Verschlüsselungssoftware GPG Suite: Neue Version für macOS Mojave, Apple-Mail-Plugin jetzt kostenpflichtig (Update)

25. Sep 2018 17:00 Uhr - Redaktion

Die Verschlüsselungssoftware GPG Suite steht seit kurzem in der Version 2018.4 zum Download bereit. Diese führt volle Unterstützung für das neue Betriebssystem macOS Mojave ein. Die wichtigste Komponente, das Apple-Mail-Plugin (zur Ver- und Entschlüsselung von E-Mails), ist ab sofort kostenpflichtig.

Damit setzt das Projekt eine bereits vor längerer Zeit angekündigte Maßnahme um. Eine Einzelplatzlizenz von GPG Mail 3.0 kostet 23,80 Euro, deckt die Installation auf bis zu drei Macs ab und enthält Support sowie kostenfreie Updates für den Versionszweig 3.x.

 
GPGMail
 
GPG Mail integriert sich in Apples E-Mail-Client.
Bild: gpgtools.org.

 

Die Entwickler wollen damit die langfristige Weiterentwicklung der Software sicherstellen. Wer in der Vergangenheit für das Projekt gespendet hat, kann eine kostenfreie Lizenz erhalten. Details dazu und zu anderen Fragen werden in einer FAQ erläutert.

Die anderen Komponenten, darunter GPG Services (ermöglicht den Zugriff auf GPG-Funktionen in anderen Anwendungen) und GPG Keychain (zur Verwaltung von OpenPGP-Schlüsseln), bleiben kostenfrei. Die GPG Suite 2018.4 läuft ab macOS Sierra und steht weiterhin unter einer Open-Source-Lizenz. GPG Mail 3.0 lässt sich 30 Tage lang kostenfrei testen. Die Software basiert auf dem Verschlüsselungsstandard OpenPGP.

Nachtrag (20:15 Uhr): In einem offenen Brief erläutern die Entwickler detailliert ihre Entscheidung und die Hintergründe. Sie zeigen sich darin enttäuscht über das zum Teil giftige, hasserfüllte Feedback der Nutzer. In dem Brief heißt es:

"After almost 10 years of providing GPG Suite with great support, open source and for free, people called GPG Suite ransomware now. We were accused of pushing this trial on our users without any prior notice. I personally couldn't believe the vitriol and hateful messages directed our way."

Die Pläne, GPG Mail nicht länger kostenfrei anzubieten, hat das in Wien ansässige Projekt bereits vor einem Jahr angekündigt.