Freie E-Mail-Software Thunderbird: Neue Version behebt Fehler, schließt Sicherheitslücken

27. Jan. 2021 14:00 Uhr - Redaktion

Die Mozilla-Tochterfirma MZLA hat Thunderbird 78.7 zum Download bereitgestellt. Das Update für den kostenlosen E-Mail-Client schließt mehrere Sicherheitslücken, darunter einige mit dem Schweregrad "Hoch" eingestufte Schwachstellen. Thunderbird-Nutzern wird daher eine baldige Installation der neuen Version empfohlen.

Außerdem wartet Thunderbird 78.7 mit Verbesserungen und Fehlerkorrekturen für Erweiterungen, die Benutzeroberfläche, die Stabilität, die OpenPGP-Unterstützung und den Accountmanager auf. Für die unter macOS Big Sur auftretenden Performance-Probleme gibt es noch keine Lösung.

Bestehende Installationen können über das Menü Thunderbird => Über Thunderbird aktualisiert werden. Das komplette Installationspaket steht auf dieser Web-Seite zum Download bereit.

 
Thunderbird
 
Thunderbird: Leistungsstarke Alternative zu Apple Mail.
Bild: Mozilla.

 

Thunderbird ist nicht nur eine E-Mail-Software, sondern auch ein Client für RSS, Usenet und Chat (IRC, Google Talk, XMPP...). Das Programm gilt als sehr robust und zuverlässig und zeichnet sich durch viele Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten aus. Der Funktionsumfang lässt sich über frei verfügbare Add-ons erweitern. Serienmäßig gehören Verschlüsselung (OpenPGP), Kalender und Aufgabenverwaltung zum Funktionsumfang.

Die Software wird zwar unter dem Dach der Mozilla Corporation entwickelt, ist aber ein vom Web-Browser Firefox unabhängiges Projekt. Um Thunderbird kümmern sich mehr als ein Dutzend Vollzeitmitarbeiter, unterstützt von vielen Freiwilligen, Firmen und Spendern. Weiterer Vorteil von Thunderbird: Die Software läuft auch auf ganz alten Macs (ab OS X Mavericks), die von Apple nicht mehr mit Updates versorgt werden.

Kommentare

Die nach wie vor fehlenden automatischen Sender/Empfänger-Regeln mangels Enigmail (man muss ab TB 78x jeder Mail den Status verschlüsselt oder nicht zuweisen) und die Ansicht der gespeicherten Schlüssel, die in Hellgrau auf Weiss (sic!) angezeigt werden, zwangen mich heute zu einem Downgrade auf TB 68.12.1. Huh! Kein Spaziergang. Aber besser einmal die Krätze als dauernd.

Zuvor sollte man sich darüber im Klaren sein, dass dann (wie sonst eigentlich auch) weder externe Inhalte, Javascript oder gar HTML in Mails akzeptiert werden dürfen. So wie ursprünglich gedacht. Am einfachsten gelingt das mit einer Voreinstellungsdatei, die frau in den Nutzerordner (/Users/Nutzername/Library/Thunderbird/Profiles/Profilname.default bzw. im Menü Hilfe/Informationen zur Fehlerbehebung/Profilordner/Anzeigen im Finder) von TB legt, die bei jedem Start geladen wird und die die fehlerträchtigen Segnungen des einst ursprünglichen E-Mail-Programmes auf seinen ursprünglichen Zweck beschränkt.
Quelle: https://privacy-handbuch.de/handbuch_31p.htm

Nachdem TB 78 im Ordner Programme durch TB 68 https://download.mozilla.org/?product=thunderbird-68.12.1-SSL&os=osx&la…
ersetzt wurde, reicht ein Doppelklick nicht. Im Gegenteil.
Besser wäre ein Rechtsklick auf das Thunderbird-Icon im Programme-Ordner: Paketinhalt anzeigen. Dort navigiert man zu: Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird. Dann wird das Terminal gestartet und man zieht die kleine schwarze Datei namens thunderbird aufs Terminal. Dort müsste nun der o.g. Pfad zur Binärdatei von TB zu sehen sein, der nun durch ein beherztes
--allow-downgrade ergänzt wird. Liegt TB 78 im Ordner Programme, geht im Terminal also:

/Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird --allow-downgrade

Gefolgt von einem entschlossenen Return.

Damit startet TB 68 überhaupt, wenn auch ohne die AddOns Enigmail und Quicktext. Diese lädt man am besten in Firefox.
Enigmail
https://enigmail.net/index.php/en/download/download-enigmail
Quicktext
https://addons.thunderbird.net/en-US/thunderbird/addon/quicktext/versio…

In Thunderbird geht man auf Extras/AddOns/ und unter dem Zahnradsymbol auf 'Add-on aus Datei installieren' und navigiert zur entpackten Datei. Wenn Enigmail oder Quicktext nur deaktiviert und nicht entfernt wurden, sollte das ausreichen.

Wem das too much ist, nimmt einfach Seamonkey mit Enigmail, das war mein bisheriger workaround.

Danke für deine immer so ausführlichen Beschreibungen - das ist sehr hilfreich!

Trotz dieser Probleme halte ich Thunderbird noch immer für einen der besten Mailer auf dem Mac.

Und dafür, dass Du nicht 'ellenlang', sondern 'ausführlich' verwendest, obwohl das ja weiter oben zuträfe...

Thunderbird und Seamonkey sehe auch ich als aktuell beste Lösung und war froh, in beiden alle Accounts redundant zu haben. Nur das bewahrte mich vor dem GPG Super-GAU, als die Thunderbird-Macher das allgemeine Update auf 78 ausrollten.