Windows auf dem Mac nutzen: VirtualBox 6.0 ist fertig und steht zum Download bereit

19. Dez. 2018 12:00 Uhr - Redaktion

Das nächste große Release der beliebten, kostenfreien Virtualisierungssoftware VirtualBox ist fertig: Oracle hat zur Wochenmitte die Finalversion von VirtualBox 6.0 veröffentlicht. VirtualBox 6.0 bietet eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche mit besserer Unterstützung für hochauflösende Retina-Bildschirme und einen neuen Dateimanager zum einfachen Kopieren von Dateien zwischen Host- und Gastsystemen. Für die Virtualisierung von macOS gibt es nun erstmals Gasterweiterungen.

In Windows-Gastsystemen wurde die Unterstützung für 3D-Grafik verbessert, zudem hat Oracle zusätzliche Konfigurationsoptionen für die Einrichtung von Gastsystemen ergänzt. Zu den weiteren Neuerungen gehören eine höhere Performance für gemeinsam genutzte Ordner, Unterstützung für Surround-Sound-Lautsprecher in Windows-10-Gastsystemen, verbesserte Unterstützung für die Audio- und Videoaufzeichnung,  Anbindung an Oracles Cloud-Infrastruktur für den einfachen Export und die Bereitstellung von Gastsystemen sowie eine Vielzahl an Detailverbesserungen und Fehlerkorrekturen.

 
VirtualBox
 
Screenshot von VirtualBox mit Windows-8.1-Gastsystem.
Bild: Oracle.

 

VirtualBox 6.0 setzt mindestens macOS Sierra voraus - die Unterstützung für OS X Yosemite und OS X El Capitan wurde eingestellt. Mit VirtualBox lassen sich Windows, Linux und andere Betriebssysteme parallel zu macOS betreiben - entweder in einem Fenster oder im Vollbildmodus. Mit VirtualBox kann außerdem macOS auf Apple-Hardware virtualisiert werden, beispielsweise um aus Kompatibilitätsgründen auf eine ältere Betriebssystemversion zuzugreifen. Die englische PDF-Dokumentation ist hier zu finden.

VirtualBox steht unter einer Open-Source-Lizenz. Das "VirtualBox Extension Pack", das die Software unter anderem um Unterstützung für USB 2.0/3.0 und eine Laufwerks-Verschlüsselung erweitert, ist für den Privatgebrauch und die Nutzung in Bildungseinrichtungen kostenlos.