings aus meiner Sicht richtig gemacht: kaufen, nicht mieten. Ob das neue Kunden gebracht hat? Wer setzt schon auf den zweiten Sieger im Rennsport, der einen Kilometer später ins Ziel kommt?

3 User? Zumindest hier tummeln sich 2843 Anwender von Quark: https://www.facebook.com/groups/quarkxpress/

Und laut c't nutzt der Heise Verlag ebenfalls Quark. Und den Herrn Günther von Quark habe ich schon auf einer InDesign User Group getroffen. Scheint doch für viele interessant zu sein.

Das mit den Super-Sonderangeboten nervt mich auch, die bekomme ich alle paar Monate von Adobe. :D

... denn die Antwort wird gleich mitgeliefert: 3.000 Facebook-Kontakte weltweit? Wenn alle permanent updaten macht das ca. 600.000 im Jahr, vielleicht ein paar Kröten mehr. Und davon soll Quark überleben? Und ja, ein paar größere Firmen sind wieder zu Quark zurück gekommen, davon wird auch stolz berichtet.

Nebenbei: ich wünsche Quark, als unangenehmer Mitkonkurrent am Markt zu bleiben, davon sind sie leider Lichtjahre entfernt...

Übrigens werden in der Druckvorstufe Quark-User seit einigen Jahren bestenfalls milde belächelt, gerne auch gedisst.

Und die 3 User beziehen sich auf Personen, die ich persönlich und in der analogen Welt kenne, ok?

Sonst hätte Adobe da ein Quasi-Monopol.

Zum Glück geht der Trend im Bereich Bildbearbeitung langsam in die entgegen gesetzte Richtung, weg von Adobe. Das erlebe ich immer häufiger. Affinity Photo ist ein Hit und Pixelmator Pro stark im Kommen.