Gerüchte um neue Macs zur Apple-Entwicklerkonferenz

25. Mai 2018 16:00 Uhr - Redaktion

Im letzten Jahr zündete Apple zur Entwicklerkonferenz WWDC 2017 ein Produktfeuerwerk: Es gab neue MacBook-, MacBook-Pro- und iMac-Modelle, ein leicht aufgefrischtes MacBook Air und einen ersten Blick auf den iMac Pro. Und heuer? Die Anzeichen verdichten sich, dass Apple auch zur WWDC 2018 neue Mac-Hardware vorstellen wird.

Bis auf den neuen, erweiterbaren Mac Pro (kommt erst 2019) könnte sich heuer bei allen Baureihen etwas tun. Bei einigen Produktlinien sind Upgrades aus technologischer Sicht dringend nötig, beispielsweise bei Mac mini oder MacBook Air. Allerdings ist unklar, ob es überhaupt eine Zukunft für diese beiden Produkte gibt. Gerüchten zufolge soll es zwar einen neuen Einsteiger-Mobilmac geben, aber ob dieser MacBook Air heißen und wie sich dieser in die bestehende Produktpalette um MacBook und MacBook Pro eingliedern wird, ist unklar.

Der Mac mini wurde zuletzt im Herbst 2014, also vor fast vier Jahren, aktualisiert. Ein "Verschlimmbesserungs-Upgrade", infolge des Wegfalls der Quad-Core-Option und des fest verlöteten, nicht mehr erweiterbaren Arbeitsspeichers. Trauriger Fakt: Im "aktuellen" Mac mini steckt inzwischen fünf Jahre alte Technik – dies ist eines Premium-Herstellers wie Apple schlichtweg unwürdig. Geht es überhaupt weiter mit dem Mac mini? Laut Apple-Chef Tim Cook sei er ein "wichtiger Bestandteil des künftigen Produktangebots". Getan hat sich trotz dieser Aussage, getätigt im Herbst 2017, nichts. Eine Einstellung des Mac mini muss inzwischen ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Neues MacBook Pro
 
MacBook Pro: Neue Generation zur WWDC 2018?
Bild: Apple.

 

Bei MacBook und MacBook Pro sieht es jedoch in puncto neuer Modelle ganz gut aus für die WWDC 2018. In Apples europäischen Online-Shops hat sich die Verfügbarkeit von BTO-Konfigurationen in dieser Woche verschlechtert. Wird ein Gerät individuell konfiguriert, zum Beispiel mit einem schnelleren Prozessor oder einem größeren SSD-Laufwerk, verschiebt sich der Liefertermin auf ein Datum nach der WWDC-Keynote am 04. Juni.

Übersetzt heißt das: Apple hat offenbar mittlerweile nur noch die Standardkonfigurationen vorrätig. BTO-Varianten auf Basis der noch aktuellen Hardware werden anscheinend nicht mehr gebaut. Wer heute eine BTO-Konfiguration bestellt, könnte nach der WWDC bereits die neue Generation erhalten. Beim iMac sind derartige Lieferverzögerungen übrigens nicht festzustellen.

Was könnte sich technologisch bei MacBook und MacBook Pro tun? Passende Intel-Prozessoren der achten Generation ("Coffee Lake") sind inzwischen gut verfügbar. Gegenüber der siebten Generation ("Kaby Lake") ergeben sich bei gleicher Taktrate Leistungszuwächse von zehn bis 30 Prozent. Zudem hat Intel weiter an der Performance der integrierten Grafikchips gefeilt. Für das MacBook Pro sind ferner schnellere AMD-GPUs zu erwarten. Sogar ein MacBook Pro mit sechs Kernen ist machbar.

Spannend sind folgende Fragen: Hält Apple weiter an der Touch-Bar-Funktionsleiste fest? Wenn ja, erhält sie Verbesserungen? Gibt es auch beim MacBook Pro künftig Face-ID als Ersatz für Touch-ID? Kann Apple endlich ein MacBook Pro mit 32 GB Arbeitsspeicher anbieten? Dafür müsste Apple einen eigenen LPDDR4-Controller entwickeln, denn erst mit Intels "Cannon Lake"-Prozessoren wird der neue Stromspar-Arbeitsspeicher serienmäßig unterstützt. Und: Was tut sich beim heftig in der Kritik stehenden Tastatur-Design?

Am 04. Juni – an diesem Tag beginnt um 10:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MESZ) die WWDC-Keynote – werden wir schlauer sein. Apple überträgt die Keynote wie gewohnt als Livestream.

Kommentare

Na hoffentlich geben sie die Spielzeugleiste wieder auf!

Gags: Fusion-Drive, Touch Bar

Sie würden niemandem wirklich fehlen, wenn sie verschwänden ;-) :))

Belegbare dauerhaft einsetzbare Funktions-Keys F1 ff. braucht man auf Pro-Geräten und eine stabile Tastatur!