Dateisystem APFS: Apple will sich in Kürze zur Fusion-Drive-Unterstützung äußern

23. Mai 2018 11:00 Uhr - Redaktion

Im Drama um die weiterhin fehlende APFS-Unterstützung für Fusion-Drives ist offenbar ein Ende in Sicht. Man wolle sich zu dieser Thematik sehr bald äußern, ließ Apples Software-Entwicklungschef Craig Federighi in einer E-Mail verlauten. Die aus Festplatte und kleiner SSD bestehenden Kombi-Laufwerke werden im iMac und Mac mini eingesetzt.

Zur Erinnerung: Während des Betatests von macOS High Sierra im Sommer 2017 konnte das neue Dateisystem APFS auf Fusion-Drives installiert und genutzt werden. Kurz vor der Markteinführung strich Apple diese Option, offenbar war dem Hersteller die Fusion-Drive-Unterstützung noch nicht ausgereift genug. Betatester mussten ihre Systeme für die Finalversion von macOS High Sierra wieder auf HFS+ zurückformatieren.

 
WWDC 2018 in San Jose
 
WWDC 2018: Apple hat offenbar Neuigkeiten zum Dateisystem APFS im Gepäck.
Bild: apple.com.

 

Seitdem war Funkstille, der Hersteller äußerte sich nicht zu diesem Thema – bis heute. Federighi reagierte via E-Mail auf die Anfrage eines Nutzers. Die Echtheit der Mitteilung des Apple-Topmanagers wurde mittlerweile bestätigt. "We intend to address this question very soon...", schreibt Federighi. Eine Ankündigung zur in eineinhalb Wochen beginnenden WWDC 2018 gilt damit als sehr wahrscheinlich.

Bislang lässt sich APFS nur auf SSD-Laufwerken und Festplatten einsetzen, nicht jedoch auf Fusion-Drives. Ob die APFS-Unterstützung für Fusion-Drives noch für macOS High Sierra oder erst für den Nachfolger macOS 10.14 realisiert wird, bleibt abzuwarten. Allerdings ist es auch gut möglich, dass Apple das Feature aus technischen Erwägungen komplett streicht. Fusion-Drives müssten dann beim angestaubten Vorgänger-Dateisystem HFS+ verbleiben.

Die Entwicklerkonferenz WWDC 2018 beginnt am 04. Juni in San Jose. Sie wird mit einer Produktpräsentation eröffnet. Experten rechnen mit der Vorstellung neuer Betriebssystemversionen und Hardwareprodukte. Das Dateisystem APFS gilt schon jetzt als sehr zuverlässig, ist aber unvollständig. Neben der Fusion-Drive-Problematik fehlt beispielsweise die Unterstützung für bootfähige RAID-Laufwerke und Time-Machine-Volumes.

Zum Thema: macOS High Sierra und die halbgare Implementierung von APFS.

Kommentare

wir machen es gar nicht. Mir selbst wäre das wurscht, Fusion Drives fand ich ohnehin immer die letzte Sackgasse. Entweder habe ich ne SSD, dann kommt da das OS drauf und die Programme und auf die Platte der Rest incl. dem Homeverzeichnis. Das suche ICH aus was wo, und sonst niemand. Diese "Lösung" war immer nur Augenwischerei.

Fusion Drives waren eine Übergangslösung. Wenn es nach Apple geht, sollen wir ja eh alle drei Jahre einen neuen Rechner kaufen.

Gut möglich, dass es künftig gar keine Fusion Drives mehr geben wird, sondern nur noch SSDs. Die Zeit wäre mehr als reif dafür und ehrlich gesagt kann man das bei Premium-Hardware auch erwarten!

Ich würde schon gerne 3 TB HD am iMac nutzen. SSD ist zu teuer, vielleicht lieber 3TB Fusiondrive als 1TB SSD. Bin gespannt, was sie dazu sagen.

Fusion-Drive ist mir zu unsicher. Speichermedien sind ja nicht perfekt und müssen daher ausgetauscht werden können.

Ich habe in meinem "Mid 2011er" iMac das System auf einer 500er SSD und den Rest, Programme usw., auf einer 6TB Festplatte.

Eine riesige SSD wäre natürlich optimal, aber zu teuer für nichtprofessionelle Arbeit.

sind sogar sehr anfällig. Meine Erfahrung ist, über 3 bis 5 Jahre 1 Fusiondrive im iMAC auf  3 externe HDs. Der 3 TB Fusiondrive war immer meine Rettung, nie umgekehrt. Die externem Lösungen sind alle ausgefallen.