Dividende: Apple schüttet 3,5 Milliarden US-Dollar an Aktionäre aus, AAPL auf Talfahrt

15. Nov. 2018 12:00 Uhr - Redaktion

Apple nimmt heute die vierteljährliche Dividendenausschüttung vor. Die Dividende hatte das Unternehmen im Frühjahr erhöht - um 16 Prozent von 0,63 auf 0,73 US-Dollar je Aktie. Sie wird an jene Anteilseigner gezahlt, die am Ende des Geschäftstages des 12. November Apple-Stammaktien besaßen. Basierend auf 4,75 Milliarden im Umlauf befindlichen Apple-Aktien ergibt sich ein Ausschüttungsvolumen von rund 3,5 Milliarden US-Dollar. Unterdessen befindet sich die Apple-Aktie auf Talfahrt.

Zur Wochenmitte rutschte der Kurs von AAPL auf 187 US-Dollar ab. Damit ist die Aktie derzeit fast 50 US-Dollar vom bisherigen, erst Anfang Oktober aufgestellten Allzeithoch (233,50 US-Dollar) entfernt. Binnen weniger Wochen sank der AAPL-Kurs um 20 Prozent, Apples Börsenwert fiel unter die Marke von einer Billion US-Dollar. Der Grund sind Befürchtungen über einen schwächelnden iPhone-Absatz im laufenden und in kommenden Quartalen.

 

 

Kursentwicklung AAPL

Die Kursentwicklung der Apple-Aktie in den letzten zwölf Monaten.
Bild: apple.com.

Bereits im vergangenen Quartal blieben die Kalifornier bei den Smartphone-Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Auch mit der Umsatzprognose für den aktuellen Dreimonatszeitraum enttäuschte Apple. Zudem kündigte das Unternehmen an, künftig keine Verkaufszahlen mehr bekanntzugeben, was ebenfalls für Unmut unter den Anlegern sorgte.

Hinzu kommt eine Analyse des Apple-Experten Ming-Chi Kuo. Nach seiner Einschätzung wird sich das iPhone XR nicht so gut verkaufen wie erhofft. Bis Herbst 2019 sollen es lediglich 70 Millionen Stück sein - ursprünglich rechnete er mit 100 Millionen Geräten. Auch die Investmentbank JPMorgan ist beim iPhone-Absatz eher pessimistisch eingestellt und schließt Absatzrückgänge für die Kalenderjahre 2018 und 2019 nicht aus. Als Gründe werden unter anderem ein drohender Handelskrieg mit China, hohe Preise, schwächelnde Nachfrage in aufstrebenden Märkten und starke Konkurrenz durch preiswerte Geräte anderer Hersteller genannt.

Kuo hält es aber dennoch für möglich, dass Apple den Absatz des Vorjahreszeitraums übertreffen kann. Im vierten Quartal des letzten Jahres wurden 77,3 Millionen iPhones verkauft, Kuo rechnet für das vierte Quartal 2018 mit einer Spanne von 75 bis 80 Millionen Stück. Der schwächere iPhone-XR-Absatz werde zum Teil durch eine stärker als erwartet ausgefallene Nachfrage nach dem iPhone XS (Max) sowie den älteren, preisgünstigeren Modellen iPhone 7/8 (Plus) aufgefangen, so der in der Apple-Welt bestens vernetzte Analyst.

Kommentare

/// Bereits im vergangenen Quartal blieben die Kalifornier bei den Smartphone-Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Auch mit der Umsatzprognose für den aktuellen Dreimonatszeitraum enttäuschte ///

Evt. liegt’s ja doch an überhöhten Preisen wie jetzt auch bei der Aufpreispolitik für den neuen Mac mini was Speicher betrifft. 

Wenn das einzige Werkzeug das man kennt ein Hammer ist, dann sieht alles wie ein Nagel aus.