Bundesnetzagentur: Ausbau des Mobilfunknetzes in Deutschland schreitet voran

05. Mai 2020 14:00 Uhr - Redaktion

Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. Darin informiert die Behörde über den Ausbau des Fest- und Mobilfunknetzes in Deutschland. Demnach gab es im letzten Jahr Fortschritte sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunknetz. Dieser Trend soll sich heuer fortsetzen.

"Wir haben im letzten Jahr Frequenzen für den weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes versteigert. Jetzt gehen wir davon aus, dass die Netze weiter ausgebaut werden und wir noch in diesem Jahr spürbare Verbesserungen der Versorgung verzeichnen werden", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Beim Ausbau der Mobilfunknetze ist die Zahl der Funkbasisstationen 2019 auf 190.595 angestiegen (Ende 2018: 181.640), davon 62.567 LTE-Basisstationen (2018: 54.911). 57.457 Basisstationen entfielen auf UMTS/3G (2018: 57.180) und 70.432 auf GSM/2G (2018: 69.549). Zudem wurden 139 5G-fähige Basisstationen in Betrieb genommen. In der Praxis werden vielfach Basisstationen eingesetzt, die unterschiedliche Technologien wie GSM, UMTS und LTE abdecken. Ende 2019 beträgt die Zahl der Antennenstandorte daher 81.282.

Auf dem Breitbandmarkt wurden im Jahr 2019 verstärkt Anschlüsse mit hohen vermarkteten Bandbreiten nachgefragt. Von den 35,1 Mio. aktiven Breitbandanschlüssen in Festnetzen erhöhte sich der Anteil der gebuchten Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s 2019 auf rund 26 Prozent (2018: knapp 20 Prozent). Eine vermarktete Bandbreite von mindestens einem Gbit/s wiesen zu diesem Zeitpunkt ca. 0,2 Mio. Anschlüsse auf. Noch 2,9 Mio. Breitbandkunden nutzten Ende 2019 Anschlüsse mit einer vermarkteten Datenrate von weniger als zehn Mbit/s.

Die Digitalisierung hat zur Folge, dass das Datenvolumen in Fest- und Mobilfunknetzen erneut gestiegen ist. 2018 betrug das im Festnetz erzeugte Datenvolumen rund 46.000 Mio. GB. Vorläufige Berechnungen prognostizieren für 2019 ein Gesamtvolumen von etwa 52.000 Mio. GB. Die entspräche einem durchschnittlichen Datenverbrauch in Höhe von ca. 124 GB pro Nutzer. Im Mobilfunk fallen die jährlichen Zuwachsraten mittlerweile etwas geringer aus. Eine baldige Sättigung ist dennoch nicht absehbar. 2019 wurden über die Mobilfunknetze rund 2.757 Mio. GB Daten übertragen, im Vorjahr waren es 1.993 Mio. GB.

Die Nutzung von SMS ist weiter rückläufig. 2019 wurden 7,9 Mrd. SMS versendet, (2018: 8,9 Mrd.). Angesichts der wachsenden Popularität von Messaging-Diensten hält die substituierende Wirkung insgesamt weiter an. Jedoch fallen die jährlichen Rückgänge mittlerweile geringer aus. Ein Grund hierfür könnte die verstärkte Nutzung von SMS-basierten M2M-Anwendungen sein.

Kommentare

Leider verhindern noch immer als "Mobilfunkgegner" getarnte Verschwörungstheoretiker die überfällige Erschließung mit der Menschenrechts-Technologie Internet in vielen ländlichen Orten, indem die Masten boykottiert oder zum Teil abgefackelt werden (siehe UK). Zum Glück ist der Fortschritt letztendlich nicht aufzuhalten.

Dass der Mobilfunkstandard 5G für die Verbreitung des Coronavirus verantwortlich ist? ☝️😂